Hanf-Extrakt als natürliches Schmerzmittel

Hanf-Extrakt als natürliches Schmerzmittel

Aus der Blüte gewonnen, mit hochwertigem Öl vermischt und wirksam gegen ein breites Spektrum an Erkrankungen: Hanf-Extrakt hat den Ruf, ein natürliches Schmerzmittel ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu sein. Ist das so? Wir gehen dem Mythos Hanf-Extrakt als natürliches Schmerzmittel in diesem Beitrag auf den Grund.

Was ist der Unterschied zwischen Hanf-Extrakt und Hanf-Öl?


Der Unterschied zwischen den beiden Produkten wird deutlicher, wenn man die Bezeichnungen Hanfsamen-Öl und CBD-Öl verwendet. Hanfsamenöl wird, wie schon der Name vermuten lässt, aus gepressten Hanfsamen extrahiert. Hanfsamen haben absolut keine psychoaktive Wirkung, ganz egal, ob man sie erhitzt oder roh zu sich nimmt. Aus diesem Grund ist der Verkauf und Konsum von Hanföl in den meisten Ländern legal. Hanföl wird dort auch in gut sortierten Reformhäusern oder vereinzelt auch in den Supermärkten angeboten. Im Gegensatz zum Hanfsamenöl wird das CBD-Öl, also das Hanf-Extrakt-Öl, nur dort verkauft, wo es ausdrücklich für legal erklärt wurde. CBD-Öl wird durch die Extraktion aus Cannabisblüten, vorzugsweise aus einer bestimmten Cannabissorte, die extrem reich an Cannabidiol ist, gewonnen. Das Öl hat allerdings ebenfalls keinerlei berauschende Eigenschaften. [1]

Lesen Sie mehr in unseren Beitrag:"Was ist der Unterschied zwischen CBD Öl und Hanfsamenöl?".

„Hanf-Extrakt zeigt sich oft als sanfter Begleiter bei Schmerzen: Die in ihm enthaltenen Cannabinoide können die neuronale Schmerzübertragung beeinflussen und so zur Linderung beitragen, ganz ohne typische Gewöhnungseffekte, wie sie bei vielen klassischen Schmerzmitteln auftreten.”

Josef Eckmair MBA

THC, CBD: Hä, wie jetzt?!

Cannabis als vielseitiges Arzneimittel?


Es gibt mittlerweile einige Untersuchungen, die zeigen, dass Cannabis bei einer Vielzahl von Krankheiten lindern wirken kann - darunter Glaukom, Migräne, Schuppenflechte, Spastiken, Multiple Sklerose und sogar Krebs. So lassen sich z.B. mit Cannabis-Extrakt Spastik und Schmerzen bei Multipler Sklerose gut reduzieren. [3]
Beim Tourette-Syndrom berichten Betroffene nach der Einnahme von Cannabis von einer Reduzierung der Tics. Cannabis kann mit seinen Inhaltsstoffen auch dabei helfen, beim Glaukom, einer Augenkrankheit, den Augeninnendruck zu senken. Der gesteigerte Augeninnendruck zerstört nämlich nach und nach den Sehnerv, was zu völliger Erblindung führen kann. Hanf soll zudem auch in der Lage sein, die Bronchien zu weiten und ist daher für Menschen mit Asthma nützlich. Natürlich sollte es als Extrakt und nicht geraucht als Joint dem Körper zugeführt werden. [4]
"Normalerweise kann ein Wirkstoff ein oder zwei Krankheiten lindern, diese Vielfalt ist sehr selten", so der Mediziner Franjo Grotenhernen aus Köln. Um die 1.000 Ausnahmegenehmigungen für medizinisches Cannabis hat er schon für seine Patienten erwirkt.
Er sagt natürlich auch ausdrücklich dazu, dass Cannabis ebenso Nebenwirkungen haben kann – verglichen mit Psychopharmaka, Krampflösern und Schmerzmitteln seien diese Nebenwirkungen aber überschaubar.



Hanfblüten-Extrakt weist außergewöhnlich vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften auf.

Ein Problem, das sich laut Franjo Grotenhermen ergeben könnte, ist die Tatsache, dass vielen Ärzten schlicht und einfach jegliches Fachwissen über den Einsatz von Hanf bei Erkrankungen fehlt. Aus diesem Grund glaubt er auch, dass viele sich nicht trauen würden, Cannabis als Medikament zu verschreiben. Zudem seien Cannabis-Medikamente sehr teuer – was einen großen Teil des Arzneimittelbudgets der jeweiligen Ärzte einnehmen könnte.

Über die schmerzlindernde Wirkung von Hanf-Extrakt


Cannabis wird auch zur Schmerzlinderung konsumiert und teilweise schon ärztlich verschrieben – vor allem dann, wenn alle anderen schulmedizinischen Versuche scheitern. Ein Lied davon singen kann die 72-jährige Seniorin Melanie L., die unter so schweren Rheumaschmerzen litt, dass sie teilweise nicht einmal mehr das Haus verlassen konnte, geschweige denn, sich um den Haushalt kümmern. Ein Freund von ihr las in einer niederländischen Zeitung von Hanföl  und empfahl es der betagten Dame. Diese Empfehlung sollte das Leben der Seniorin schlagartig ändern. Abhängig von schweren Schlafmitteln und schon höchst depressiv gibt sie dem Öl eine Chance: "Ich habe mit drei Tropfen am Tag angefangen und direkt in der ersten Woche ging es mir besser", so Melanie L. zu RP Online. Sogar die normalen Medikamente konnte sie schon nach wenigen Wochen reduzieren, da sie sie einfach nicht mehr benötigte. [5]
Die schmerzlindernde Wirkung von Hanf-Extrakt ist auf die Cannabinoide in der Pflanze zurückzuführen. Die Cannabinoide sind in medizinischem Cannabis-Öl viel konzentrierter – was dem Öl eine noch stärkere Fähigkeit zur Schmerzlinderung verleiht.
Studien haben gezeigt, dass Cannabinoide Schmerzen lindern können, indem sie die neuronale Übertragung in einem gewissen Maße hemmen. Hanf reduziert also demzufolge die „Schmerz-Marker“. Daher wird Hanföl  auch verstärkt zur Therapie von Schmerzleiden, wie Gelenksbeschwerden im Alter oder Rheuma, angewandt. [6]

Bei Hanföl  tritt kein Gewohnheitseffekt ein


Hanf-Extrakt-Öl fungiert also als natürlicher Schmerzlinder und Stimmungsaufheller. Auch wenn es bei manchen Krankheiten, die mit sehr starken Schmerzen einhergehen, nicht immer möglich ist, diese mithilfe von Hanföl  vollkommen aus der Welt zu schaffen, kann mit dem Öl zumindest eine Reduzierung der Schmerzmittel bewirkt werden.
Einer Studie im „Journal of Experimental Medicine“ zufolge, hat Hanföl  zudem einen weiteren Vorteil in Sachen Schmerzlinderung, verglichen mit herkömmlichen Arzneimitteln: Bei Hanf-Extrakt soll es zu keinem Gewohnheitseffekt kommen. Herkömmliche Schmerzmittel haben bekanntermaßen unter anderem die unangenehme Begleiterscheinung, dass sie nach einer gewissen Zeit immer weiter erhöht werden müssen, um überhaupt noch eine Wirkung auf den Körper zu zeigen. Dem soll bei Hanf Extrakt nicht so sein – es wirkt viel nachhaltiger gegen die Schmerzen. [7]

 Quellenangabe:

(1)https://sensiseeds.com/de/blog/welche-unterschiede-gibt-es-zwischen-hanfol-und-cbd-ol/
(2)https://www.medicann.ch/unterschied-zwischen-thc-und-cbd/
(3)https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/multiple_sklerose/article/859903/nutzenanalyse-welchen-krankheiten-cannabis-hilft.html
(4)http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/cannabis-bei-krebs-ms-oder-aids-kann-die-droge-helfen-a-982282.html
(5)http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/cannabis-oel-aus-thc-und-cbd-erfahrung-einer-schmerz-patientin-aid-1.6671908
(6)http://www.gesundheute.com/gesund-ist-cannabisoel/2/
(7)https://www.zentrum-der-gesundheit.de/hanfextrakt.html

Der Artikel erklärt, dass Hanf-Extrakt aufgrund seiner Cannabinoide eine schmerzlindernde Wirkung besitzen soll, da diese die neuronale Schmerzübertragung beeinflussen können. 

Hanf-Extrakt-Öl wird im Artikel als natürliche Alternative beschrieben, die bei Schmerzen wie Gelenkbeschwerden oder Rheuma unterstützend angewendet wird. 

Es wird berichtet, dass laut Erfahrungsberichten man durch Hanf-Extrakt die Einnahme klassischer Schmerzmittel reduzieren kann. 

Der Beitrag hebt hervor, dass Hanf-Extrakt als Schmerzmittel keinen Gewöhnungseffekt zeigt, wie es bei vielen herkömmlichen Arzneien der Fall sei.

Josef Eckmair MBA

Josef Eckmair MBA

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Geprüft Inhaltlich geprüft von · Ernährungsexperte & Hanf-Autor bei CBDNOL · Stand: Februar 2026
Cannabinoide & Schmerzmechanismen
1
Übersichtsarbeit
Cannabinoids and Pain: New Insights From Old Molecules
Frontiers in Pharmacology, 9, 1259
PMCID: PMC5922297 · DOI: 10.3389/fphar.2018.01259
Umfassende Übersicht der aktuellen Forschung zu Cannabinoiden und Schmerzlinderung: Cannabinoide hemmen die neuronale Übertragung von Schmerzsignalen über CB1- und CB2-Rezeptoren sowohl im peripheren als auch im zentralen Nervensystem. Die Studie zeigt, dass Hanf-Extrakt bei neuropathischen, entzündlichen und chronischen Schmerzen wirksam sein kann.
2
Übersichtsarbeit
Cannabinoid receptors and pain
Progress in Neurobiology, 63(5), 569–611
PMID: 11164622 · DOI: 10.1016/S0301-0082(00)00031-9
Grundlegende Arbeit zum Schmerzverarbeitungssystem und Cannabinoid-Rezeptoren: CB1-Rezeptoren sind in schmerzkritischen Bereichen des Nervensystems hochkonzentriert – im Rückenmark, den Hinterwurzelganglien und im Hirnstamm. Cannabinoide hemmen die Freisetzung von Schmerz-Neurotransmittern und reduzieren damit messbar die neuronale Schmerzübertragung.
Cannabis als vielseitiges Arzneimittel – Metaanalysen
3
Systematischer Review & Meta-Analyse
Cannabinoids for Medical Use: A Systematic Review and Meta-analysis
JAMA, 313(24), 2456–2473
PMID: 26103030 · DOI: 10.1001/jama.2015.6358
Größte systematische Übersicht zu medizinischen Cannabinoiden: Ausgewertet wurden 79 Studien mit über 6.000 Patienten. Mäßige bis starke Evidenz für die Wirksamkeit bei chronischen Schmerzen und Spastik bei MS; Hinweise auf Wirksamkeit bei Übelkeit, Glaukom und weiteren Erkrankungen. Die Arbeit bestätigt das breite medizinische Potenzial von Hanf-Extrakt.
4
Übersichtsarbeit
Cannabinoids in the management of difficult to treat pain
Therapeutics and Clinical Risk Management, 4(1), 245–259
PMCID: PMC2503660 · PMID: 18728714
Übersicht zur Anwendung von Cannabinoiden bei schwer behandelbaren Schmerzen: CBD und andere Cannabinoide wirken über multiple Mechanismen gleichzeitig – als Analgetikum, Antispastikum und Antiphlogistikum. Besonders bei Schmerzen, die auf Opioide und klassische Schmerzmittel nicht ausreichend ansprechen, zeigen Cannabinoide klinisch relevante Wirkungen.
Multiple Sklerose & Rheuma
5
Klinische Studie (RCT)
Randomized controlled trial of cannabis-based medicine in spasticity caused by multiple sclerosis
European Journal of Neurology, 14(3), 290–296
PMID: 17355549 · DOI: 10.1111/j.1468-1331.2006.01639.x
Randomisierte kontrollierte Studie: Cannabis-basiertes Medikament (Nabiximols) reduzierte Spastik und Schmerzen bei MS-Patienten signifikant gegenüber Placebo. Die Studie untermauert den im Artikel genannten Einsatz von Hanf-Extrakt zur Linderung von Spastik und Schmerzen bei Multipler Sklerose – einem der am besten belegten medizinischen Anwendungsgebiete.
6
Präklinische Studie
The nonpsychoactive cannabis constituent cannabidiol is an oral anti-arthritic therapeutic in murine collagen-induced arthritis
Proceedings of the National Academy of Sciences, 97(17), 9561–9566
PMID: 10920191 · DOI: 10.1073/pnas.160105897
Studie zu CBD bei Arthritis im Mausmodell: CBD hemmte die Gelenkentzündung und den Gelenksabbau bei kollagen-induzierter Arthritis signifikant. Als nicht-psychoaktiver Wirkstoff wirkte CBD sowohl entzündungshemmend als auch schmerzlindernd – ein wichtiger präklinischer Beleg für den Einsatz von Hanf-Extrakt bei rheumatischen Gelenkbeschwerden.
Kein Gewohnheitseffekt – Sicherheit & Verträglichkeit
7
Übersichtsarbeit
An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies
Cannabis and Cannabinoid Research, 2(1), 139–154
PMCID: PMC5569602 · DOI: 10.1089/can.2016.0034
Aktueller Review zu Sicherheit und Nebenwirkungen von CBD: In klinischen Daten und Tierstudien zeigte CBD keine Abhängigkeits- oder Toleranzentwicklung (kein Gewohnheitseffekt). Verglichen mit klassischen Schmerzmitteln wie Opiaten oder NSAID weist CBD ein deutlich günstigeres Nebenwirkungsprofil auf – was den im Artikel beschriebenen Vorteil wissenschaftlich stützt.
8
Übersichtsarbeit
Safety and side effects of cannabidiol, a Cannabis sativa constituent
Current Drug Safety, 6(4), 237–249
PMID: 22129319 · DOI: 10.2174/157488611798280924
Systematische Übersicht zum Sicherheitsprofil von CBD: CBD zeigte in Humanstudien keine psychomotorischen Beeinträchtigungen, keine Toleranzentwicklung, kein Abhängigkeitspotenzial und keine negativen Auswirkungen auf physiologische Parameter. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schmerzmitteln, bei denen die Dosis nach längerer Einnahme oft erhöht werden muss, tritt dieser Gewohnheitseffekt bei Hanf-Extrakt nachweislich nicht auf.
Hinweis zu Hanf-Extrakt: Die hier aufgeführten wissenschaftlichen Studien dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Hanf-Extrakt (CBD-Öl) ist kein Arzneimittel und nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten bestimmt. Die im Artikel erwähnten präklinischen Ergebnisse und Erfahrungsberichte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen – insbesondere bei chronischen Schmerzen, MS oder anderen Erkrankungen – konsultieren Sie bitte immer einen Arzt. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsstandards & redaktionellen Richtlinien.

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