Cannabidiphorol, kurz CBDP, ist eines der jüngsten Phytocannabinoide der Hanfpflanze. Erst 2019 von einem italienischen Forscherteam identifiziert, steht es seither im Fokus der Cannabinoid-Forschung.1 Was es von klassischem CBD unterscheidet, ist eine strukturelle Besonderheit: CBDP besitzt eine um zwei Glieder verlängerte Alkyl-Seitenkette und bindet dadurch anders an die Rezeptoren des Endocannabinoidsystems. Bei CBDNOL® steht dieses außergewöhnliche Cannabinoid in zwei Formen zur Verfügung: als Alien OG Blüten aus österreichischem Indoor-Anbau und als Kashmir Hasch mit traditioneller Herstellung. Beide Produkte stammen aus EU-zertifiziertem Hanf und werden in unabhängigen Laboren geprüft.
Inhaltsverzeichnis
Was ist CBDP (Cannabidiphorol)?
CBDP steht für Cannabidiphorol und ist ein natürlich in der Hanfpflanze vorkommendes Phytocannabinoid. Es gehört zur selben Verbindungsklasse wie CBD, unterscheidet sich von diesem jedoch durch eine veränderte molekulare Seitenstruktur. Die Molekularformel lautet C₂₃H₃₄O₂, und das Cannabinoid ist auch unter den Bezeichnungen CBD-C7 und CBD-heptyl bekannt.
In der Hanfpflanze kommt CBDP nur in sehr geringen Mengen vor. Aus diesem Grund wird es für kommerzielle Produkte in der Regel durch biochemische Umwandlung aus CBD-Isolat gewonnen. Dieser Prozess ist gut kontrollierbar und erlaubt es, reproduzierbare Konzentrationen für Laboranalysen und Endprodukte herzustellen.
Die molekulare Besonderheit: Sieben statt fünf
Der entscheidende Unterschied zwischen CBDP und CBD liegt in der Länge der Alkyl-Seitenkette. Bei konventionellem CBD besteht diese Kette aus fünf Kohlenstoffatomen. Bei CBDP sind es sieben. Diese zwei zusätzlichen Glieder sind chemisch gesehen eine kleine Änderung, können aber relevant sein, wie das Molekül mit den Rezeptoren des Endocannabinoidsystems in Wechselwirkung tritt.1
Bekannt ist dieses Prinzip bereits von THCP, dem psychoaktiven Gegenstück zu CBDP: Dort führte die verlängerte Seitenkette nachweislich zu einer erhöhten Bindungsaffinität am CB1-Rezeptor.2 Ob sich bei CBDP ein analoges Muster zeigt, ist Gegenstand laufender Forschung. Die bisherigen Erkenntnisse sind vorläufig, aber wissenschaftlich begründet.
Wie CBDP im Körper wirkt
CBDP interagiert mit dem Endocannabinoidsystem, das aus zwei Hauptrezeptortypen besteht: CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und CB2-Rezeptoren in Immunzellen und peripheren Geweben. Die Aktivierung dieser Rezeptoren beeinflusst Prozesse wie Schmerzempfinden, Entzündungsreaktion, Stimmung und Appetit.2
Zusätzlich zur CB1/CB2-Interaktion zeigt CBDP wie CBD auch eine Aktivität am 5-HT1A-Serotoninrezeptor.4 Dieser Rezeptor steht in engem Zusammenhang mit Stimmungsregulation und angstlösendem Verhalten. Im Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Terpene entsteht dabei der sogenannte Entourage-Effekt: Die Einzelbestandteile verstärken sich gegenseitig und erzielen gemeinsam eine breitere Wirkung als jeder Stoff für sich allein.3
Da CBDP erst seit wenigen Jahren bekannt ist, stammen die meisten Erkenntnisse aus präklinischen Studien und In-vitro-Experimenten. Kontrollierte klinische Studien am Menschen stehen noch weitgehend aus. Alle Aussagen zu therapeutischem Potenzial sind daher als vorläufig einzuordnen.
CBD-P ist ein vergleichsweise neues Phytocannabinoid, das aufgrund seiner einzigartigen chemischen Struktur und stärkeren Rezeptorbindung als besonders interessant gilt und Gegenstand wachsender Forschung ist.
Josef Eckmair MBA, Geschäftsführer CBDNOL
CBDP Produkte bei CBDNOL
CBDNOL® bietet zwei CBDP-Produkte aus EU-zertifiziertem Hanf an, beide laborgeprüft und mit vollständigem Analysezertifikat.
Alien OG CBDP Blüten
CBDP Blüten Alien OG
Aus biologischem Indoor-Anbau in Österreich, ohne Pestizide und Herbizide. Reich an CBD, CBDa und CBD-P. Mit offenem Analysezertifikat.
Zum ProduktDie Alien OG CBDP Blüten stammen aus einer kontrollierten Innenraumumgebung in Österreich. Sie werden handverlesen, pestizid- und herbizidfreifrei angebaut und anschließend mit CBDP-Destillat angereichert, um einen besonders hohen CBD-P-Gehalt zu erzielen. Das Aroma verbindet fruchtige mit erdigen Noten.
Kashmir CBDP Hasch
Kashmir CBDP Hasch
Aus Nordindien, traditionell nach Art des Charas hergestellt. Würziger, intensiver Charakter. Konzentrierte Cannabinoid- und Terpenprofil.
Zum ProduktKashmir Hasch wird nach der Charas-Methode produziert: Das Harz wird direkt von lebenden Hanfpflanzen abgerollt, was zu einem charakteristisch würzigen und leicht scharfen Geschmack führt. Als konzentrierte Cannabinoid-Form enthält es ein dichteres Wirkstoffspektrum als unverarbeitete Blüten. Für mehr zum Thema CBD Hasch steht das gesamte Sortiment von CBDNOL® bereit.
Therapeutisches Potenzial und Forschungsstand
Erste präklinische Erkenntnisse deuten auf drei Wirkungsbereiche hin, die für künftige Forschung relevant sein könnten.
Entzündungshemmende Eigenschaften
Über die CB2-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems moduliert CBDP vermutlich Entzündungsvorgänge. Ähnliche Mechanismen sind für CBD gut dokumentiert: Es hemmt pro-inflammatorische Zytokine und beeinflusst den NF-κB-Signalweg.6 Ob CBDP durch seine stärkere Rezeptorbindung hier effizienter wirkt, muss durch klinische Studien noch belegt werden.
Schmerzmodulation
Die Interaktion mit CB1-Rezeptoren beeinflusst Schmerzübertragungswege. Molekulare Studien zeigen, dass strukturverwandte Cannabinoide auf mehrere Zielrezeptoren gleichzeitig wirken können, darunter Ionenkanäle und TRPV1-Rezeptoren, die maßgeblich an der Schmerzempfindung beteiligt sind.7
Krebsforschung: erste In-vitro-Daten
Eine Studie aus 2021 untersuchte, ob CBDP ähnlich wie CBD in Zellkulturen auf Brustkrebszellen einwirken kann. In der Brustkrebsforschung ist für CBD bereits bekannt, dass es in Krebszellen reaktive Sauerstoffspezies erzeugt und selektiv zum Zelltod führt, ohne gesunde Zellen zu beeinträchtigen.5 Die Übertragbarkeit auf CBDP ist noch spekulativ und erfordert weitere kontrollierte Studien.
CBDP, CBD und THCP im Vergleich
| Eigenschaft | CBD | CBDP | THCP |
|---|---|---|---|
| Alkyl-Seitenkette | 5 Glieder | 7 Glieder | 7 Glieder |
| Psychoaktiv | Nein | Nein | Ja (sehr stark) |
| CB1-Bindungsaffinität | Gering | Möglicherweise höher | Sehr hoch |
| 5-HT1A-Aktivität | Ja (belegt) | Ja (angenommen) | Unklar |
| Forschungsstand | Gut dokumentiert | Früh, präklinisch | Sehr früh |
| Legal in DE/AT/CH | Ja | Ja | Nein |
Was Sie beim Kauf beachten sollten
Da CBDP ein noch wenig erforschtes Cannabinoid ist, spielen Transparenz und Produktqualität eine besonders wichtige Rolle. Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:
- Analysezertifikat (COA) je Charge, ausgestellt von einem unabhängigen EU-Labor
- Klare Angabe des THC-Gehalts unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert
- Herkunftsnachweis aus EU-zertifiziertem Nutzhanf
- Vollständige Inhaltsstoffliste ohne unnötige Füllstoffe
- Serioser Anbieter ohne übertriebene Heilversprechen
Da CBDP intensiver wirken kann als herkömmliches CBD, empfiehlt es sich generell, mit einer geringen Dosis zu beginnen und die Reaktion des Körpers zu beobachten, bevor die Dosis gesteigert wird. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder unter gesundheitlichen Beschwerden leiden, sollten Sie vor der Anwendung einen Arzt oder Apotheker konsultieren.
Was ist CBDP
Natürliches Phytocannabinoid der Hanfpflanze, erstmals 2019 isoliert. Kommt nur in sehr kleinen Mengen vor und wird oft aus CBD angereichert.
- Neu entdeckt seit 2019
- 7-gliedrige Alkylkette
- Aus CBD-Isolat gewonnen
Struktureller Unterschied
Zwei zusätzliche Kohlenstoffglieder in der Seitenkette verändern die Interaktion mit CB1- und CB2-Rezeptoren. Die genauen Effekte werden noch erforscht.
- Veränderte Rezeptorbindung
- Nicht psychoaktiv
- 5-HT1A-Aktivität vermutet
Qualität und Sicherheit
Laboranalyse je Charge und klare Kennzeichnung sind bei einem neuen Cannabinoid besonders wichtig. EU-Zertifizierung schafft Vertrauen.
- COA je Charge prüfen
- THC-Angabe kontrollieren
- Herkunft nachvollziehbar
Rechtslage DE/AT/CH
CBDP aus EU-zertifiziertem Hanf ist legal erhältlich, sofern der THC-Gehalt den gesetzlichen Grenzwert nicht überschreitet.
- THC ≤ 0,2% (EU-Standard)
- Kein Betäubungsmittel
- Seriöse Händler kaufen
Häufige Fragen kurz beantwortet
Ist CBDP psychoaktiv?
Nein. CBDP erzeugt keinen Rausch und ist nicht psychoaktiv. Die Wahrnehmung kann je nach Person jedoch individuell sein.
CBDP vs. THCP
THCP ist stark psychoaktiv und in Deutschland verboten. CBDP hat dieselbe Kettenstruktur, ist aber nicht psychoaktiv und legal erhältlich.
Dosierung
Mit einer kleinen Menge beginnen und Körperreaktion beobachten. Bei Medikamenten immer vorher ärztlichen Rat einholen.
Häufige Fragen zu CBDP
Ist CBDP in Deutschland, Österreich und der Schweiz legal kaufbar?
Ja. CBDP aus EU-zertifiziertem Nutzhanf ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz legal erhältlich, solange der THC-Gehalt den gesetzlichen Grenzwert nicht überschreitet. In der EU liegt dieser Grenzwert in der Regel bei 0,2 Prozent THC. CBDP selbst ist kein Betäubungsmittel und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.
Wichtig ist, bei seriösen Anbietern zu kaufen, die ein vollständiges Analysezertifikat pro Charge bereitstellen und ihre Produkte in unabhängigen EU-Laboren testen lassen. So lässt sich die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben nachvollziehen.
Was ist der genaue Unterschied zwischen CBD, CBDP und THCP?
Alle drei Verbindungen stammen aus der Hanfpflanze und gehören zur Gruppe der Phytocannabinoide. Der entscheidende Unterschied liegt in der Länge der Alkyl-Seitenkette: CBD besitzt fünf Kohlenstoffatome, CBDP und THCP jeweils sieben. Diese zwei zusätzlichen Glieder verändern, wie das Molekül mit den Rezeptoren des Endocannabinoidsystems interagiert.
THCP ist stark psychoaktiv und in Deutschland nicht legal erhältlich. CBDP hingegen ist nicht psychoaktiv und verhält sich in dieser Hinsicht wie CBD. Es erzeugt keinen Rausch. Die genauen Unterschiede in den therapeutischen Profilen von CBD und CBDP sind Gegenstand laufender Forschung.
Wie beginnt man am besten mit der Anwendung von CBDP-Produkten?
Da CBDP stärker wirken kann als herkömmliches CBD, empfiehlt es sich, mit einer besonders kleinen Einstiegsmenge zu beginnen und die Reaktion des Körpers genau zu beobachten. Nehmen Sie nach der ersten Anwendung ausreichend Zeit, um die Wirkung einzuschätzen, bevor Sie die Menge schrittweise erhöhen.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder unter gesundheitlichen Problemen leiden, ist ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker vor der ersten Anwendung unbedingt ratsam. Obwohl CBDP nicht psychoaktiv ist, kann es Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten geben.
Welche CBDP-Produkte gibt es bei CBDNOL, und worin unterscheiden sie sich?
CBDNOL® bietet zwei CBDP-Produkte an. Die Alien OG CBDP Blüten stammen aus biologischem Indoor-Anbau in Österreich. Sie werden handverlesen, pestizidfrei kultiviert und anschließend mit CBDP-Destillat angereichert. Das Ergebnis ist ein breites Cannabinoidprofil mit besonders hohem CBD-P-Gehalt und fruchtig-erdigen Aromaeigenschaften.
Das Kashmir CBDP Hasch kommt aus Nordindien und wird nach der traditionellen Charas-Methode hergestellt, bei der das Harz direkt von lebenden Pflanzen abgerollt wird. Es hat ein konzentrierteres Cannabinoidprofil als Blüten, einen würzigen, intensiven Geschmack und ist besonders für Kenner klassischer Haschprodukte interessant. Beide Produkte werden in unabhängigen EU-Laboren analysiert und sind mit Analysezertifikat erhältlich.
Hallo,CDBP müsste es auch als Öl geben! Danke für eure Arbeit, die informativen Beiträge! Grüße Rebecca
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