Cannabidiol, besser bekannt als CBD, steht seit einigen Jahren im Fokus internationaler Forschung und gesundheitspolitischer Diskussionen. Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in diesem Zusammenhang weltweit Aufmerksamkeit erregt. Darin wird CBD differenziert betrachtet, von anderen Cannabisbestandteilen klar abgegrenzt und auf Basis des aktuellen Forschungsstands bewertet. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse des WHO Berichts zusammen und ordnen sie in den internationalen Kontext ein.
Inhaltsverzeichnis
WHO bewertet CBD als gut verträglich
In einem vorläufigen Bericht stellte ein Expertengremium der WHO fest, dass natürlich vorkommendes CBD nach aktuellem Wissensstand als gut verträglich gilt.1 Laut dieser Einschätzung wurden bislang keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit festgestellt. Diese Bewertung bezieht sich sowohl auf Erwachsene als auch auf Kinder und Tiere und stellt einen wichtigen Meilenstein in der internationalen Einordnung von Cannabidiol dar.
Die WHO betont in ihrem Bericht, dass CBD nicht psychoaktiv ist. Im Gegensatz zu THC führt CBD nicht zu einem Rauschzustand. Zudem kamen die Experten zu dem Schluss, dass Cannabidiol kein bekanntes Abhängigkeitspotenzial aufweist und nicht mit missbräuchlichem Konsum in Verbindung gebracht wird.1 Unabhängige Reviews bestätigen dieses Sicherheitsprofil: In kontrollierten Studien veränderte CBD weder Herzfrequenz, Blutdruck noch Körpertemperatur gesunder Probanden, selbst bei Dosen bis zu 1.500 mg.3
Kein Rausch und kein bekanntes Missbrauchspotenzial
Ein zentraler Punkt des WHO Berichts ist die klare Abgrenzung zwischen CBD und THC. Während THC für seine berauschenden Eigenschaften bekannt ist, wird CBD als nicht berauschend beschrieben. Die WHO hält fest, dass es bislang keine Belege für eine Freizeitnutzung von reinem CBD gibt, die mit Problemen der öffentlichen Gesundheit in Zusammenhang steht.2
Darüber hinaus weisen wissenschaftliche Veröffentlichungen darauf hin, dass CBD in bestimmten Zusammenhängen die Wahrnehmung von THC beeinflussen kann. Diese Wechselwirkungen werden weiterhin erforscht und sind Gegenstand zahlreicher Studien. Ein umfassender Review des deutschen nova-Instituts bestätigte 2017, dass CBD bis zu Tagesdosen von 1.500 mg beim Menschen gut toleriert wird, ohne dass Sucht- oder Entzugssymptome auftreten.4
Forschungslage und wissenschaftliche Untersuchungen
Die WHO verweist in ihrem Bericht auf eine wachsende Zahl an wissenschaftlichen Untersuchungen zu Cannabidiol. Dabei wird betont, dass einige Anwendungen von CBD intensiv erforscht werden. Insbesondere im medizinischen Umfeld existieren zugelassene Arzneimittel auf CBD Basis, die unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden. Ein herausragendes Beispiel ist die FDA-Zulassung von Epidiolex im Jahr 2018, dem ersten cannabisbasierten Arzneimittel für schwere Formen der Epilepsie bei Kindern.7
Gleichzeitig macht die WHO deutlich, dass sich viele potenzielle Einsatzgebiete noch im Forschungsstadium befinden. Aussagen zu Wirkungen außerhalb zugelassener Arzneimittel sollten daher stets mit Vorsicht betrachtet werden. Der aktuellste systematische Review von 2023, der 51 klinische Studien auswertete, bestätigt das grundsätzlich günstige Sicherheitsprofil von CBD bei therapeutischen Dosierungen.6

Aus EU-zertifiziertem Nutzhanf, mit nachvollziehbarem Herstellungsprozess und unabhängigen Laboranalysen.
Zum ProduktInternationale Entwicklungen und regulatorische Unterschiede
Aufgrund der zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnisse haben mehrere Länder ihre nationalen Regelungen angepasst und CBD in bestimmten Formen als Arzneimittel zugelassen. Diese Entwicklungen zeigen, dass Cannabidiol international sehr unterschiedlich bewertet und reguliert wird. Zu den Ländern, die ihre Vorschriften gelockert haben, gehören unter anderem Australien, Kanada, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.2
In den Vereinigten Staaten blieb die rechtliche Einordnung lange Zeit restriktiv. Der WHO Bericht weist darauf hin, dass CBD dort über Jahre hinweg als streng kontrollierte Substanz eingestuft war, obwohl der tatsächliche Umgang der Bevölkerung mit CBD Produkten deutlich weiter verbreitet ist. In der Europäischen Union bestätigte der Europäische Gerichtshof (EuGH) im November 2020, dass CBD kein Betäubungsmittel im Sinne der UN-Konventionen ist.
Qualität und Herkunft von CBD Produkten
Unabhängig von der rechtlichen Bewertung warnen Branchenexperten davor, CBD Produkte pauschal gleichzusetzen. Unterschiede in Rohstoffen, Extraktionsverfahren und Qualitätskontrollen können die Zusammensetzung erheblich beeinflussen. Studien zeigen, dass nur etwa ein Drittel der frei verkäuflichen CBD Produkte korrekt etikettiert sind und einige sogar nicht deklariertes THC enthalten. Daher wird Verbrauchern empfohlen, auf transparente Herkunft, geprüfte Inhaltsstoffe und nachvollziehbare Herstellungsprozesse zu achten.4
Das Sicherheitsprofil, das die WHO beschreibt, bezieht sich auf reines, qualitativ hochwertiges CBD. Bei Produkten mit unklarer Zusammensetzung oder mangelhafter Qualitätskontrolle können sich abweichende Risiken ergeben. Achten Sie deshalb auf unabhängige Laboranalysen, EU-zertifizierten Nutzhanf und transparente Herstellungsangaben.
Josef Eckmair MBA, Mitgründer CBDNOLEin WHO Expertengremium stellte in seinem Bericht fest, dass natürlich vorkommendes CBD gut verträglich ist, bislang keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Auswirkungen vorliegen und es kein bekanntes Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial besitzt. Das grenzt CBD klar von psychoaktiven Cannabisbestandteilen wie THC ab.
WHO Überprüfung und Rolle internationaler Behörden
Die WHO prüft weiterhin die internationale Einstufung von CBD. Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte und zeitgemäße Bewertung vorzunehmen. In diesem Prozess wird die WHO unter anderem von Behörden wie der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) beraten.
Im Januar 2019 empfahl WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Ghebreyesus den Vereinten Nationen, CBD aus Schedule IV des Single Convention on Narcotic Drugs zu streichen.2 Diese Empfehlung basierte auf der Critical Review von 2018 und gilt als wichtigster regulatorischer Schritt für die internationale Neubewertung von Cannabidiol seit der Einführung der UN Drogenkonventionen.
WHO Bericht zu CBD: Das Wichtigste auf einen Blick
- Gute Verträglichkeit: Die WHO ordnet natürliches CBD als gut verträglich ein, ohne Hinweise auf öffentliche Gesundheitsrisiken.
- Kein Missbrauchspotenzial: Laut WHO gibt es keine Belege für ein Risiko von Abhängigkeit oder missbräuchlichem Konsum.
- Klare Abgrenzung zu THC: CBD ist nicht psychoaktiv und verursacht keinen Rauschzustand.
- Wachsende Forschung: Zugelassene Arzneimittel existieren, weitere Einsatzgebiete werden untersucht.
- Internationale Regulierung: Mehrere Länder haben ihre Vorschriften auf Basis der WHO Erkenntnisse angepasst.
- Qualität entscheidet: Das beschriebene Sicherheitsprofil gilt für reines, hochwertiges CBD mit nachvollziehbarer Herkunft.
Häufige Fragen zum WHO Bericht über CBD
Die WHO hat zwei zentrale Berichte veröffentlicht. Der erste, ein sogenannter Pre-Review Report, erschien im November 2017 im Rahmen der 39. Sitzung des Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) in Genf. Der zweite, umfassendere Critical Review Report, folgte im Juni 2018 auf der 40. Sitzung des ECDD. Dieser zweite Bericht bildete die Grundlage für die Empfehlung an die Vereinten Nationen, CBD aus den internationalen Kontrollverzeichnissen zu streichen.
Die WHO stellt fest, dass natürlich vorkommendes CBD nach aktuellem Wissensstand als gut verträglich gilt und ein gutes Sicherheitsprofil aufweist. Es wurden keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit festgestellt. CBD zeigt kein Abhängigkeitspotenzial und wird nicht mit missbräuchlichem Konsum in Verbindung gebracht. Diese Bewertung bezieht sich auf reines CBD. Bei Produkten mit unklarer Zusammensetzung können sich abweichende Profile ergeben.
Ja, der WHO Bericht hatte weitreichende Folgen. Im Januar 2019 empfahl der WHO Generaldirektor den Vereinten Nationen, CBD aus Schedule IV des Single Convention on Narcotic Drugs zu streichen. Im Dezember 2020 stimmte die UN-Kommission für Betäubungsmittel dann tatsächlich dafür, Cannabis aus der restriktivsten Kategorie zu entfernen. Mehrere Länder haben daraufhin ihre nationalen Regelungen angepasst und CBD in bestimmten Formen zugelassen.
Der WHO Bericht beschreibt das Sicherheitsprofil von CBD als grundsätzlich gut. In klinischen Studien wurden vereinzelt milde Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Durchfall oder Veränderungen des Appetits berichtet. Diese waren in der Regel vorübergehend und traten vor allem bei höheren Dosierungen auf. Relevantere Nebenwirkungen wie veränderte Leberwerte wurden primär im Kontext von Epilepsie-Behandlungen beobachtet, wo CBD in hohen Dosen zusammen mit anderen Medikamenten eingesetzt wird. Für die im freien Markt üblichen Dosierungen zeigen die Daten ein konsistent günstiges Profil.
Fazit
Der WHO Bericht zu CBD hat wesentlich dazu beigetragen, die öffentliche Diskussion zu versachlichen. Cannabidiol wird klar von psychoaktiven Cannabisbestandteilen abgegrenzt und auf Basis des aktuellen Forschungsstands bewertet. Die Erkenntnisse helfen, Unsicherheiten rund um CBD zu reduzieren und bieten eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die regulatorische Einordnung. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um alle offenen Fragen langfristig zu klären. Verbraucher sollten auf Qualität, Transparenz und geprüfte Herkunft achten, um von dem günstigen Sicherheitsprofil zu profitieren, das die WHO beschreibt.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. CBD-Produkte sind kein Arzneimittel und nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten bestimmt. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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