CBD Öl: Wirkung, Inhaltsstoffe und Studien

CBD Öl Wirkung

CBD Öl gehört zu den meistgesuchten Naturextrakten in Europa. Doch was steckt eigentlich hinter dem Hype? In diesem Beitrag sehen wir uns an, wie Cannabidiol im Körper wirkt, welche Inhaltsstoffe ein hochwertiges Hanföl mitbringt und was die wissenschaftliche Forschung bisher zeigt. Die Antworten kommen aus peer-reviewter Literatur, wir nennen die Studien beim Namen und ordnen sie ehrlich ein.

Von Aktualisiert: Mai 2026 9 Min. Lesezeit ca. 1.840 Wörter 7 Quellen geprüft
Inhaltsverzeichnis 8 Abschnitte

Wie wirkt CBD Öl im Körper?

Cannabidiol entfaltet seine Wirkung über das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS). Dieses Netzwerk aus Rezeptoren, Botenstoffen und Enzymen wurde erst Anfang der 1990er Jahre durch die US-amerikanischen Forscher William Devane und Allyn Howlett systematisch beschrieben1 und gilt heute als eines der wichtigsten Regulationssysteme im Körper. Das ECS hilft, das innere Gleichgewicht zu halten, die sogenannte Homöostase, und ist an Stimmung, Schlaf, Appetit, Schmerzempfinden und Immunantwort beteiligt.

Im Zentrum stehen zwei Rezeptortypen. Der CB1-Rezeptor sitzt vor allem im Gehirn und im zentralen Nervensystem, der CB2-Rezeptor findet sich überwiegend in Immunzellen, der Milz und im lymphatischen Gewebe.1 Anders als THC bindet CBD an diese Rezeptoren nur schwach. Stattdessen wirkt es indirekt: Es hemmt das Enzym FAAH, das die körpereigenen Endocannabinoide abbaut, und moduliert allosterisch die Empfindlichkeit der Rezeptoren. Vereinfacht gesagt verstärkt CBD die Signale, die der Körper ohnehin selbst produziert.

Hinzu kommt ein zweiter Wirkstrang. CBD ist ein potentes Antioxidans, das reaktive Sauerstoffspezies neutralisiert und damit oxidativen Stress reduziert.2 Parallel hemmt es Schlüsseltranskriptionsfaktoren wie NF-kB und reduziert pro-inflammatorische Botenstoffe wie TNF-alpha, IL-1beta und IL-6. Diese antioxidative und entzündungshemmende Doppelwirkung erklärt, warum Cannabidiol in der Forschung zu so unterschiedlichen Themen auftaucht, von Hautgesundheit bis Neuroprotektion. Wer in den Genuss dieses Profils kommen möchte, sollte auf zertifizierte Bio-Qualität setzen, etwa unsere CBD Öle aus EU-Nutzhanf.

Wichtig zur Einordnung: CBD wirkt nicht psychoaktiv im Sinne eines Rausches. In Deutschland gilt Cannabidiol bei einem THC-Gehalt unter 0,2 Prozent als legal verkehrsfähig und wird im Lebensmittelbereich als Nahrungsergänzung eingestuft. Es ersetzt keine ärztliche Behandlung.

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Was steckt drin im CBD Öl?

Hochwertige CBD Öle bestehen aus zwei Komponenten: einem Cannabis-Vollspektrum-Extrakt und einem Trägeröl, in der Regel kaltgepresstem Bio-Hanfsamenöl, MCT-Öl oder Olivenöl. Diese Kombination liefert nicht nur Cannabidiol, sondern ein erstaunlich breites Nährstoffprofil. Ein nutritionswissenschaftliches Review der Universität Tuscia in Viterbo hat die einzelnen Stoffgruppen detailliert charakterisiert.3

Cannabinoide

Neben Cannabidiol enthalten Vollspektrum-Öle auch CBG, CBC, CBN und CBDA. Im Zusammenspiel mit Terpenen entsteht der oft beschriebene Entourage-Effekt.

Omega-3 und Omega-6

Hanfsamenöl liefert essenzielle Fettsäuren in einem ungewöhnlich günstigen Verhältnis von 3 zu 1, ideal für Zellmembranen und Herz-Kreislauf-System.3

Gamma-Linolensäure

Eine seltene Omega-6-Fettsäure mit entzündungshemmenden und hautregulierenden Eigenschaften, traditionell bei Neurodermitis und trockener Haut verwendet.

Vitamine

Vitamin E als pflanzliches Antioxidans, dazu B-Vitamine wie Thiamin (B1) und Riboflavin (B2), die Energiestoffwechsel und Nervensystem unterstützen.

Mineralien und Spurenelemente

Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan, Eisen, Zink, Phosphor und Kupfer in geringen, aber relevanten Mengen.

Carotinoide und Chlorophyll

Sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und der charakteristischen grün-goldenen Farbe ihren Ton geben.

Wer sich näher mit der Auswahl beschäftigt, findet in unserem Beitrag zu Vollspektrum-CBD-Öl eine Gegenüberstellung von Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat.

CBD Öl vereint ein breites Spektrum pflanzlicher Wirkstoffe in einer einzigen Flasche. Erste Studien deuten auf entzündungshemmende und ausgleichende Effekte hin, der wissenschaftliche Befund bleibt aber offen und lädt zu einem informierten und verantwortungsvollen Umgang ein.

Josef Eckmair MBA, Mitgründer CBDNOL

Was sagt die Wissenschaft?

Die CBD-Forschung ist jung, hat aber in den letzten Jahren spürbar an Tempo aufgenommen. Wir picken hier vier Bereiche heraus, in denen die Studienlage besonders belastbar ist, und nennen jeweils die konkrete Quelle.

CBD und Krebs: eine prospektive Beobachtungsstudie

2018 publizierten Julian Kenyon und Kollegen in Anticancer Research eine vierjährige prospektive Beobachtungsstudie an 119 Krebspatientinnen und -patienten mit soliden Tumoren, primär Brustkrebs und Glioblastomen. Bei rund 92 Prozent der Behandelten zeigte sich eine objektive klinische Antwort, darunter die Reduktion zirkulierender Tumorzellen und sichtbare Verkleinerung im Bildgebungsverfahren.4 Es handelt sich um eine offene Beobachtung ohne Kontrollgruppe, also um starke Hinweise, nicht um einen randomisierten Beweis. Die Autoren selbst fordern weitere kontrollierte Studien.

CBD und Alzheimer: Hinweise auf Neuroprotektion

Eine Pionierstudie der Sapienza-Universität Rom zeigte, dass Cannabidiol Amyloid-beta-induzierte Neuroinflammation hemmen und gleichzeitig die hippocampale Neurogenese fördern kann, also die Bildung neuer Nervenzellen. Vermittelt wird der Effekt über den PPAR-gamma-Rezeptor.5 Amyloid-beta-Plaques gelten als Schlüsselauslöser der Alzheimer-Krankheit, ihre Hemmung im Modellsystem ist eine vielversprechende Spur. Bis CBD als Alzheimer-Therapie zugelassen werden könnte, ist es trotzdem noch ein langer Weg.

CBD und Epilepsie: 74 Kinder in Israel

Wenn es einen Bereich gibt, in dem CBD den Sprung von der Forschung in die Klinik bereits geschafft hat, dann die Epilepsie. In einer multizentrischen Israeli-Studie unter Beteiligung von fünf pädiatrischen Kliniken erhielten 74 Kinder und Jugendliche mit therapieresistenter Epilepsie ein CBD-reiches Cannabis-Öl. Bei 89 Prozent reduzierten sich die Anfälle, bei 13 Kindern sogar um 75 bis 100 Prozent.6 Auf dieser Studienlinie basiert auch die Zulassung des CBD-Medikaments Epidyolex, das in der EU zur Behandlung seltener Epilepsieformen eingesetzt werden darf.

CBD und Depression: der prohedonic Effect

Eine Forschungsgruppe um Gal Shoval und Aron Weller von der Bar-Ilan-Universität in Israel untersuchte 2016 in Neuropsychobiology Wistar-Kyoto-Ratten, ein anerkanntes Modell für depressives Verhalten. Im Saccharin-Präferenztest, einem klassischen Test für Anhedonie, also den Verlust der Freudfähigkeit, kehrte CBD bei einer Dosis von 30 mg pro kg den anhedonischen Zustand der Tiere um.7 Die Forschenden sprechen von einem prohedonic Effect. Wirkmechanistisch deuten weitere Arbeiten auf eine Beteiligung der 5-HT1A-Serotoninrezeptoren hin, also denselben Rezeptoren, an denen klassische Antidepressiva wie SSRI ansetzen, ohne deren typische Nebenwirkungen.

Über diese vier Felder hinaus laufen Studien zu Angststörungen, Schlafproblemen, Multipler Sklerose, Parkinson, Diabetes und Suchtverhalten. Wer den aktuellen Forschungsstand vertiefen möchte, findet beim WHO-Bewertungsbericht zu Cannabidiol einen guten Einstieg.

Wie nehmen Sie CBD Öl richtig ein?

Die wirksamste und gleichzeitig einfachste Methode ist die sublinguale Aufnahme. Dafür geben Sie die gewünschte Anzahl Tropfen unter die Zunge und halten das Öl dort etwa 60 bis 90 Sekunden, bevor Sie schlucken. Die feinen Schleimhautgefäße unter der Zunge nehmen einen Teil der Cannabinoide direkt in den Blutkreislauf auf und umgehen damit den First-Pass-Effekt der Leber. Wer das Öl sofort herunterschluckt, verschenkt einen Teil der Bioverfügbarkeit.

Eine universelle Dosierung gibt es nicht. Körpergewicht, individueller Stoffwechsel, der Zustand des eigenen Endocannabinoid-Systems und das Anwendungsziel bestimmen die persönlich passende Menge. Die seriöse Faustregel lautet: niedrig starten, langsam steigern. Viele Anwenderinnen und Anwender finden ihren Sweet Spot zwischen 10 und 30 mg pro Tag, verteilt auf zwei Einnahmen. Eine ausführliche Anleitung mit Berechnungsbeispielen finden Sie in unserem Beitrag zur CBD Öl Dosierung.

Anwendungsziel Typische Tagesdosis Wirkungseintritt Empfohlene Tageszeit
Allgemeines Wohlbefinden 5 bis 15 mg 30 bis 90 Min. Morgens oder abends
Stress, innere Unruhe 15 bis 30 mg 30 bis 90 Min. Bei Bedarf
Schlaf, Einschlafprobleme 20 bis 40 mg 45 bis 90 Min. 30 bis 60 Min. vor dem Zubettgehen
Chronische Beschwerden individuell, mit Arzt variabel verteilt über den Tag

Sicherheit, Nebenwirkungen und Rechtliches

CBD gilt nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation als gut verträglich und besitzt kein nachgewiesenes Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind mild: Müdigkeit bei höheren Dosen, ein leicht trockener Mund, gelegentlich Veränderungen des Appetits oder weiche Stühle. Wichtiger als diese Nebenwirkungen sind potenzielle Wechselwirkungen. CBD wird in der Leber über die Cytochrom-P450-Enzymfamilie verstoffwechselt, vor allem über CYP3A4 und CYP2C19. Genau diese Enzyme bauen auch viele verschreibungspflichtige Medikamente ab, darunter Blutverdünner, bestimmte Antiepileptika, Statine und einige Antidepressiva. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor Beginn einer CBD-Anwendung mit Arzt oder Apotheker sprechen.

In Deutschland ist Cannabidiol in Konzentrationen unter 0,2 Prozent THC frei verkäuflich. Es gilt als Nahrungsergänzung, nicht als Arzneimittel, darf also nicht mit medizinischen Heilversprechen beworben werden. Schwangere und Stillende sollten auf CBD verzichten, weil belastbare Daten zur Sicherheit in diesen Phasen fehlen.

Fazit auf einen Blick

Das Wichtigste in vier Punkten

  • CBD wirkt im Körper über das Endocannabinoid-System und entfaltet zusätzlich antioxidative und entzündungshemmende Effekte.
  • Hochwertiges Vollspektrum-Öl liefert mehr als Cannabidiol: weitere Cannabinoide, essenzielle Fettsäuren, Vitamine, Mineralien und Pflanzenstoffe.
  • Die Forschung zeigt vielversprechende Hinweise bei Epilepsie, Angst, Depression und Neuroprotektion. Belastbare klinische Belege gibt es bislang vor allem bei Epilepsie.
  • CBD ist nicht psychoaktiv, gut verträglich, kann aber mit Medikamenten interagieren. Bei chronischen Erkrankungen vorab einen Arzt einbeziehen.

Häufige Fragen rund um CBD Öl

Macht CBD Öl müde?

CBD wirkt biphasisch, also dosisabhängig. In niedrigen Mengen, etwa 5 bis 15 mg, beschreiben Anwenderinnen und Anwender den Effekt häufig als leicht aktivierend mit klarem Kopf. In höheren Dosen, ab rund 25 mg, kippt das Gefühl in Richtung Entspannung und kann eine angenehme Schläfrigkeit auslösen. Dieser sedierende Effekt nimmt bei regelmäßiger Anwendung meist ab, weil sich der Körper auf den Wirkstoff einstellt. Wer vorhat zu fahren oder Maschinen zu bedienen, sollte die individuelle Reaktion auf die persönliche Dosis kennen, bevor er sich ans Steuer setzt. Eine Tagesdosis am Abend zu nehmen ist die einfachste Lösung, wenn Sie morgens komplett wach bleiben möchten.

Beeinflusst CBD Öl einen Drogentest?

Standardmäßige Drogentests reagieren auf THC-Carbonsäure (THC-COOH), nicht auf CBD. Theoretisch sollten zertifizierte CBD-Öle aus EU-Nutzhanf mit weniger als 0,2 Prozent THC keinen positiven Test auslösen. In der Praxis kann es jedoch zu sogenannten Falsch-Positiv-Befunden kommen, vor allem bei sehr hohen täglichen CBD-Mengen über mehrere Wochen oder bei minderwertigen Produkten ohne saubere THC-Kontrolle. Wer aus beruflichen Gründen regelmäßig getestet wird, etwa Berufskraftfahrer oder Sicherheitspersonal, sollte ausschließlich Produkte mit transparenten Laboranalysen verwenden und im Zweifel auf Breitspektrum oder Isolat ausweichen, weil dort der THC-Gehalt unter der Nachweisgrenze liegt. Im Fall einer Polizeikontrolle gilt der gesetzliche Grenzwert für THC im Blut, nicht der CBD-Gehalt.

Ab welchem Alter darf man CBD Öl nehmen?

In Deutschland gibt es kein gesetzliches Mindestalter für den Erwerb frei verkäuflicher CBD-Produkte aus EU-Nutzhanf. CBDNOL gibt CBD Öle aus eigener Verantwortung erst an Volljährige ab. Für Minderjährige ist eine Anwendung nur in Rücksprache mit einem Arzt sinnvoll, etwa im Kontext einer therapieresistenten Epilepsie. In den vorgestellten klinischen Studien wurden Kinder ausschließlich unter ärztlicher Betreuung behandelt, mit individuell angepasster Dosierung und engmaschiger Kontrolle. Eltern sollten nie eigenständig mit CBD experimentieren, weil das Endocannabinoid-System im wachsenden Organismus anders reagiert als beim Erwachsenen. Schwangere und Stillende sollten gänzlich auf CBD verzichten, da belastbare Sicherheitsdaten in diesen Lebensphasen fehlen.

CBD Öl oder Hanföl, was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden im Sprachgebrauch oft verwechselt, bezeichnen aber zwei unterschiedliche Produkte. Reines Hanföl ist Hanfsamenöl, das durch Kaltpressung der Cannabis-sativa-Samen gewonnen wird. Es enthält praktisch kein Cannabidiol, dafür viele Fettsäuren, Eiweiße und Vitamin E. Es schmeckt nussig und eignet sich als hochwertiges Speiseöl. CBD Öl hingegen ist eine Mischung aus einem Cannabis-Vollspektrum-Extrakt und einem Trägeröl. Das Trägeröl kann Hanfsamenöl sein, oft kommen aber MCT-Öl oder Olivenöl zum Einsatz. Entscheidend ist die deklarierte CBD-Konzentration, etwa 5, 10 oder 20 Prozent. Wer also Cannabidiol einnehmen möchte, braucht ein CBD-Öl, kein Hanfsamenöl aus dem Supermarktregal.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Aufklärung und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. CBD Öl ist kein zugelassenes Arzneimittel. Die genannten Studienergebnisse sind keine Heilversprechen. CBDNOL führt ausschließlich Produkte aus EU-zertifiziertem Nutzhanf mit einem THC-Gehalt unter 0,2 Prozent. Bei der Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei chronischen Erkrankungen empfehlen wir, vor dem Beginn einer CBD-Anwendung einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.
Josef Eckmair MBA, Mitgründer CBDNOL

Josef Eckmair MBA

Mitgründer CBDNOL und CBD-Autor

Geprüft Inhaltlich geprüft von · Mitgründer CBDNOL und CBD-Autor · Stand: Mai 2026
1
Übersichtsarbeit
Cannabinoid Receptors and the Endocannabinoid System: Signaling and Function in the Central Nervous System
International Journal of Molecular Sciences, 19(3), 833 · Faculty of Pharmaceutical Sciences, University of British Columbia, Vancouver
PMID: 29533978 · PMCID: PMC5877694 · DOI: 10.3390/ijms19030833
Maßgebliches Review zur Anatomie und Signalphysiologie des ECS. Zou und Kumar dokumentieren, dass das Endocannabinoid-System Anfang der 1990er Jahre durch die US-Forscher Devane und Howlett systematisch beschrieben wurde. CB1 ist der häufigste G-Protein-gekoppelte Rezeptor im Gehirn und reguliert präsynaptische Neurotransmission, was direkte Auswirkungen auf Stimmung, Gedächtnis, Appetit und Schmerzempfinden hat. CB2 sitzt überwiegend in Immunzellen und Milz und moduliert Entzündungsantworten. CBD bindet schwach an die klassischen Rezeptoren und wirkt vor allem indirekt durch FAAH-Hemmung und allosterische Modulation. Wissenschaftliche Grundlage für den Abschnitt zur ECS-Wirkung im Artikel.
2
Übersichtsarbeit
Antioxidative and Anti-Inflammatory Properties of Cannabidiol
Antioxidants, 9(1), 21 · Department of Analytical Chemistry, Medical University of Białystok, Polen
PMID: 31881765 · PMCID: PMC7023045 · DOI: 10.3390/antiox9010021
Zentrales Profilreview zur antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung von Cannabidiol. CBD neutralisiert reaktive Sauerstoffspezies durch direktes Scavenging, hemmt die Expression des zentralen Entzündungstranskriptionsfaktors NF-kB, reduziert pro-inflammatorische Zytokine wie TNF-alpha, IL-1beta und IL-6 und blockiert die COX-2-vermittelte Prostaglandinsynthese. Diese Doppelwirkung erklärt das breite therapeutische Profil, das CBD in der Forschung zu Hauterkrankungen, neurologischen Erkrankungen und chronischer Inflammation zeigt. Wissenschaftliche Grundlage für die Abschnitte zur antioxidativen Wirkung im Artikel.
3
Nutritionsreview
The Seed of Industrial Hemp (Cannabis sativa L.): Nutritional Quality and Potential Functionality for Human Health and Nutrition
Nutrients, 12(7), 1935 · Department of Ecological and Biological Sciences, Tuscia University, Viterbo, Italien
PMID: 32610691 · PMCID: PMC7400098 · DOI: 10.3390/nu12071935
Umfassendstes nutritionswissenschaftliches Review zum Inhaltsstoffprofil von Hanfsamenöl, dem Trägeröl der meisten CBD-Produkte. Das Review charakterisiert alle relevanten Stoffgruppen detailliert: Omega-3 zu Omega-6 in einem ungewöhnlich günstigen Verhältnis von etwa 3 zu 1, Gamma-Linolensäure mit rund 4 Prozent des Fettsäureprofils, Vitamin E als Hauptantioxidans, sowie ein breites Mineralstoffprofil mit Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan, Eisen, Zink, Phosphor und Kupfer. Carotinoide und Chlorophyll runden das Profil ab. Direkte Grundlage für den gesamten Inhaltsstoffabschnitt im Artikel.
4
Beobachtungsstudie Im Artikel verlinkt
Report of Objective Clinical Responses of Cancer Patients to Pharmaceutical-grade Synthetic Cannabidiol
Anticancer Research, 38(10), 5831 bis 5835 · Dove Clinic / St. George's University of London, UK
PMID: 30275207 · DOI: 10.21873/anticanres.12924
Prospektive klinische Beobachtungsstudie an 119 Krebspatienten mit soliden Tumoren, primär Brustkrebs und Glioblastomen, über vier Jahre. Bei rund 92 Prozent zeigte sich eine objektive klinische Antwort, einschließlich Reduktion zirkulierender Tumorzellen und sichtbarer Tumorverkleinerung im Bildgebungsverfahren. Wichtig zur korrekten Einordnung: offene Beobachtungsstudie ohne Kontrollgruppe, also kein randomisierter Beweis, sondern starke klinische Hinweise. Die Autoren fordern selbst kontrollierte Studien. Direkte Grundlage für den Krebsabschnitt im Artikel.
5
Experimentelle Studie
Cannabidiol reduces Aβ-induced neuroinflammation and promotes hippocampal neurogenesis through PPARγ involvement
PLOS ONE, 6(12), e28668 · Department of Physiology and Pharmacology, Sapienza University of Rome, Italien
PMID: 22163051 · PMCID: PMC3230631 · DOI: 10.1371/journal.pone.0028668
Pionierstudie zur CBD-Wirkung in der Alzheimer-Pathologie. CBD hemmt Amyloid-beta-induzierte Neuroinflammation über die Aktivierung des PPAR-gamma-Rezeptors und reduziert die Freisetzung pro-inflammatorischer Zytokine sowie reaktiver Sauerstoffspezies in neuronalem Gewebe. Gleichzeitig fördert CBD die hippocampale Neurogenese, also die Bildung neuer Nervenzellen, über denselben Signalweg. Da Amyloid-beta als Schlüsselauslöser der Alzheimer-Erkrankung gilt, deutet die Studie auf einen relevanten neuroprotektiven Mechanismus hin. Wissenschaftliche Grundlage für den Alzheimer-Abschnitt im Artikel.
6
Multizentrische Kohortenstudie
CBD-enriched medical cannabis for intractable pediatric epilepsy: The current Israeli experience
Seizure, 35, 41 bis 44 · multizentrisch (Sheba, Tel Aviv Sourasky, Wolfson, Assaf Harofeh), Israel
PMID: 26800377 · DOI: 10.1016/j.seizure.2016.01.004
Retrospektive multizentrische Studie an fünf israelischen pädiatrischen Epilepsiezentren mit insgesamt 74 Kindern und Jugendlichen mit therapieresistenter Epilepsie, die zuvor auf mehr als sieben antiepileptische Medikamente nicht ansprachen. Über durchschnittlich sechs Monate erhielten die Patienten ein CBD-reiches Cannabis-Öl in einem Verhältnis von 20 zu 1 (CBD zu THC). Bei 89 Prozent der Kinder reduzierte sich die Anfallshäufigkeit, bei 13 Patienten (18 Prozent) sogar um 75 bis 100 Prozent. Zusätzlich verbesserten sich Verhalten, Aufmerksamkeit, Sprache und Schlaf. Die Studie ist eine der meistzitierten klinischen Originalarbeiten zur CBD-Therapie bei pädiatrischer Epilepsie und bildet die Grundlage für die im Artikel genannten Zahlen.
7
Tierexperimentelle Studie
Prohedonic Effect of Cannabidiol in a Rat Model of Depression
Neuropsychobiology, 73(2), 123 bis 129 · Bar-Ilan University & Schneider Children's Medical Center, Israel
PMID: 27010632 · DOI: 10.1159/000443890
Tierstudie an Wistar-Kyoto-Ratten, einem genetischen Modell für depressives Verhalten. 48 WKY-Ratten und 48 Wistar-Kontrollen erhielten CBD oral in Dosen von 15, 30 und 45 mg pro kg. Im Saccharin-Präferenztest, einem klassischen Test zur Messung von Anhedonie also dem Verlust der Freudfähigkeit, kehrte CBD bei 30 mg pro kg den anhedonischen Zustand der WKY-Ratten signifikant um. Die Forschenden sprechen von einem prohedonic Effect. Im Novel-Object-Exploration-Test steigerte CBD zudem Erkundungsverhalten und Lokomotion. Wirkmechanistisch wird in der weiteren Literatur die Beteiligung von 5-HT1A-Serotoninrezeptoren diskutiert, denselben Rezeptoren, an denen klassische Antidepressiva wie SSRI ansetzen, ohne deren typische Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme oder pharmakologisches Abhängigkeitspotenzial. Wissenschaftliche Grundlage für den Depressionsabschnitt im Artikel.
Hinweis zu den Quellen: Alle hier aufgeführten Studien stammen aus peer-reviewten Fachzeitschriften. Cannabidiol ist nach aktuellem Stand der Forschung kein zugelassenes Arzneimittel, mit Ausnahme der EU-Zulassung von Epidyolex bei seltenen Epilepsieformen. Die Beobachtungs- und Tierstudien geben Hinweise auf Wirkmechanismen, ersetzen aber keine kontrollierten klinischen Belege. Bei chronischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei gleichzeitiger Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente ist die Rücksprache mit Arzt oder Apotheker dringend zu empfehlen. Weitere Hintergründe zu unserer Qualitätssicherung lesen Sie unter Qualitätsstandards und redaktionelle Richtlinien.

2 Kommentare


  • CBDNOL GmbH

    Guten Tag Frau Schubert,

    vielen Dank für die Anfrage.

    Alle unsere Öle haben weniger als 0,2% THC.

    Bei Fragen, Anregungen oder sonstigen Anliegen steht Ihnen unser Kundenservice gerne unter +43732 604098 oder info@cbdnol.com zur Verfügung. Viele Grüße und bleiben Sie gesund, das CBDNOL-Team


  • Schubert Carmen

    Was ist ein wirklich gutes Hanföl ohne THC?


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