Kratzen im Hals, die Nase läuft, der Kopf fühlt sich schwer an. Eine Erkältung erwischt uns meist dann, wenn wir sie am wenigsten brauchen. Viele Menschen greifen dann nicht gleich zu Medikamenten, sondern setzen auf bewährte Hausmittel und fragen sich inzwischen auch, ob Cannabidiol (CBD) eine sinnvolle Ergänzung sein kann.
Dieser Ratgeber zeigt, wie eine Erkältung entsteht, welche Hausmittel tatsächlich Sinn ergeben und was aktuelle Studien zu CBD bei Erkältungssymptomen sagen. Sie finden vier unkomplizierte Rezepte, eine praktische Anleitung zur Anwendung sowie klare Hinweise, wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Inhaltsverzeichnis
- Erkältung verstehen: Ursachen und Verlauf
- Erkältung oder Grippe? Der Unterschied
- Bewährte Hausmittel bei einer Erkältung
- CBD bei Erkältung: Was sagt die Forschung?
- CBD richtig anwenden während einer Erkältung
- Wann sollten Sie zum Arzt?
- Vier Rezepte für die Erkältungszeit
- Produktempfehlung
- Häufige Fragen
- Quellen und Studien
Erkältung verstehen: Ursachen und Verlauf
Erwachsene erleben im Durchschnitt zwei bis vier Erkältungen pro Jahr, bei Kindern sind es acht bis zwölf. Fast alle dieser Infekte gehen auf Viren zurück, am häufigsten auf die Gruppe der Rhinoviren. Diese verbreiten sich über winzige Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten und bleiben auch auf Oberflächen wie Türklinken, Tastaturen oder Smartphones noch einige Stunden aktiv.
Nach der Ansteckung dauert es meist ein bis drei Tage, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Der Verlauf folgt einem recht typischen Muster: zuerst leichtes Kratzen im Hals, dann gesellt sich Schnupfen dazu, später kommen Husten und ein allgemeines Unwohlsein hinzu. Nach sieben bis zehn Tagen ist die Sache in den meisten Fällen überstanden. Fieber gehört eher zu einer echten Grippe und ist bei einer gewöhnlichen Erkältung eher selten.
Welche Faktoren machen uns anfälliger?
Ob wir uns anstecken, hängt zu einem kleinen Teil vom Virus ab und zu einem großen vom Zustand unseres Immunsystems. Mehrere Alltagsfaktoren beeinflussen diese Abwehrkraft sehr direkt:
- Schlafmangel: Wer regelmäßig weniger als sieben Stunden schläft, fängt sich deutlich häufiger einen Infekt ein. Gerade im Tiefschlaf werden Abwehrzellen aktiviert und das Immunsystem reorganisiert sich 5.
- Chronischer Stress: Eine Untersuchung der Carnegie Mellon University konnte zeigen, dass anhaltender Stress die Sensitivität von Immunzellen senkt, wodurch Infekte häufiger auftreten und oft schwerer verlaufen 4.
- Hygiene im Alltag: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife gilt nach wie vor als eine der wirksamsten Methoden, um Atemwegsinfekte zu vermeiden.
- Trockene Heizungsluft: Sie lässt die Schleimhäute austrocknen, wodurch sie ihre natürliche Schutzfunktion verlieren und Viren leichter eindringen können.
- Einseitige Ernährung: Zu wenig Obst, Gemüse oder Vitamin D kann das Immunsystem auf Dauer schwächen.
Erkältung oder Grippe? Der Unterschied
Viele Menschen werfen die Begriffe Erkältung, grippaler Infekt und Grippe durcheinander, obwohl dahinter ganz unterschiedliche Krankheitsbilder stehen. Eine einfache Übersicht hilft bei der Einordnung.
| Merkmal | Erkältung | Grippe (Influenza) |
|---|---|---|
| Beginn | Schleichend, über ein bis drei Tage | Plötzlich, oft innerhalb weniger Stunden |
| Fieber | Selten, wenn dann mild | Häufig über 38,5 °C |
| Gliederschmerzen | Leicht bis gar nicht | Stark und ausgeprägt |
| Husten | Zuerst trocken, später produktiv | Häufig trocken und anhaltend |
| Erschöpfung | Gering bis mäßig | Ausgeprägt, kann Wochen anhalten |
| Dauer | Sieben bis zehn Tage | Ein bis zwei Wochen oder länger |
Der Begriff grippaler Infekt bezeichnet übrigens meist eine stärker ausgeprägte Erkältung. Echte Influenza ist aber etwas anderes und gehört bei schwerem Verlauf in ärztliche Hand.
Bewährte Hausmittel bei einer Erkältung
Viele klassische Hausmittel gibt es aus gutem Grund seit Generationen. Einige haben inzwischen sogar eine solide wissenschaftliche Grundlage. Die folgenden fünf Ansätze sind leicht umzusetzen und schonen den Körper, statt ihn zusätzlich zu belasten.
Ingwer
Ingwer ist eines der wenigen Hausmittel, für das eine direkte antivirale Wirkung in Zellstudien nachgewiesen werden konnte. Eine Studie in Atemwegszellen zeigte, dass frischer Ingwer die Anhaftung und Vermehrung des respiratorischen Synzytialvirus deutlich reduzierte, während getrockneter Ingwer keinen vergleichbaren Effekt hatte 6. Zusätzlich fördert Ingwer die Durchblutung, wärmt und entfaltet eine entzündungshemmende Wirkung.
Für einen Ingwertee eignet sich ein daumengroßes Stück frischer Ingwer, in dünne Scheiben geschnitten und mit kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten ziehen lassen. Dazu etwas Honig und einen Spritzer Zitrone, fertig.
Hühnersuppe
Omas Hühnersuppe ist mehr als Nostalgie. Die Kombination aus warmer Brühe, Aminosäuren und kleinen Mengen an Fett wirkt beruhigend auf die Atemwege und kann die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen dämpfen, die an der Schleimbildung beteiligt sind. Der Dampf hilft außerdem dabei, die Nase frei zu machen. Ein Grundrezept finden Sie weiter unten im Artikel.
Honig
Honig enthält antimikrobielle Verbindungen und legt sich wie ein schützender Film auf die gereizte Rachenschleimhaut. Studien legen nahe, dass ein bis zwei Teelöffel Honig vor dem Schlafengehen nächtlichen Reizhusten besser lindern können als manche frei verkäufliche Hustensäfte. Wichtig: Kinder unter einem Jahr dürfen wegen des Botulismus-Risikos keinen Honig bekommen. Wer hochwertigen Rohhonig bevorzugt, behält mehr aktive Enzyme.
Salzwasser und Inhalation
Gurgeln mit warmem Salzwasser (ein Teelöffel Salz auf ein Glas Wasser) beruhigt entzündetes Halsgewebe und spült Viruspartikel und Schleim aus. Eine Inhalation mit heißem Wasserdampf befeuchtet die Atemwege und löst festsitzenden Schleim. Ein paar Tropfen Kamillen- oder Thymiantee im Wasser verstärken den wohltuenden Effekt. Kopf über den Topf, Handtuch darüber, zehn Minuten ruhig atmen.
Schlaf, Ruhe und warme Flüssigkeiten
Das oft unterschätzte Hausmittel ist schlicht Ruhe. Während wir schlafen, arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren und produziert die Abwehrstoffe, die eine Erkältung schneller beenden 5. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag, bevorzugt warm, halten die Schleimhäute feucht und unterstützen den Körper beim Abtransport von Viren und Schleim. Tee, Brühe, stilles Wasser, alles zählt.
CBD bei Erkältung: Was sagt die Forschung?
CBD ist kein Wundermittel, und es wird auch in Zukunft keine Erkältung heilen. Es gibt aber mehrere Forschungsfelder, in denen CBD Eigenschaften zeigt, die bei Erkältungssymptomen unterstützend wirken könnten. Wichtig ist die ehrliche Einordnung: die Datenlage ist vielversprechend, aber noch nicht abschließend.
Wie CBD im Körper wirkt
Cannabidiol wirkt nicht direkt wie ein klassisches Medikament, sondern beeinflusst ein körpereigenes Regulationssystem, das Endocannabinoid-System. Es umfasst Rezeptoren (CB1 und CB2), körpereigene Botenstoffe und Enzyme, die an sehr vielen Prozessen beteiligt sind: Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf und eben auch die Immunantwort 1. Besonders der CB2-Rezeptor findet sich reichlich auf Immunzellen und moduliert dort Entzündungsreaktionen.
Entzündungshemmung
Viele Erkältungsbeschwerden sind im Kern Entzündungen: gereizte Rachenschleimhaut, angeschwollene Nase, pochende Stirnhöhlen, Gliederschmerzen. Ein umfassender Review kam zu dem Schluss, dass Cannabinoide wie CBD proinflammatorische Zytokine (zum Beispiel TNF-alpha, IL-6 und IL-1 beta) regulieren können 2. Genau diese Botenstoffe sind für das typische Krankheitsgefühl während einer Erkältung mitverantwortlich.
Besser schlafen trotz Schnupfen
Eine verstopfte Nase raubt den Schlaf, und ohne Schlaf heilt der Körper schlechter. CBD wird unter anderem eingesetzt, um Einschlafzeit zu verkürzen und nächtliches Aufwachen zu reduzieren. Da erholsamer Schlaf die Bildung von Abwehrzellen und Gedächtnis-T-Zellen fördert 5, kann diese Wirkung den Genesungsprozess indirekt unterstützen. Mehr Hintergrund dazu finden Sie in unserem Ratgeber zu CBD und Schlaf.
Stress herunterfahren, Immunsystem entlasten
Dauerstress ist einer der stärksten Immunbremser überhaupt. Wer während einer Erkältung zusätzlich unter Strom steht, verlängert den Infekt tendenziell 4. CBD wirkt anxiolytisch, also angstlösend, und kann das Nervensystem entlasten. So unterstützt es indirekt das, was der Körper gerade am dringendsten braucht: Ruhe.
Antibakterielle Eigenschaften
Nicht jede Erkältung bleibt rein viral. Bei geschwächter Abwehr kann es zu bakteriellen Zweitinfektionen kommen, etwa einer Nasennebenhöhlenentzündung. In einer Strukturaktivitätsstudie zeigten Cannabinoide eine starke Aktivität gegen grampositive Bakterien, darunter auch resistente Staphylococcus aureus-Stämme 3. Ob dieser Laboreffekt im menschlichen Organismus klinisch relevant ist, bleibt Gegenstand weiterer Forschung.
Sicherheitsprofil
Ein umfassender Review der klinischen Daten zur Sicherheit von CBD kam zu dem Ergebnis, dass das Cannabinoid bei moderaten Dosen gut verträglich ist, kein Abhängigkeitspotenzial besitzt und keine psychoaktive Wirkung zeigt 7. Mögliche leichte Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder trockener Mund treten meist erst bei hohen Dosen auf. Während einer Erkältung ist das ein wichtiger Aspekt, weil der Körper ohnehin mit dem Infekt beschäftigt ist.
„Erkältungen gehen fast immer von alleine vorbei. CBD heilt sie nicht, kann aber das allgemeine Befinden verbessern, bei Schlafproblemen unterstützen und durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Hausmitteln sein. Entscheidend sind und bleiben Ruhe, Flüssigkeit und eine realistische Erwartungshaltung.“
CBD richtig anwenden während einer Erkältung
Die wichtigste Regel lautet: klein anfangen, langsam steigern. Jeder Mensch reagiert ein wenig anders auf CBD, weil das Endocannabinoid-System individuell ausgeprägt ist. Für die meisten Erwachsenen bewährt sich dieser Ansatz.
Dosierung und Form
Welche Form passt, hängt vor allem vom Alltag und vom Geschmack ab. In unserer Kategorie CBD Öl finden Sie verschiedene Konzentrationen (meist 5, 10 oder 15 Prozent), die sich für unterschiedliche Anwendungen eignen.
- Sublinguale Anwendung (Öl): Zwei bis fünf Tropfen eines 5- oder 10-prozentigen CBD-Öls unter die Zunge geben und dort 60 Sekunden einwirken lassen. Über die Mundschleimhaut gelangt das Cannabidiol rasch in den Blutkreislauf. Zwei bis drei Anwendungen pro Tag sind üblich.
- Im Tee oder warmem Honig: Wer den Eigengeschmack mildern möchte, kann die gleiche Tropfenzahl in einen lauwarmen Tee (nicht kochend heiß) oder in einen Teelöffel Honig einrühren. Praktisch vor dem Schlafengehen.
- Dampfinhalation: Ein bis zwei Tropfen CBD-Öl in eine Schüssel mit heißem Wasser geben, Kopf mit einem Handtuch abdecken und etwa zehn Minuten inhalieren. Besonders angenehm bei verstopfter Nase.
- Kapseln: Geschmacksneutral, exakt dosiert und ideal unterwegs. Der Wirkungseintritt dauert hier allerdings etwas länger, da der Wirkstoff den Magen passieren muss.
Einstiegsregel: Mit 5 mg CBD pro Einnahme starten und die Dosis alle zwei bis drei Tage leicht erhöhen, bis sich eine spürbare Wirkung einstellt. Mehr hilft nicht automatisch mehr.
Timing während des Tages
Am Morgen sorgt eine kleine Dosis für mehr Ausgeglichenheit, ohne müde zu machen. Die Abenddosis darf etwas höher ausfallen, damit der Körper leichter in den Schlaf findet. Bei Fieberschüben oder bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol, Ibuprofen oder anderen Medikamenten empfiehlt sich vorher eine ärztliche Rücksprache. Weitere Details zur Einnahme finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden zur CBD-Dosierung.
Qualität erkennen
Seriöse CBD-Öle tragen einen aktuellen Analysebericht (Certificate of Analysis) eines unabhängigen Labors. Dort lassen sich CBD-Gehalt, THC-Gehalt (maximal 0,2 Prozent in der EU) und Verunreinigungen nachlesen. Vollspektrum-Öle enthalten neben CBD auch weitere Cannabinoide wie CBG und Terpene, die den sogenannten Entourage-Effekt auslösen können.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Eine unkomplizierte Erkältung heilt in aller Regel von selbst aus. Es gibt aber einige Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung ratsam oder notwendig ist, unabhängig davon, welches Hausmittel gerade zum Einsatz kommt.
Ärztlich abklären lassen bei:
- Fieber über 39 °C oder länger als drei Tage anhaltend
- Atemnot, pfeifender Atmung oder starken Brustschmerzen
- Symptomen, die nach zehn Tagen nicht besser werden oder sich verschlechtern
- blutigem oder stark gelb-grünem Auswurf
- einseitigen starken Gesichtsschmerzen (Verdacht auf Nebenhöhlenentzündung)
- Ohrenschmerzen, starken Kopfschmerzen oder steifem Nacken
- bekannten Vorerkrankungen wie Asthma, Herzinsuffizienz oder geschwächtem Immunsystem
Vier Rezepte für die Erkältungszeit
CBD-Öl ist weitgehend geschmacksneutral und lässt sich in viele warme Getränke oder Speisen einrühren. Die folgenden vier Rezepte sind bewusst schlicht gehalten, schnell zubereitet und lassen sich nach eigenem Geschmack anpassen.
1. Klassische Hühnernudelsuppe
Zutaten
- 1 Hähnchenbrust
- 1 Tasse Nudeln nach Wahl
- 1 TL Olivenöl
- 1 kleine Zwiebel, gehackt
- 2 Knoblauchzehen, gehackt
- 1 Karotte, in Scheiben
- 1 Stange Staudensellerie
- Salz, Pfeffer, frische Petersilie
Zubereitung
Hähnchenbrust in einem Topf mit knapp einem Liter Wasser zum Kochen bringen und rund 20 Minuten sanft simmern lassen. Fleisch herausnehmen und in Stücke zupfen. In einem zweiten Topf Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Karotte und Sellerie kurz anschwitzen.
Die Brühe vom ersten Topf dazugießen, das Hähnchenfleisch und die Nudeln hinzufügen und weitere 10 bis 15 Minuten köcheln, bis die Nudeln bissfest sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Petersilie darüberstreuen und heiß servieren.
2. Honig-Ingwer-Tee mit CBD
Zutaten
- 1 Tasse Wasser
- 1 TL frischer Ingwer, in Scheiben
- 1 TL Honig
- 1 TL Zitronensaft
- eine Prise Zimt
- 2 bis 5 Tropfen CBD-Öl
Zubereitung
Wasser mit dem Ingwer aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren vom Herd nehmen, Honig, Zitronensaft und Zimt einrühren und den Tee in eine Tasse gießen. Erst dann das CBD-Öl hinzufügen, da sehr hohe Temperaturen die Wirkstoffe unnötig belasten können.
3. Honig-Hanf-Smoothie
Zutaten
- 1 Tasse Mandel- oder Hafermilch
- 1 EL geschälte Hanfsamen
- 1 TL Honig
- 1/2 TL Zimt
- 1/2 TL Vanilleextrakt
- optional: ein paar Eiswürfel
Zubereitung
Alle Zutaten in einen Mixer geben und zwei bis drei Minuten auf höchster Stufe mixen, bis eine glatte Konsistenz entsteht. Hanfsamen liefern dabei Omega-3-Fettsäuren, Protein, Magnesium und Vitamin E, gerade bei angeschlagenem Immunsystem eine runde Nährstoffmischung.
4. Zitrus-Kräuter-Tee mit CBD
Zutaten
- 1 Bio-Orange
- 1 Bio-Zitrone
- 1/4 Tasse frische Minzblätter
- 1/4 Tasse frische Rosmarinnadeln
- 500 ml Wasser
- 5 Tropfen CBD-Öl
Zubereitung
Orange und Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Minze und Rosmarin grob hacken. Alles zusammen in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen und bei mittlerer Hitze zehn bis fünfzehn Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb in eine Tasse gießen, leicht abkühlen lassen und dann das CBD-Öl einrühren.
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Häufige Fragen
Kann ich CBD-Öl bei einer Erkältung gleichzeitig mit Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen?
In den meisten Fällen ist eine einmalige Kombination unproblematisch, gerade bei niedrigen CBD-Dosen unter 25 mg. CBD kann jedoch die Aktivität bestimmter Leberenzyme (Cytochrom P450) beeinflussen, über die auch Schmerzmittel abgebaut werden. Bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten, bei Vorerkrankungen oder wenn Sie zusätzlich Blutverdünner, Antidepressiva oder Antiepileptika nehmen, sollten Sie die Kombination vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
Wie schnell wirkt CBD bei Erkältungssymptomen?
Bei sublingualer Einnahme (Tropfen unter die Zunge) setzt die Wirkung meist nach 15 bis 30 Minuten ein und hält etwa vier bis sechs Stunden an. Kapseln brauchen länger, oft 45 bis 90 Minuten, wirken dafür in der Regel länger. Bei Inhalation von CBD-Dampf geht es am schnellsten, schon nach wenigen Minuten sind Effekte spürbar. Ein vollständiger Effekt auf Schlafqualität oder das allgemeine Befinden kann sich aber auch erst nach einigen Tagen regelmäßiger Anwendung zeigen.
Ist CBD bei Kindern mit einer Erkältung sinnvoll?
Für Kinder ist die Datenlage deutlich dünner als für Erwachsene. Im Erkältungskontext empfehlen wir für Kinder unter zwölf Jahren ausdrücklich keine eigenmächtige CBD-Anwendung. Klassische Hausmittel wie warme Flüssigkeiten, Inhalation mit Kamille, viel Schlaf und bei Bedarf ärztlich empfohlene Nasentropfen sind hier die bessere Wahl. Falls Sie den Einsatz von CBD beim Kind trotzdem erwägen, führt der Weg über eine kinderärztliche Beratung.
Welche CBD-Form eignet sich am besten bei Husten und Halsschmerzen?
Bei entzündetem Hals liegen zwei Varianten vorn. Erstens ein Teelöffel Honig mit zwei bis drei Tropfen CBD-Öl, der sich wie ein sanfter Film auf die Schleimhaut legt. Zweitens ein warmer Tee mit eingerührtem CBD-Öl, der gleichzeitig Flüssigkeit liefert und die Atemwege befeuchtet. Bei festsitzendem Husten mit Schleim kann zusätzlich eine Inhalation mit einem bis zwei Tropfen CBD hilfreich sein. Wichtig ist geduldiges, ruhiges Atmen und ein realistischer Blick: CBD ersetzt keinen Hustensaft mit nachgewiesener Wirkung, kann aber unterstützend eingesetzt werden.
Weiterlesen auf CBDNOL
The Endocannabinoid System, Our Universal Regulator
Journal of Young Investigators, 17(1)
PMCID: PMC5877694
Direkt im Artikeltext verlinkte Quelle: Das Endocannabinoid-System ist ein weitverzweigtes Rezeptorsystem (CB1, CB2 und Endocannabinoide wie Anandamid), das vitale Körperfunktionen reguliert, darunter Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf und Immunantwort. CB2-Rezeptoren sind besonders dicht in Immunzellen (T-Zellen, Makrophagen, NK-Zellen) exprimiert und steuern Entzündungsreaktionen. CBD interagiert indirekt mit dem ECS und kann so das Immunsystem modulieren.
Quelle ansehen (PubMed Central)Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs
Future Medicinal Chemistry, 1(7), 1333-1349
PMCID: PMC2828614 · DOI: 10.4155/fmc.09.93
Umfassender Review zur anti-inflammatorischen Wirkung von Cannabinoiden über CB2-Rezeptoren im Immunsystem: CBD hemmt proinflammatorische Zytokine (TNF-alpha, IL-6, IL-1 beta), die bei einer Erkältung für Halsentzündung, Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl verantwortlich sind. Gleichzeitig reguliert CBD T-Zell-Aktivierung und die Aktivität von Makrophagen.
Quelle ansehen (PubMed Central)Antibacterial Cannabinoids from Cannabis sativa: A Structure-Activity Study
Journal of Natural Products, 71(8), 1427-1430
PMID: 18681481 · DOI: 10.1021/np8002673
Strukturaktivitätsstudie zu Cannabinoiden als antibakterielle Wirkstoffe: CBD und CBG zeigten starke Aktivität gegen grampositive Bakterien, einschließlich methicillinresistenter Staphylococcus aureus-Stämme (MRSA). Bakterielle Zweitinfektionen (etwa bakterielle Sinusitis oder Bronchitis) sind eine häufige Erkältungskomplikation, besonders bei geschwächtem Immunsystem.
Quelle ansehen (PubMed)Chronic stress, glucocorticoid receptor resistance, inflammation, and disease risk
Proceedings of the National Academy of Sciences, 109(16), 5995-5999
PMID: 22232432 · DOI: 10.1073/pnas.1118355109
Renommierte Carnegie-Mellon-Humanstudie zur Verbindung zwischen Stress und Infektionsanfälligkeit: Chronischer Stress unterdrückt die Glukokortikoid-Rezeptorsensitivität von Immunzellen, wodurch proinflammatorische Zytokine unkontrolliert produziert werden und das Immunsystem Infektionen schlechter abwehren kann. Personen mit hoher Stressbelastung erkrankten signifikant häufiger und schwerer an Erkältungen.
Quelle ansehen (PubMed)Sleep and immune function
Pflügers Archiv, European Journal of Physiology, 463(1), 121-137
PMCID: PMC3256323 · DOI: 10.1007/s00424-011-1044-0
Grundlegender immunologischer Review zur Schlaf-Immunachse: Im Tiefschlaf (Slow-Wave-Sleep) werden proinflammatorische Zytokine (IL-1 beta, TNF-alpha) verstärkt ausgeschüttet und T-Gedächtniszellen aktiviert. Schlaf ist der primäre Regenerationszeitraum des Immunsystems. Schlafmangel reduziert die Aktivität natürlicher Killerzellen und erhöht das Erkältungsrisiko messbar.
Quelle ansehen (PubMed Central)Fresh ginger (Zingiber officinale) has anti-viral activity against human respiratory syncytial virus in human respiratory tract cell lines
Journal of Ethnopharmacology, 145(1), 146-151
PMID: 23123794 · DOI: 10.1016/j.jep.2012.10.043
In-vitro-Studie zur antiviralen Wirkung von frischem Ingwer gegen das humane Respiratory Syncytial Virus (RSV) in Atemwegszellinien: Frischer Ingwer, nicht getrockneter, hemmte die Virusanhaftung und -replikation signifikant und steigerte die mukoziliäre Abwehr der Atemwegszellen. Die Wirkung wird auf bioaktive Gingerole zurückgeführt.
Quelle ansehen (PubMed)An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies
Cannabis and Cannabinoid Research, 2(1), 139-154
PMCID: PMC5569602
Umfassender Sicherheitsreview auf Basis klinischer und präklinischer Daten: CBD ist bei moderaten Dosen sehr gut verträglich, kein Missbrauchspotenzial, kein Abhängigkeitsrisiko, keine psychoaktiven Effekte. Mögliche leichte Nebenwirkungen (Müdigkeit, Durchfall, Mundtrockenheit) treten nur bei sehr hohen Dosen auf.
Quelle ansehen (PubMed Central)
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