cbd melatonin

CBD und Melatonin: ein Dreamteam

Eine erholsame Nacht ist die Grundlage für einen klaren Kopf am nächsten Tag. Für viele Menschen bleibt das Einschlafen aber ein täglicher Kampf mit gedanklichem Karussell, später Bildschirmzeit oder einem Rhythmus, der aus dem Takt geraten ist. An dieser Stelle tauchen häufig zwei Namen zusammen auf: CBD Tropfen und Melatonin. Beide gelten als natürliche Helfer, beide adressieren unterschiedliche Schichten des Einschlafprozesses, und zusammen ergeben sie ein Paar, das in der Wissenschaft wie in der Praxis immer häufiger diskutiert wird.

Dieser Beitrag ordnet ein, was Melatonin und CBD jeweils im Körper machen, warum die Kombination mehr sein kann als die Summe ihrer Teile und worauf es bei Timing, Dosierung und Sicherheit wirklich ankommt. Wenn Sie trotz guter Schlafhygiene nicht richtig zur Ruhe kommen, liefert der Artikel die wissenschaftliche Basis und die praktischen Leitplanken, die im Ratgeber-Dschungel meist fehlen.

Aktualisiert: April 2026 12 Minuten Lesezeit 2.700 Wörter Geprüft von Josef Eckmair MBA
Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Einschlafen heute schwieriger ist
  2. Wie Melatonin den Körper auf Schlaf einstimmt
  3. Die Rolle von CBD im Einschlafprozess
  4. CBD und Melatonin kombiniert: was steckt dahinter
  5. Dosierung und Timing in der Praxis
  6. Sicherheit, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen
  7. Schlafhygiene als Basis
  8. Wann ein Arzt einbezogen werden sollte
  9. Häufige Fragen
  10. Fazit
  11. Quellen und Studien

Warum Einschlafen heute schwieriger ist

Schlafprobleme betreffen laut Erhebungen der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und vergleichbaren Studien in Deutschland ungefähr ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung. Die Gründe liegen selten an einem einzelnen Auslöser. Spätabendliche Bildschirmnutzung unterdrückt die körpereigene Melatoninfreisetzung, unregelmäßige Arbeitszeiten verschieben die innere Uhr, und mentale Anspannung sorgt dafür, dass der Körper zwar müde ist, das Nervensystem aber nicht herunterfährt.

Genau an diesen zwei Achsen setzen Melatonin und CBD an. Melatonin adressiert die zeitliche Taktung des Schlafs, CBD adressiert die Entspannung des Nervensystems. Das ist keine Marketinglyrik, sondern ergibt sich aus der Pharmakologie der beiden Substanzen, die in den letzten Jahren deutlich besser verstanden wurde 15.

Wie Melatonin den Körper auf Schlaf einstimmt

Melatonin ist kein Schlafmittel im klassischen Sinn. Der Schlafexperte Luis Buenaver von Johns Hopkins beschreibt die Wirkung treffend als einen Zustand der ruhigen Wachsamkeit, aus dem der Körper von allein in den Schlaf gleiten kann. Produziert wird das Hormon in der Zirbeldrüse im Zwischenhirn und zwar immer dann, wenn das Licht auf der Netzhaut abnimmt. Ein aktueller Review im British Journal of Pharmacology beschreibt den Mechanismus in allen Details: Melatonin wirkt über MT1 und MT2 Rezeptoren im suprachiasmatischen Kern des Hypothalamus und synchronisiert dort die innere 24 Stunden Uhr mit dem äußeren Hell Dunkel Zyklus 1.

Praktisch heißt das: Wer abends noch lange auf Displays blickt, signalisiert der Zirbeldrüse, dass es Tag sei. Die Melatoninproduktion bleibt gedrosselt, der Körper kommt nicht in den Schlafmodus. Mit zunehmendem Alter, bei Schichtarbeit oder nach Zeitzonenwechsel sinkt der nächtliche Melatoninpeak zusätzlich. Eine Meta Analyse über 19 randomisierte, placebokontrollierte Studien mit 1.683 Teilnehmern kam zu einem klaren Ergebnis: Melatonin verkürzt die Einschlaflatenz im Durchschnitt messbar, verlängert die Gesamtschlafzeit und verbessert die subjektive Schlafqualität, ohne Abhängigkeitspotenzial oder Hangover Effekt 2.

Kurz übersetzt: Melatonin funktioniert wie ein Anrufbeantworter, der dem Gehirn sagt, dass die Nacht begonnen hat. Es erzwingt keinen Schlaf. Es öffnet das Zeitfenster, in dem der Körper von selbst einschlafen kann.

„CBD und Melatonin bilden im Schlafkontext ein komplementäres Duo: Melatonin stellt die Uhr, CBD hilft dem Nervensystem, herunterzufahren. Wer beides kombiniert, kauft keine Wunderpille, sondern unterstützt zwei unterschiedliche Etappen auf dem Weg in den Schlaf. Entscheidend bleiben Qualität, richtige Dosierung und eine realistische Erwartung."

Josef Eckmair MBA, Mitgründer und CFO CBDNOL

Die Rolle von CBD im Einschlafprozess

Cannabidiol, kurz CBD, ist der zweitwichtigste Wirkstoff der Hanfpflanze und wirkt nicht berauschend. Seine Bedeutung für den Schlaf ist indirekt, aber klinisch gut belegt. Ein Literaturüberblick aus dem Jahr 2017 hielt fest, dass CBD bei Schlaflosigkeit therapeutisches Potenzial zeigt. Die Autorinnen hoben Befunde zu Tiefschlafphasen, REM Schlaf Verhaltensstörungen und Tagesschläfrigkeit hervor, betonten aber zugleich den Bedarf an weiterer Forschung 3.

Deutlich konkreter wurde eine retrospektive Fallserie aus einer psychiatrischen Klinik in Colorado. In einem Zeitraum von drei Monaten erhielten 72 erwachsene Patientinnen und Patienten mit Angst und Schlafproblemen 25 Milligramm CBD pro Tag als Ergänzung zur bisherigen Therapie. Nach einem Monat sank die Angst bei 79,2 Prozent der Teilnehmer messbar, der Schlaf verbesserte sich bei 66,7 Prozent 4. Die Studie hat kein placebokontrolliertes Design und ist damit kein Beweis, aber ein starker Hinweis auf eine praxisrelevante Wirkung.

Der Mechanismus unter der Oberfläche

Warum verbessert CBD den Schlaf, wenn es selbst gar nicht schlaffördernd wirkt? Die pharmakologische Antwort liegt in der Anxiolyse, also der Reduktion von Anspannung. CBD aktiviert 5 HT1A Serotoninrezeptoren und moduliert CB1 Rezeptoren im limbischen System. Beides senkt die Aktivität der Amygdala, jener Hirnregion, die bei Sorgen und innerer Unruhe Alarm schlägt 5. Wer entspannter ins Bett geht, schläft leichter ein. Das ist der gesamte Wirkhebel in einem Satz.

Eine zweite relevante Schiene betrifft Schmerzen. Wer mit Rücken, Gelenken oder chronischen Beschwerden lebt, kennt das Einschlafproblem oft gut. Ein umfassender Review zur analgetischen Wirkung von Cannabinoiden zeigt, dass CBD an TRPV1 Kanälen und an den Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 Schmerzsignale abschwächt 6. Weniger Schmerz bedeutet weniger Einschlafbarriere, vor allem bei neuropathischen oder entzündungsbedingten Beschwerden.

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CBD und Melatonin kombiniert: was steckt dahinter

Die Kernidee der Kombination ist pharmakologisch elegant: Melatonin und CBD greifen an unterschiedlichen Stellen ein und überschneiden sich im Wirkmechanismus kaum. Melatonin arbeitet am circadianen Taktgeber, also der inneren Uhr. CBD arbeitet an der Amygdala, den Serotoninrezeptoren und am Endocannabinoid System, also an der Entspannung des Nervensystems.

Das Ergebnis ist ergänzend, nicht sedierend verstärkend. Wer beides einnimmt, stapelt nicht zwei Schlafmittel aufeinander. Stattdessen adressiert man zwei unterschiedliche Ursachen von Einschlafproblemen: ein aus dem Takt geratenes Timing und ein überaktives Nervensystem. Ein Sicherheitsreview zu CBD aus dem Jahr 2017 unterstreicht diese komplementäre Logik und hebt hervor, dass CBD in moderaten Dosen kein Missbrauchs oder Abhängigkeitsrisiko birgt und sich gut mit anderen natürlichen Schlafhilfen kombinieren lässt 7.

Was die Kombination nicht ist: Sie ist kein Ersatz für eine ärztlich abgeklärte Schlafstörung, kein Freifahrtschein bei Langzeitinsomnie und kein Ersatz für Schlafhygiene. Sie ist ein gut verträglicher Einstieg für Menschen, die abends nicht zur Ruhe kommen, obwohl äußere Bedingungen eigentlich stimmen.

Dosierung und Timing in der Praxis

Die häufigste Frage im Beratungsgespräch lautet: Wann nehme ich was ein? Die Antwort hängt vom individuellen Schlafrhythmus ab, aber es gibt belastbare Orientierungswerte aus der klinischen Forschung. Die folgende Tabelle fasst sie zusammen und grenzt beide Substanzen voneinander ab.

Parameter Melatonin CBD
Typische Dosis 0,5 bis 3 mg 10 bis 40 mg abends
Einnahme vor dem Schlaf 30 bis 60 Minuten 30 bis 90 Minuten
Wirkeintritt 20 bis 60 Minuten 30 bis 120 Minuten (oral)
Primäre Wirkachse circadianer Rhythmus Anxiolyse, Schmerz, Nervensystem
Abhängigkeitspotenzial nicht nachgewiesen 2 nicht nachgewiesen 7
Sinnvoll bei Jetlag, Schichtarbeit, Einschlafverzögerung Grübeln, Anspannung, Schmerzen

Ein zentraler Praxishinweis betrifft die Dosierung von Melatonin. In Deutschland sind rezeptfreie Produkte auf bis zu 0,5 Milligramm pro Tagesdosis beschränkt, in Österreich und der Schweiz sind höhere Konzentrationen bis 1 Milligramm als Nahrungsergänzung üblich. Weniger ist bei Melatonin oft mehr: Die Meta Analyse zeigte, dass die Wirkung nicht linear mit der Dosis steigt 2. Wer Produkte mit deutlich höheren Dosen kauft, bekommt nicht automatisch ein besseres Ergebnis, aber ein höheres Risiko für Nachwirkungen am nächsten Morgen.

Das Drei Schritte Prinzip für den Einstieg

Wer CBD und Melatonin zum ersten Mal kombiniert, sollte drei Regeln beachten. Erstens: jeweils mit der niedrigsten sinnvollen Dosis starten, etwa 0,5 Milligramm Melatonin und 10 Milligramm CBD. Zweitens: nur eine Variable gleichzeitig verändern, damit man die Wirkung zuordnen kann. Drittens: mindestens eine Woche lang beobachten, bevor die Dosis angepasst wird. Gewohnheiten brauchen Zeit, und ein verzerrter Blick auf die erste Nacht führt fast immer zu Fehlschlüssen.

Sicherheit, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen

Beide Substanzen gelten als gut verträglich, haben aber eigene Nebenwirkungsprofile. Bei Melatonin treten am häufigsten leichte Kopfschmerzen, Benommenheit am nächsten Morgen und gelegentlich lebhafte Träume auf. Bei CBD nennt der Sicherheitsreview von Iffland und Grotenhermen vor allem Müdigkeit, Durchfall und Appetitveränderungen, jeweils in klinischen Studien mit hohen Dosen im Grammbereich 7. Bei den im Alltag üblichen Dosen zwischen 10 und 40 Milligramm sind diese Effekte selten.

Wechselwirkungen, die Sie kennen sollten

  • Blutverdünner: CBD kann den Abbau bestimmter Wirkstoffe in der Leber über das Cytochrom P450 System verlangsamen. Bei Marcumar oder ähnlichen Präparaten ist eine ärztliche Rücksprache vor dem Einsatz zwingend.
  • Schlafmittel auf Rezept: Benzodiazepine, Z Substanzen und ähnliche Mittel haben eigene sedative Effekte. Die Kombination mit CBD und Melatonin kann diese verstärken und sollte nicht ohne ärztliche Begleitung erfolgen.
  • Antidepressiva und Neuroleptika: Auch hier ist der Stoffwechsel in der Leber der kritische Punkt. Insbesondere bei SSRIs und älteren trizyklischen Antidepressiva sollte ein Arzt die Kombination prüfen.
  • Epilepsiemedikamente: CBD kann Spiegel von Clobazam und ähnlichen Wirkstoffen erhöhen. Das ist bei manchen Patienten erwünscht, in anderen Situationen aber riskant.

Nicht für alle geeignet: Schwangere, Stillende, Menschen unter 18 Jahren und Patienten mit schweren Lebererkrankungen sollten weder CBD noch Melatonin ohne ärztliche Rücksprache einnehmen. Bei bestehenden Schlafstörungen mit Atemaussetzern, nächtlichen Herzrhythmusstörungen oder Depressionen gehört die Abklärung in fachärztliche Hände, nicht in einen Blog.

Schlafhygiene als Basis

Keine Nahrungsergänzung ersetzt einen Rhythmus, der zum Körper passt. Die gute Nachricht: Die Stellschrauben sind bekannt und wirken bei den meisten Menschen deutlich spürbar innerhalb weniger Wochen. Wer CBD und Melatonin einsetzt, ohne die Grundlagen zu beachten, verschenkt den größten Teil des möglichen Effekts.

Sieben Punkte, die wirken, bevor man zu Supplementen greift

  • Gleichbleibende Schlafenszeiten: auch am Wochenende maximal eine Stunde Abweichung, damit der circadiane Rhythmus stabil bleibt.
  • Screens eine Stunde vor dem Schlaf aus: oder mindestens warme Farbtemperatur und maximale Dunkelschaltung.
  • Schlafzimmer kühl und dunkel: 16 bis 18 Grad und lichtdichte Vorhänge oder eine Schlafmaske, weil Lichtreize die Melatoninfreisetzung stören.
  • Koffein vor 14 Uhr: die Halbwertszeit liegt bei etwa fünf bis sechs Stunden, bei manchen Menschen deutlich länger.
  • Alkohol begrenzen: kleine Mengen mögen beim Einschlafen helfen, zerstören aber die zweite Nachthälfte und die Tiefschlafphasen.
  • Körperliche Aktivität am Tag: Bewegung ist einer der stärksten natürlichen Schlafverbesserer, sollte aber nicht direkt vor dem Schlafengehen stattfinden.
  • Abendroutine: 30 Minuten ohne To Do Liste, ohne Arbeitsmails, ohne Reizflut. Lesen, ein warmes Bad, Atemübungen funktionieren.

Wann ein Arzt einbezogen werden sollte

Schlafprobleme sind oft ein Symptom, nicht die Ursache. Wer länger als vier Wochen mindestens drei Nächte pro Woche schlecht schläft, erfüllt die klinische Definition einer chronischen Insomnie. In diesem Fall sollten Sie nicht länger auf Eigenregie setzen. Eine ärztliche Abklärung ist auch sinnvoll bei lautem Schnarchen mit beobachteten Atempausen, bei erdrückenden Tagesschläfrigkeit mit Sekundenschlaf, bei dauerhafter Erschöpfung trotz ausreichender Schlafzeit oder bei depressiven Episoden.

Die österreichische Gesundheitsplattform bietet unter gesundheit.gv.at eine seriöse Einführung in die häufigsten Schlafstörungen und eine Übersicht zu Anlaufstellen. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin führt außerdem ein Verzeichnis zertifizierter Schlaflabore, in denen eine Polysomnografie möglich ist.

Häufige Fragen

Wann sollte ich CBD und Melatonin einnehmen, um optimal einzuschlafen?

Melatonin wirkt am zuverlässigsten, wenn es 30 bis 60 Minuten vor dem geplanten Einschlafzeitpunkt eingenommen wird. Das entspricht dem natürlichen Anstieg des körpereigenen Melatonins nach Dunkeleinbruch und verstärkt dessen Signal an die innere Uhr. CBD hat einen etwas längeren Wirkeintritt bei oraler Einnahme, oft zwischen 30 und 90 Minuten. Viele Anwender nehmen es daher gleichzeitig oder wenige Minuten früher ein. In Kombinationsprodukten wie Sleep Drops sind beide Wirkstoffe bereits zeitlich aufeinander abgestimmt. Wichtig ist die Konsistenz: Eine feste Uhrzeit an sieben Tagen pro Woche bringt mehr als eine optimale Einzelanwendung an zwei Tagen. In der Meta Analyse von Ferracioli Oda und Kollegen zeigte sich der Nutzen von Melatonin vor allem bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Wochen 2.

Kann ich CBD und Melatonin bedenkenlos zusammen einnehmen?

Für gesunde Erwachsene ohne regelmäßige Medikamenteneinnahme ist die Kombination laut aktueller Literatur gut verträglich. Beide Substanzen wirken an unterschiedlichen Rezeptorsystemen und haben keine klassische pharmakologische Überschneidung. Der Sicherheitsreview von Iffland und Grotenhermen ordnet CBD als Substanz mit sehr günstigem Sicherheitsprofil ein, insbesondere bei den in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Dosen unter 100 Milligramm pro Tag 7. Vorsicht gilt bei Blutverdünnern, Schlafmitteln auf Rezept, Antidepressiva und Epilepsiemedikamenten. In diesen Fällen ist eine ärztliche Rücksprache zwingend, weil CBD über das Cytochrom P450 System andere Wirkstoffe verlangsamen kann. Schwangere und Stillende sollten generell auf beide Substanzen verzichten, da Langzeitdaten in dieser Gruppe fehlen.

Wie hoch sollte die Melatonin Dosis bei Schlafproblemen sein?

Weniger ist in vielen Fällen mehr. Die Studienlage zeigt, dass bereits Dosen zwischen 0,3 und 1 Milligramm den körpereigenen Melatoninspiegel ausreichend anheben, um ein Einschlafsignal auszulösen. Höhere Dosen, wie sie in manchen Online Produkten mit 5 oder 10 Milligramm beworben werden, bringen meist keinen zusätzlichen Einschlafnutzen, erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, am nächsten Morgen benommen aufzuwachen oder lebhaft zu träumen. In der Meta Analyse lag die gemittelte wirksame Dosis bei unter 3 Milligramm pro Nacht 2. In Deutschland sind rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel deshalb auf maximal 0,5 Milligramm pro Portion limitiert, in Österreich sind höhere Dosen zulässig. Starten Sie am unteren Ende der Skala und steigern Sie nur, wenn nach einer Woche kein Effekt spürbar ist.

Macht die Kombination am Morgen müde oder hat sie einen Hangover Effekt?

Bei richtiger Dosierung tritt ein klassischer Hangover Effekt wie nach Schlafmitteln auf Rezept nicht auf. Melatonin hat eine kurze Halbwertszeit von unter einer Stunde, was bedeutet, dass es spätestens beim Sonnenaufgang den Körper weitgehend verlassen hat. CBD wirkt in niedrigen bis mittleren Dosen ebenfalls ohne sedierenden Nachhall. Morgendliche Benommenheit entsteht in der Regel aus drei Gründen: zu hoher Melatonin Dosis über 3 Milligramm, zu spätem Einnahmezeitpunkt nah an Mitternacht oder sehr hohen CBD Dosen im Grammbereich, die in Supplementen nicht üblich sind. Wer morgens müde aufwacht, sollte zunächst die Melatonin Dosis halbieren und die Einnahme 30 Minuten früher ansetzen. In der Regel verschwindet der Effekt dann innerhalb weniger Nächte.

Fazit

CBD und Melatonin sind kein Wundermittel und keine Abkürzung, aber sie sind eine der besser untersuchten natürlichen Optionen für Menschen, die nicht einschlafen können. Die Kombination funktioniert pharmakologisch, weil beide Substanzen unterschiedliche Ursachen adressieren: Melatonin stellt die innere Uhr, CBD beruhigt das Nervensystem. Die Meta Analysen zu Melatonin und die klinischen Befunde zu CBD zeigen ein stabiles Bild mit günstigem Sicherheitsprofil, solange Qualität und Dosierung stimmen. Wer zusätzlich die Basics der Schlafhygiene berücksichtigt und bei Unsicherheit den Arzt einbezieht, hat eine realistische Chance, die Nächte spürbar zu verbessern. Unsere Bio Sleep Drops kombinieren CBD mit Lavendel und sind so konzipiert, dass sie genau in dieses Konzept passen. Eine Übersicht weiterer CBD Öle finden Sie im Shop.

Hinweis zu Gesundheit und Recht: Dieser Artikel dient der sachlichen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Weder CBD noch Melatonin sind in Deutschland, Österreich oder der Schweiz als Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen zugelassen. Beide gelten als Nahrungsergänzungsmittel beziehungsweise, im Fall von CBD, als Novel Food mit noch offenen regulatorischen Fragen auf EU Ebene. Bei chronischen Schlafproblemen, Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei gleichzeitiger Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente sollten Sie vor der Anwendung einen Arzt oder Apotheker konsultieren. Die Wirksamkeit kann individuell unterschiedlich ausfallen. Laborberichte aller CBDNOL Produkte finden Sie unter cbdnol.com/pages/labor-zertifizierung.
Geprüft Inhaltlich geprüft von Josef Eckmair MBA · Mitgründer und CFO CBDNOL · Stand: April 2026
1
Review (Melatonin: SCN, MT1/MT2 Rezeptoren, circadianer Rhythmus)

Zisapel, N. (2018)

New perspectives on the role of melatonin in human sleep, circadian rhythms and their regulation

British Journal of Pharmacology, 175(16), 3190-3199

PMID: 29318587 · PMCID: PMC6057895 · DOI: 10.1111/bph.14116

Review einer Neurobiologin der Universität Tel Aviv. Melatonin wird nach Dunkeleinbruch in der Zirbeldrüse synthetisiert und in den Blutkreislauf freigesetzt. Die Wirkung läuft über MT1 und MT2 Rezeptoren im suprachiasmatischen Kern des Hypothalamus, dem zentralen Taktgeber der inneren 24 Stunden Uhr. Bildschirmlicht am Abend unterdrückt die Ausschüttung, mit zunehmendem Alter und bei Schichtarbeit sinkt der natürliche Peak. Diese Arbeit ist die pharmakologische Grundlage für den gesamten Melatoninabschnitt des Artikels.

Quelle ansehen (PubMed)
2
Meta Analyse (19 RCTs zu Melatonin bei primären Schlafstörungen)

Ferracioli-Oda, E., Qawasmi, A. & Bloch, M. H. (2013)

Meta-Analysis: Melatonin for the Treatment of Primary Sleep Disorders

PLoS ONE, 8(5), e63773

PMID: 23691095 · PMCID: PMC3656905 · DOI: 10.1371/journal.pone.0063773

Meta Analyse des Yale Child Study Center über 19 randomisierte, placebokontrollierte Studien mit insgesamt 1.683 Teilnehmern. Melatonin verkürzt die Einschlaflatenz signifikant (WMD etwa 7 Minuten), verlängert die Gesamtschlafzeit (WMD etwa 8 Minuten) und verbessert die subjektive Schlafqualität. Kein Abhängigkeitspotenzial, kein Hangover Effekt. Die Wirkung ist bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Wochen am stabilsten. Dies ist der wichtigste klinische Wirkungsnachweis für Melatonin und die Grundlage für die Dosierungsempfehlungen im Artikel.

Quelle ansehen (PubMed)
3
Review (CBD und Schlaf: Insomnie, REM Störungen, Tagesschläfrigkeit)

Babson, K. A., Sottile, J. & Morabito, D. (2017)

Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature

Current Psychiatry Reports, 19(4), 23

PMID: 28349316 · DOI: 10.1007/s11920-017-0775-9

Literaturüberblick aus dem VA Palo Alto Health Care System und der Palo Alto University. Die Autorinnen fassen den Forschungsstand zu Cannabis und Schlaf bis einschließlich 2016 zusammen. Zentrale Aussagen: CBD zeigt therapeutisches Potenzial bei Insomnie, wirkt vielversprechend bei REM Schlaf Verhaltensstörungen und eventuell bei Tagesschläfrigkeit. THC kann die Einschlaflatenz verkürzen, verschlechtert aber langfristig die Schlafqualität. Der direkte Bezug im Artikel ist die Überprüfung aus dem Jahr 2017, die als Ausgangspunkt für die CBD Schlafliteratur gilt.

Quelle ansehen (PubMed)
4
Fallserie (CBD: Angstreduktion 79,2 Prozent, Schlafverbesserung 66,7 Prozent nach 1 Monat)

Shannon, S., Lewis, N., Lee, H. & Hughes, S. (2019)

Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series

The Permanente Journal, 23, 18-041

PMID: 30624194 · PMCID: PMC6326553 · DOI: 10.7812/TPP/18-041

Retrospektive Fallserie am Wholeness Center in Fort Collins, Colorado. 72 erwachsene Patientinnen und Patienten mit Angst und Schlafproblemen erhielten 25 Milligramm CBD pro Tag als Ergänzung zur bestehenden Therapie. Nach einem Monat: Angstreduktion bei 79,2 Prozent, Schlafverbesserung bei 66,7 Prozent, gemessen an Hamilton Anxiety Rating Scale und Pittsburg Sleep Quality Index. CBD wurde von allen bis auf drei Patienten gut vertragen. Kein placebokontrolliertes Design, aber eine der größten klinisch dokumentierten Serien zum Thema CBD und Schlaf mit hoher Praxisrelevanz.

Quelle ansehen (PubMed)
5
Review (CBD anxiolytischer Mechanismus: 5-HT1A, CB1, Amygdala)

Blessing, E. M., Steenkamp, M. M., Manzanares, J. & Marmar, C. R. (2015)

Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders

Neurotherapeutics, 12(4), 825-836

PMID: 26341731 · PMCID: PMC4604171 · DOI: 10.1007/s13311-015-0387-1

Pharmakologischer Review der NYU School of Medicine. CBD aktiviert 5 HT1A Serotoninrezeptoren und moduliert CB1 Rezeptoren im limbischen System, wodurch die Aktivität der Amygdala sinkt. Da Angst und Grübeln zu den häufigsten Einschlafbarrieren gehören, liefert diese Arbeit den neurobiologischen Mechanismus für die beruhigende Wirkung von CBD auf das zentrale Nervensystem. Sie erklärt, warum CBD das Einschlafen erleichtert, obwohl es selbst nicht klassisch sedierend wirkt. Die klinischen Kapitel weisen präklinisch starke und klinisch vielversprechende Befunde bei Angststörungen nach.

Quelle ansehen (PubMed)
6
Review (Cannabinoide und Schmerz: TRPV1, CB1, CB2)

Vučković, S., Srebro, D., Savić Vujović, K., Vučetić, Č. & Prostran, M. (2018)

Cannabinoids and Pain: New Insights From Old Molecules

Frontiers in Pharmacology, 9, 1259

PMID: 30542280 · PMCID: PMC6277878 · DOI: 10.3389/fphar.2018.01259

Umfassender Review der Universität Belgrad zur analgetischen Wirkung von Cannabinoiden. CBD moduliert periphere und zentrale Schmerzrezeptoren, darunter TRPV1 Kanäle sowie die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2. Klinische Befunde sprechen vor allem für neuropathische und entzündungsbedingte Schmerzen. Da chronische Schmerzen eine der häufigsten Ursachen gestörten Schlafs sind, ist die Schmerzmodulation durch CBD eine zusätzliche Schiene, über die die Substanz das Einschlafen erleichtern kann. Das erweitert das Wirkprofil über die reine Anxiolyse hinaus.

Quelle ansehen (PubMed)
7
Review (CBD Sicherheitsprofil, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen)

Iffland, K. & Grotenhermen, F. (2017)

An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies

Cannabis and Cannabinoid Research, 2(1), 139-154

PMID: 28861514 · PMCID: PMC5569602 · DOI: 10.1089/can.2016.0034

Sicherheitsreview des nova Instituts in Hürth. CBD zeigt in moderaten Dosen ein sehr günstiges Sicherheitsprofil ohne Missbrauchs oder Abhängigkeitsrisiko. Die häufigsten Nebenwirkungen aus klinischen Studien waren Müdigkeit, Durchfall und Appetitveränderungen, meist bei Dosen im hohen Milligramm bis Grammbereich. Für die Artikelkombination relevant: CBD interagiert nicht sedierend mit Melatonin, kann aber den Abbau anderer Medikamente über das Cytochrom P450 System beeinflussen. Die Arbeit liefert die Sicherheitsgrundlage für die Kombinationsempfehlung und die Wechselwirkungshinweise.

Quelle ansehen (PubMed)
Josef Eckmair MBA

Josef Eckmair MBA

Mitgründer und CFO von CBDNOL, aktiv im europäischen CBD Markt seit 2017. Sein MBA Studium an der FH Burgenland schloss er mit einer Masterarbeit zur Marke CBDNOL und zur Entwicklung des europäischen CBD Marktes ab. Über 45 Fachbeiträge zu CBD, Cannabinoiden, Dosierung und Anwendung, basierend auf wissenschaftlichen Quellen und regelmäßig aktualisiert.


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