Oft diskutiert, manchmal unterschätzt und trotzdem von immer mehr Menschen geschätzt: CBD Öl hat sich in den letzten Jahren als fester Bestandteil der Naturheilkunde etabliert. Heilpraktiker und Mediziner setzen zunehmend auf dieses Öl, weil es unterschiedlichste Beschwerden auf sanfte Weise lindern kann. Doch was steckt tatsächlich drin, wie wirkt es im Körper und worauf kommt es bei der Dosierung an? Dieser Ratgeber fasst den aktuellen Wissensstand für Sie zusammen.
Inhaltsverzeichnis
Was versteckt sich hinter dem Namen CBD Öl?
Hinter hochqualitativem CBD Öl verbirgt sich eine Kombination natürlicher Wirkstoffe aus der reinen Cannabispflanze. Das Öl wird aus den Blüten und Blättern von EU zertifiziertem Nutzhanf gewonnen und enthält neben dem namensgebenden Cannabidiol eine ganze Reihe weiterer Pflanzenstoffe. Anders als THC hat CBD keine berauschende Wirkung, was die Verbraucherzentrale gesundheit.de ausführlich erläutert.
Besonders hervorzuheben sind die enthaltenen Cannabinoide. Dazu gehören CBC (Cannabichromen), das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken kann und sich positiv auf die Zellerneuerung auswirkt.1 CBD selbst wird ebenfalls zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.3 Und CBDA, die natürliche Säureform von CBD, besitzt nach aktueller Forschung eine brechreizhemmende Wirkung und kann Übelkeit reduzieren.2
Neben den Cannabinoiden enthält ein Vollspektrum Öl weitere wertvolle Begleitstoffe: Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, Vitamine wie B1 und B2, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie pflanzliche Farbstoffe wie Chlorophyll und Carotinoide. Dieses Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe wird in der Wissenschaft als Entourage Effekt bezeichnet und gilt als ein Grund, warum Vollspektrum Extrakte wirksamer sein können als reines CBD Isolat.1
Wie CBD im Körper wirkt: das Endocannabinoid System
Um zu verstehen, warum CBD so vielfältig wirken kann, lohnt ein Blick auf das körpereigene Endocannabinoid System (ECS). Dieses System besteht aus Rezeptoren, die über den gesamten Körper verteilt sind, und körpereigenen Botenstoffen (Endocannabinoiden), die an diese Rezeptoren andocken. Das ECS reguliert unter anderem Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf, Appetit und Immunreaktionen.
CBD interagiert mit diesem System auf indirekte Weise. Es bindet nicht direkt an die Hauptrezeptoren CB1 und CB2, sondern moduliert deren Aktivität und beeinflusst gleichzeitig andere Rezeptorsysteme, etwa den Serotonin Rezeptor 5 HT1A.4 Auf diese Weise kann CBD beruhigend, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken, ohne einen Rauschzustand auszulösen.
Wenn der Körper durch Krankheit, anhaltenden Stress oder andere Belastungen aus dem Gleichgewicht gerät, kann die Zufuhr von pflanzlichen Cannabinoiden das ECS dabei unterstützen, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Genau hier setzt die tägliche Einnahme von CBD Öl an.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung im Überblick
| Inhaltsstoff | Eigenschaft | Relevanz |
|---|---|---|
| CBD (Cannabidiol) | Schmerzlindernd, entzündungshemmend, angstlösend | Hauptwirkstoff im Öl |
| CBC (Cannabichromen) | Entzündungshemmend, fördert Zellerneuerung | Verstärkt den Entourage Effekt |
| CBDA (Cannabidiolsäure) | Brechreizhemmend, lindert Übelkeit | Besonders in rohen Extrakten enthalten |
| Terpene (z.B. Myrcen, Linalool) | Beruhigend, schmerzlindernd | Tragen zum Entourage Effekt bei |
| Omega 3 / Omega 6 | Entzündungshemmend, zellschützend | Ideales Verhältnis im Hanföl |
| Vitamine B1, B2, E | Nervenstärkend, antioxidativ | Natürlich im Vollspektrum enthalten |
Anwendungsgebiete: Wo CBD Öl unterstützen kann
Die Forschung zu CBD ist noch jung, aber in einigen Bereichen gibt es bereits aussagekräftige Ergebnisse. Das Immunsystem profitiert von den antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften des CBD. Es hemmt unter anderem den NF κB Signalweg, einen zentralen Entzündungsvermittler, und reduziert oxidativen Stress.3 Auf diese Weise kann der Körper seine Energie stärker auf die eigentliche Heilung konzentrieren.
Angstzustände und Depressionen
Ein systematisches Review der New York University wertete sechs kontrollierte Studien aus und kam zu dem Ergebnis, dass CBD angstlösende Effekte zeigt, die über den Serotonin Rezeptor 5 HT1A vermittelt werden. Die Wirkung wurde bei sozialer Angststörung, generalisierter Angst und PTBS beobachtet.4
Epilepsie
Die stärkste klinische Evidenz im CBD Bereich stammt aus einer Studie im New England Journal of Medicine. Bei Kindern und Jugendlichen mit dem schwer behandelbaren Dravet Syndrom sank die Anfallsfrequenz unter CBD um rund 39 Prozent gegenüber 13 Prozent unter Placebo. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erhielt CBD die EU Zulassung als Arzneimittel (Epidyolex).5
Chronische Schmerzen und Entzündungen
Auch bei Rheuma, Arthrose und anderen chronischen Erkrankungen wird CBD zunehmend eingesetzt. Die entzündungshemmenden Mechanismen, etwa die Hemmung von COX 2 und die Modulation von Zytokinen wie TNF α und IL 6, machen CBD zu einer interessanten Ergänzung.3 Wichtig: CBD Öl ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung, sondern kann ergänzend eingesetzt werden.
Diabetes und Stoffwechsel
Eine placebokontrollierte Pilotstudie an der University of Nottingham zeigte, dass CBD die Insulinresistenz verbesserte und das gefäßschützende HDL Cholesterin erhöhte.7 Auch wenn weitere Studien nötig sind, deutet die Forschung auf mögliche Vorteile bei metabolischen Erkrankungen hin.
Darüber hinaus wird CBD Öl auch bei Hautproblemen, Schlafstörungen und zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens genutzt. Für einige im öffentlichen Diskurs genannte Anwendungsgebiete wie Alzheimer oder Krebs existieren allerdings noch keine robusten Humanstudien. Hier sollte man mit Erwartungen vorsichtig sein.
CBD Öl Dosierung als wichtiger Faktor
Die richtige Dosierung von CBD Öl ist individuell verschieden und hängt von mehreren Faktoren ab: Körpergewicht, Stoffwechsel, Art der Beschwerden und persönliche Empfindlichkeit. Die Mayo Clinic empfiehlt in ihrem Leitfaden eine sogenannte Low and Slow Strategie, bei der man mit einer niedrigen Dosis beginnt und diese schrittweise steigert.6
Als allgemeine Orientierung kann die folgende Vorgehensweise dienen:
Bei leichten Beschwerden empfiehlt es sich, in der ersten Woche morgens und abends je drei Tropfen eines 5 prozentigen Öls einzunehmen. In der zweiten Woche kann die Dosis auf fünf Tropfen pro Einnahme erhöht werden.
Bei stärkeren Beschwerden beginnt man ebenfalls mit drei Tropfen morgens und abends und steigert in der dritten Woche auf drei Einnahmen am Tag mit je fünf Tropfen.
Bei chronischen Schmerzen kann ein 10 prozentiges Öl sinnvoll sein. Hier startet man mit vier Tropfen morgens und abends und steigert in der zweiten Woche auf fünf Tropfen. Je nach Schmerzintensität kann die Dosis weiter angepasst werden.
Bei Magenkrämpfen oder Schlaflosigkeit genügen oft schon drei Tropfen eines 2 prozentigen Öls morgens und abends. Bei Angstgefühlen oder Nervosität wird eine dreimal tägliche Einnahme empfohlen.
Genau wie bei allen anderen Präparaten ist die optimale Dosierung immer abhängig von Ihrem Gewicht, Gesundheitszustand und eventuellen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Eine fachliche Einschätzung ist hier besonders ratsam, damit Sie die Vorteile des CBD Öls voll ausschöpfen können. Weiterführende Erfahrungsberichte finden Sie in unserem Beitrag „CBD Öl Erfahrungen: So kann CBD Öl wirken".
Woran Sie hochwertiges CBD Öl erkennen
Nicht jedes CBD Öl hält, was es verspricht. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2018 ergab, dass bei 9 von 14 analysierten Produkten die angegebene CBD Konzentration nicht mit dem tatsächlichen Gehalt übereinstimmte. Damit Sie ein Produkt finden, dem Sie vertrauen können, sollten Sie auf folgende Merkmale achten:
Erstens: unabhängige Laboranalysen, die den CBD Gehalt und die Abwesenheit von Schadstoffen bestätigen. Zweitens: eine klare Herkunft des Hanfs, idealerweise aus EU zertifiziertem biologischem Anbau. Drittens: ein Vollspektrum Extrakt, der den Entourage Effekt ermöglicht. Und viertens: transparente Produktinformationen inklusive Chargennummer und Analysezertifikat.
Bei CBDNOL werden alle Produkte durch unabhängige Labore geprüft und die Ergebnisse auf der Website veröffentlicht. So können Sie sich selbst von der Qualität überzeugen. Mehr zu unseren Standards erfahren Sie auf unserer Qualitätsseite.
Mögliche Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
CBD wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als allgemein gut verträglich und sicher eingestuft. Dennoch können in Einzelfällen Nebenwirkungen auftreten, darunter Müdigkeit, Mundtrockenheit, leichte Magen Darm Beschwerden oder Appetitveränderungen. Diese Effekte klingen in der Regel von selbst ab, sobald sich der Körper an die Einnahme gewöhnt hat.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen. CBD kann über das Cytochrom P450 Enzymsystem (insbesondere CYP3A4 und CYP2C19) den Abbau bestimmter Wirkstoffe beeinflussen.6 Dazu gehören unter anderem Blutverdünner und einige Antidepressiva. Schwangere, stillende Frauen und Personen mit Lebererkrankungen sollten vor der Einnahme unbedingt ärztlichen Rat einholen.
Hinterlassen Sie ein Kommentar