CBD Blüten Tabak

CBD Blüten: Die Alternative für Raucher

Eine Zigarette weniger pro Tag, dann zwei, dann fünf. Wer schon einmal mit dem Rauchen aufgehört hat, kennt diese Logik. Und kennt auch das Loch danach: Unruhe am Vormittag, schlechter Schlaf, das Verlangen, das in die Hand kriecht. CBD Blüten sind kein Wundermittel gegen Nikotinsucht. Aber zwei klinische Pilotstudien deuten an, dass Cannabidiol bei genau diesen Punkten ansetzen kann, dem Verlangen und der Reizempfindlichkeit. Dieser Beitrag fasst zusammen, was die Forschung wirklich zeigt, wo die Grenzen liegen und wie CBD Blüten in einen ehrlichen Rauchstopp passen.

Aktualisiert: April 2026 10 Min. Lesezeit 1.950 Wörter Christian Eckmair 7 Quellen
Inhaltsverzeichnis
  1. Nikotin und warum es so schwer loszulassen ist
  2. Wie CBD beim Rauchstopp ansetzt
  3. CBD Blüten oder CBD Öl?
  4. Verbrennen, vapen oder Tee? Drei sehr verschiedene Wege
  5. Eine ehrliche Strategie für die ersten vier Wochen
  6. Qualität und Sicherheit
  7. Häufig gestellte Fragen
  8. Quellen & Studien

Nikotin und warum es so schwer loszulassen ist

Nikotin trifft das Belohnungssystem im Gehirn innerhalb von etwa zehn Sekunden nach dem Inhalieren. Es flutet die nikotinischen Acetylcholin-Rezeptoren, setzt Dopamin frei und schreibt mit jedem Zug eine kleine, sehr stabile Lernspur ein: Stress kommt, Zigarette kommt, Erleichterung kommt. Nach Monaten oder Jahren ist diese Schleife so tief eingebrannt, dass sie sich auch dann meldet, wenn man eigentlich aufhören möchte. Das Verlangen ist nicht eingebildet. Es ist ein gelernter Reflex.

Beim körperlichen Entzug zeigt sich das in Form von Reizbarkeit, Unruhe, Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen, Appetitveränderungen und in vielen Fällen einer dumpfen, kaum greifbaren Niedergeschlagenheit. Der Höhepunkt liegt typischerweise zwischen Tag drei und Tag zehn nach der letzten Zigarette. Genau in dieser Phase scheitern die meisten Versuche, denn der Wunsch nach Erleichterung ist stärker als der Vorsatz vom Vortag.

Das ist der Hintergrund, vor dem CBD interessant wird. Cannabidiol macht nicht süchtig, es greift nicht in das Belohnungssystem ein wie Nikotin oder THC, und es scheint nach den bislang vorliegenden Daten an einer Reihe von Symptomen anzusetzen, die einen Rauchstopp besonders zermürben.

Wie CBD beim Rauchstopp ansetzt

Reduzierung der Zigarettenanzahl

Die direkteste Studie zum Thema kommt aus London. Eine Forschungsgruppe um Celia Morgan am University College London teilte 24 Raucher in zwei Gruppen ein. Die eine Hälfte erhielt einen Inhalator mit Cannabidiol, die andere ein optisch identisches Placebo. Beide Gruppen sollten den Inhalator immer dann benutzen, wenn das Verlangen nach einer Zigarette aufkam. Eine Woche lang. In der Placebo-Gruppe änderte sich am täglichen Konsum nichts. In der CBD-Gruppe sank die Anzahl der gerauchten Zigaretten um rund vierzig Prozent1. Das war eine Pilotstudie mit kleiner Fallzahl, also kein endgültiger Beweis. Aber das Signal war stark genug, dass die Forschung an diesem Ansatz seither weiterläuft.

Cue-Reaktivität und das automatische Verlangen

Eine zweite, methodisch sauberere Untersuchung derselben Forschergruppe ging der Frage nach, was im Gehirn passiert, wenn ein Raucher Zigarettenreize sieht. Bilder von qualmenden Zigaretten, von Aschenbechern, von Pausen mit Kollegen. Solche Reize verstärken das Verlangen oft mehr als der eigentliche Nikotinmangel. Dreißig abhängige Raucher kamen über Nacht ohne Zigarette aus, bekamen am nächsten Morgen entweder 800 Milligramm CBD oder ein Placebo, und absolvierten dann eine Aufgabe zur visuellen Aufmerksamkeit. Unter CBD verloren die Zigarettenbilder ihre besondere Anziehungskraft. Sie wurden nicht mehr automatisch ins Zentrum des Blicks gezogen und auch nicht mehr als angenehmer empfunden als neutrale Bilder2. Das Verlangen selbst änderte sich in dieser einmaligen Dosis nicht direkt, aber die unbewusste Reizempfindlichkeit nahm messbar ab.

Schlaf, Anspannung und die schlechten ersten Tage

Im Entzug kippen vor allem zwei Bereiche, der Schlaf und die innere Ruhe. Eine Übersichtsarbeit aus dem Department of Psychiatry der NYU School of Medicine zeigt, dass CBD in mehreren kontrollierten Studien anxiolytische Effekte hat, die sich in der Größenordnung etablierter Medikamente bewegen, allerdings ohne deren Sedierung und ohne Abhängigkeitspotenzial4. Eine retrospektive Auswertung an einer Klinik in Colorado mit 72 Patienten ergänzt das Bild aus der Praxis. Innerhalb des ersten Monats sanken die Angstwerte bei knapp achtzig Prozent der Behandelten, die Schlafqualität verbesserte sich bei rund zwei Dritteln5. Diese Daten beziehen sich nicht spezifisch auf Raucher im Entzug, beschreiben aber genau die Symptome, die einen Rauchstopp typischerweise begleiten.

Was das alles nicht heißt. CBD ersetzt keine Therapie und ist kein zugelassenes Mittel zur Raucherentwöhnung. Die genannten Studien zeigen Wirkrichtungen, keine Heilversprechen. Wer ernsthaft aufhören möchte, kombiniert die Hilfe von CBD am besten mit verhaltenstherapeutischer Begleitung. In Deutschland ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Programm rauchfrei-info.de der erste, kostenlose Anlaufpunkt.

CBD Blüten oder CBD Öl?

Beim Aufhören entscheidet oft nicht nur die Pharmakologie, sondern auch das Ritual. Genau hier haben CBD Blüten einen Vorteil, den ein Öl nicht bieten kann. Wer raucht, hat den ganzen Tag eine Geste eingeübt, die mit dem körperlichen Eingriff fest verknüpft ist. Eine Hand, die etwas hält. Ein Rhythmus aus Anziehen und Ausatmen. Eine kurze Pause aus dem Alltag heraus. CBD Blüten erlauben es, diese Geste vorerst beizubehalten und gleichzeitig die schädliche Substanz zu tauschen. CBD Öl wirkt dagegen länger und gleichmäßiger über den Tag, lässt aber das Ritual leer.

In der Praxis funktioniert eine Kombination am besten. Das CBD Öl bildet die Basisversorgung, ein paar Tropfen morgens, ein paar abends. Die Blüten kommen ins Spiel, wenn das Verlangen akut wird, wenn das Telefonat länger dauert oder der Tag nicht halten will. Wer ohnehin schon ein Vollspektrum-Produkt nutzt, hat über die Terpene und kleinere Cannabinoide einen weiteren beruhigenden Faktor mit dabei.

Verbrennen, vapen oder Tee? Drei sehr verschiedene Wege

An dieser Stelle wird es wichtig, zwischen den Konsumformen zu unterscheiden. Verbrennen erzeugt Schadstoffe, das gilt für Tabak ebenso wie für Hanf. Wer eine CBD-Blüte als Joint raucht, atmet zwar kein Nikotin ein, dafür aber Verbrennungsprodukte, Teer und reaktive Kohlenwasserstoffe. Aus gesundheitlicher Sicht ist das nicht der Weg, den ein Rauchstopp gehen sollte.

Die deutlich bessere Variante ist das Verdampfen, das sogenannte Vaporisieren. Ein Vaporizer erhitzt die Blüte präzise auf 180 bis 210 Grad Celsius. In diesem Bereich werden Cannabinoide und Terpene freigesetzt, ohne dass das Pflanzenmaterial verbrennt. Der Cochrane-Review von 2021 zur Raucherentwöhnung mit elektronischen Verdampfern zeigt, dass der Wechsel von der Verbrennung zu einer reinen Inhalation die Schadstoffbelastung deutlich reduziert6. Übertragen auf die CBD-Anwendung heißt das, ein guter Verdampfer macht aus einem fragwürdigen Ritual ein vertretbares.

Die dritte Variante, das Aufgießen als Tee, ist die mildeste. Sie eignet sich gut für den Abend, bringt aber die akute, schnell einsetzende Wirkung nicht. Wer das Ritual hinter sich lassen und ganz auf die orale Aufnahme umstellen möchte, ist mittelfristig mit einem CBD Öl besser beraten.

Konsumform Wirkeintritt Wirkdauer Bewertung beim Rauchstopp
Verbrennen (Joint) 1 bis 5 Min 2 bis 3 Std Nicht empfohlen, Schadstoffe
Vaporisieren (180 bis 210 °C) 1 bis 5 Min 2 bis 3 Std Beste Form, schadstoffarm
Tee oder Aufguss 30 bis 90 Min 4 bis 6 Std Sanft, gut für den Abend
CBD Öl unter der Zunge 15 bis 45 Min 4 bis 8 Std Stabile Basisversorgung

Eine ehrliche Strategie für die ersten vier Wochen

Wer einen Versuch starten möchte, kann sich grob an einem schrittweisen Vorgehen orientieren. Die folgenden Hinweise sind eine Idee, kein Behandlungsplan, und ersetzen keine ärztliche Begleitung.

Woche eins: gleiche Anzahl, neue Geste

In den ersten Tagen geht es nicht ums Aufhören. Es geht darum, einen Teil der täglichen Zigaretten durch eine Vape-Session mit CBD Blüten zu ersetzen. Wer fünfzehn Zigaretten am Tag raucht, ersetzt vielleicht fünf, immer in den Momenten, in denen das Ritual am wichtigsten ist. Morgens nach dem Aufstehen, nach dem Mittag, am Abend. Die Hand bleibt beschäftigt, der Mund auch, das Nikotin reduziert sich.

Woche zwei und drei: das Verhältnis kippt

Jetzt drehen sich die Anteile um. Mehr CBD-Pausen, weniger Tabak. In dieser Phase merken viele zum ersten Mal, dass die Lücke nach der nicht gerauchten Zigarette weniger schmerzt als gedacht, weil etwas anderes sie füllt. Die Forschung von Hindocha und Kollegen lässt vermuten, dass CBD in genau diesen Momenten die Reizempfindlichkeit dämpft2.

Woche vier: das Ritual loslassen

Wer es bis hierhin geschafft hat, kann das CBD-Inhalieren langsam ausschleichen. Vielleicht ersetzt ein paar Sessions ein Tee oder ein paar Tropfen Öl unter der Zunge. Vielleicht braucht es noch zwei, drei Wochen mehr. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem das Ritual fallen muss. Die Entscheidung trifft, wer aufgehört hat, selbst.

Wenn ein Versuch nicht hält. Rückfälle sind beim Rauchstopp die Regel, nicht die Ausnahme. Im Schnitt brauchen Menschen mehrere Anläufe. Das ist kein persönliches Versagen, sondern Teil der Lerngeschichte. Beim nächsten Versuch lohnt sich oft, mehr externe Hilfe einzubeziehen, etwa ärztliche Begleitung, eine Verhaltenstherapie oder das kostenlose Beratungstelefon der BZgA.

Qualität und Sicherheit

Cannabidiol selbst gilt als gut verträglich. Die WHO bewertete CBD 2018 in einem ausführlichen Bericht ihrer Expertenkommission als nicht abhängig machend und ohne psychoaktives Profil3. Eine umfangreiche Übersichtsarbeit von Iffland und Grotenhermen zieht eine ähnliche Bilanz auf Basis klinischer und tierexperimenteller Daten. Auch in Dosen bis 1500 Milligramm pro Tag treten meist nur milde Effekte auf, etwa Müdigkeit, Veränderungen im Appetit oder Verdauungsthemen7. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich, weil CBD bestimmte Leberenzyme beeinflusst. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, klärt das daher vorher mit dem Arzt oder der Apotheke.

Bei den Blüten selbst entscheidet die Qualität alles. Worauf in der Praxis zu achten ist:

Der THC-Gehalt muss unter 0,3 Prozent liegen, das ist die EU-rechtliche Grenze für Nutzhanfprodukte (seit 2023, vorher 0,2 Prozent). Der Hanf sollte aus EU-zertifiziertem Anbau stammen und idealerweise aus Indoor- oder Glashaus-Kultur, weil dort Schadstoffbelastung und Cannabinoidgehalt besser kontrollierbar sind. Unabhängige Laboranalysen, die Cannabinoidprofil, mikrobiologische Reinheit und Pestizidbelastung bestätigen, sind kein Marketingbeiwerk, sondern die Basis für ein sicheres Produkt. Seriöse Anbieter veröffentlichen diese Berichte offen.

Die gezielte Nutzung von CBD-Blüten bietet eine interessante Option für Menschen, die den Rauch- oder Nikotinkonsum reduzieren möchten, mit Fokus auf Qualität, bewusster Wahl und transparentem Anbau.

Christian Eckmair, Gründer CBDNOL

Amnesia Haze High CBD Blüten von CBDNOL
Empfehlung der Redaktion

Amnesia Haze High CBD Blüten

Hochwertige Indoor-Blüte mit 30 % CBD und THC unter 0,3 %. Belebendes, klares Aromaprofil mit Mandarine, Aronia und harzigen Noten. Ideal für die Tagesanwendung im Vaporizer.

Produkt ansehen

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt CBD beim Verlangen nach einer Zigarette?
Beim Vaporisieren von CBD Blüten setzt eine spürbare Wirkung in der Regel nach ein bis fünf Minuten ein und hält etwa zwei bis drei Stunden. Diese schnelle Verfügbarkeit macht die Blüte zur passenden Form für akute Verlangensspitzen. Über CBD Öl unter der Zunge baut sich die Wirkung langsamer auf, hält dafür länger und eignet sich besser für die Grundversorgung über den Tag.
Können CBD Blüten selbst süchtig machen?
Nach aktuellem Forschungsstand nein. Die WHO hat 2018 ausdrücklich festgestellt, dass Cannabidiol kein körperliches Abhängigkeitspotenzial und kein Missbrauchsprofil hat. Was sich durchaus entwickeln kann, ist eine Gewöhnung an das Ritual des Inhalierens, also die wiederholte Geste. Diese Gewöhnung ist deutlich leichter aufzulösen als eine Nikotinabhängigkeit, sollte beim Rauchstopp aber bewusst mitbedacht werden.
Sind CBD Blüten in Deutschland legal, wenn ich sie zur Rauchentwöhnung nutze?
CBD Blüten sind in Deutschland verkehrsfähig, sofern sie aus EU-zertifiziertem Nutzhanf stammen und der THC-Gehalt unter 0,3 Prozent liegt (EU-Grenzwert seit 2023). Sie werden rechtlich als landwirtschaftliches Erzeugnis zur Weiterverarbeitung oder zu Duft- und Aromazwecken eingestuft. Eine Bewerbung als Arzneimittel oder als Mittel zur Raucherentwöhnung ist nicht zulässig, die persönliche Anwendung wird davon nicht berührt.
Welche Stärke und welche Sorte passt für den Anfang?
Wer noch keine Erfahrung mit CBD hat, beginnt sinnvollerweise mit einer mittleren Konzentration im Bereich von 6 bis 10 Prozent CBD, einer ausgewogenen Genetik ohne ausgeprägt sedierende Terpene und einer kleinen Menge zum Probieren. Sehr hohe Konzentrationen wie 30 Prozent sind später eine Option, wenn klar ist, wie der eigene Körper reagiert. Mehr ist nicht automatisch besser, die wirksame Dosis ist individuell sehr unterschiedlich.
Medizinischer Hinweis. Die Inhalte dieses Beitrags ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie. CBD Blüten sind kein Arzneimittel und nicht zur Behandlung, Heilung oder Vorbeugung einer Erkrankung, einschließlich Tabakabhängigkeit, bestimmt. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, schwanger ist, stillt oder unter chronischen Erkrankungen leidet, klärt eine Anwendung vorher mit Arzt oder Apotheker. Für eine fundierte Begleitung beim Rauchstopp empfiehlt sich der Kontakt zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über rauchfrei-info.de.
Christian Eckmair
Geprüft von
Christian Eckmair
Gründer CBDNOL · CBD-Fachmann mit über 16 Jahren Cannabis-Erfahrung
Geprüft Inhaltlich geprüft von · Gründer CBDNOL & CBD-Fachmann · Stand: April 2026
1
Pilot-RCT (CBD-Inhalator: Reduktion Zigarettenkonsum -40 %)
Cannabidiol reduces cigarette consumption in tobacco smokers: preliminary findings
Addictive Behaviors, 38(9), 2433–2436
PMID: 23685330 · DOI: 10.1016/j.addbeh.2013.03.011
Doppelt verblindete, randomisierte Pilotstudie der Clinical Psychopharmacology Unit am University College London. 24 tabakabhängige Personen erhielten eine Woche lang ad hoc einen CBD-Inhalator (n=12) oder Placebo (n=12), zu nutzen jeweils bei aufkommendem Verlangen nach einer Zigarette. Während die Placebo-Gruppe ihren Konsum nicht veränderte, sank die Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten in der CBD-Gruppe um etwa 40 Prozent. Die Studie ist die erste klinische Arbeit, die einen direkten Effekt von Cannabidiol auf den Zigarettenkonsum dokumentiert und liefert die Hauptevidenz für die im Artikel beschriebene Reduktionswirkung. Limitation: kleine Fallzahl, Pilotcharakter, größere kontrollierte Studien sind nötig.
2
RCT (CBD und Cue-Reaktivität bei Rauchern)
Cannabidiol reverses attentional bias to cigarette cues in a human experimental model of tobacco withdrawal
Addiction, 113(9), 1696–1705
PMID: 29714034 · PMCID: PMC6099309 · DOI: 10.1111/add.14243
Experimentelle Humanstudie nach nächtlicher Zigarettenabstinenz. 30 abhängige Raucher erhielten in einem Cross-over-Design eine orale Einzeldosis von 800 Milligramm Cannabidiol oder ein Placebo und absolvierten anschließend eine Visual-Probe-Aufgabe mit Zigarettenreizen. Unter CBD nahm die Aufmerksamkeitsverzerrung gegenüber Zigarettenreizen signifikant ab, ebenso die Bewertung der Bilder als angenehm. Subjektives Verlangen und Entzugssymptome blieben in dieser einmaligen Dosis unverändert. Wissenschaftliche Grundlage für die im Artikel beschriebene Wirkung von CBD auf die unbewusste Reizempfindlichkeit bei Tabakabhängigkeit.
3
WHO-Bericht (Sicherheit und Verträglichkeit von Cannabidiol)
Cannabidiol (CBD) Critical Review Report
40th Meeting, Geneva, 4–7 June 2018
WHO ECDD 2018 · CBD Critical Review
Offizielle Sicherheitsbewertung der WHO. Das Expertenkomitee kommt nach Sichtung der bis dahin publizierten klinischen, epidemiologischen und tierexperimentellen Daten zu dem Ergebnis, dass Cannabidiol kein körperliches Abhängigkeitspotenzial entwickelt, kein Missbrauchsprofil aufweist und über ein günstiges Sicherheitsprofil verfügt. Wichtige Grundlage für die im Artikel formulierte Aussage, dass CBD selbst nicht süchtig macht und damit als Brücke beim Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit ohne Verlagerung der Sucht eingesetzt werden kann.
4
Übersichtsarbeit (CBD und Angststörungen)
Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders
Neurotherapeutics, 12(4), 825–836
PMID: 26341731 · PMCID: PMC4604171 · DOI: 10.1007/s13311-015-0387-1
Systematischer Review zur Wirkung von CBD auf Angst- und Stresssymptome aus dem Department of Psychiatry der NYU School of Medicine. Tierexperimentelle und Humanstudien zeigen anxiolytische Effekte von Cannabidiol über das endocannabinoide System sowie über den Serotonin-1A-Rezeptor. Die Wirkstärke bewegte sich in mehreren Untersuchungen in einer ähnlichen Größenordnung wie etablierte Anxiolytika, jedoch ohne Sedierung und ohne Abhängigkeitsbildung. Die Arbeit liefert die wissenschaftliche Basis für die im Artikel beschriebene Wirkung von CBD auf die typischen Entzugssymptome Anspannung, innere Unruhe und Reizbarkeit beim Rauchstopp.
5
Klinische Fallserie (CBD bei Angst und Schlaf)
Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series
The Permanente Journal, 23, 18–041
PMID: 30624194 · PMCID: PMC6326553 · DOI: 10.7812/TPP/18-041
Retrospektive Auswertung an einer psychiatrischen Praxis in Colorado mit 72 Patienten, die zusätzlich zur Standardtherapie CBD erhielten. Bei rund 79 Prozent der Patienten sanken die Angstwerte bereits im ersten Monat, bei rund 67 Prozent verbesserte sich die Schlafqualität. Die Daten beziehen sich nicht spezifisch auf Raucher, beschreiben aber genau das Symptomprofil, das einen Nikotinentzug typischerweise begleitet, und stützen damit die im Artikel formulierte Aussage zur Linderung von Schlaf- und Angstthemen während eines Rauchstopps. Limitationen: kein Placeboarm, retrospektive Datenerhebung.
6
Cochrane Review (Inhalation ohne Verbrennung bei Raucherentwöhnung)
Electronic cigarettes for smoking cessation
Cochrane Database of Systematic Reviews, 9, CD010216 (pub6)
PMID: 34519354 · DOI: 10.1002/14651858.CD010216.pub6
Lebender Cochrane-Review zum Einsatz nicht verbrennender Inhalationssysteme bei der Raucherentwöhnung. Der Wechsel von der Verbrennung zur reinen Aerosolbildung führt zu einer deutlich geringeren Belastung mit Verbrennungsschadstoffen und ist mit einer höheren Abstinenzrate verbunden als reine Nikotinersatztherapie. Wissenschaftliche Grundlage für die im Artikel formulierte Empfehlung, CBD Blüten beim Rauchstopp im Vaporizer und nicht als Joint zu nutzen, weil so die Inhalation verbrennungsfrei und damit deutlich schadstoffärmer abläuft.
7
Übersichtsarbeit (Sicherheitsprofil von CBD)
An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies
Cannabis and Cannabinoid Research, 2(1), 139–154
PMID: 28861514 · PMCID: PMC5569602 · DOI: 10.1089/can.2016.0034
Umfassende Übersicht zu Verträglichkeit und Nebenwirkungen von Cannabidiol auf Basis klinischer und tierexperimenteller Daten. Auch in höheren Dosen wird CBD im Allgemeinen gut vertragen, häufige Effekte sind mild und reversibel, insbesondere Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden und Veränderungen im Appetit. Es wird kein Abhängigkeitspotenzial beschrieben. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten über die CYP-450-Enzyme der Leber sind dokumentiert. Wichtige Referenz für die im Artikel formulierte Aussage, dass CBD beim Rauchstopp begleitend eingesetzt werden kann, ohne eine neue Abhängigkeit aufzubauen, und dass bei laufender Medikation eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Hinweis zur Forschungslage. Die Studienlage zu CBD und Tabakabhängigkeit ist vielversprechend, aber noch früh. Die hier zitierten Humanstudien sind Pilot- und experimentelle Untersuchungen mit kleinen Fallzahlen, größere Phase-3-Studien laufen. CBD Blüten sind kein Arzneimittel und nicht zur Behandlung der Nikotinabhängigkeit zugelassen. Wer aufhören möchte, kombiniert die Anwendung am besten mit professioneller Begleitung. Mehr zu unseren Qualitätsstandards und Laborberichten.

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.