Vorteile von CBD-Öl

Vorteile von CBD-Öl

CBD-Öl ist als pflanzliche Begleitung im Alltag in Deutschland und Österreich angekommen. Wer im Internet nach Erfahrungen sucht, findet schnell ein breites Spektrum: von Nutzern, die berichten, sie hätten endlich besser geschlafen oder weniger Schmerzen gehabt, bis zu Stimmen, bei denen sich nichts Spürbares getan hat. Beide Erfahrungen sind echt, und beide haben einen Platz in einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Dieser Beitrag bündelt die häufigsten Erfahrungsbereiche, die unsere Kunden und externe Anwender beschreiben, und ordnet sie auf zwei Ebenen ein: Was berichten Menschen, und was zeigt die wissenschaftliche Forschung dazu? Damit erhalten Sie einen realistischen Eindruck, ohne in die Falle der Heilversprechen zu tappen.

Aktualisiert: April 2026 Lesezeit: 9 Min 1.860 Wörter Autor: Christian Eckmair 7 wissenschaftliche Quellen
Inhaltsverzeichnis

Wichtig vorweg: Keine Heilversprechen

Die folgenden Erfahrungen sind genau das: persönliche Eindrücke einzelner Menschen. Sie sind keine Garantie, dass CBD bei Ihnen ähnlich wirkt, und ersetzen weder eine ärztliche Diagnose noch eine medizinische Behandlung. Die Forschung zu CBD ist je nach Anwendungsbereich unterschiedlich weit, in vielen Feldern noch am Anfang. Wir beziehen jeden Erfahrungsbereich auf die aktuelle Studienlage und kennzeichnen klar, wo etwas wissenschaftlich gut belegt ist und wo nicht.

Erfahrungsberichte richtig einordnen

Was bedeutet es, wenn jemand schreibt „CBD hat mir geholfen“? Erfahrungsberichte sind wertvoll, weil sie aus dem Alltag kommen und zeigen, wie ein Produkt sich wirklich anfühlt. Sie haben aber Grenzen, die Sie kennen sollten: Niemand schreibt eine Bewertung mit Kontrollgruppe, niemand kann den Placebo-Anteil sauber abziehen, und niemand ist gegen die Suche nach Bestätigung gefeit. Eine Studie, die unter standardisierten Bedingungen läuft, sieht das Ganze nüchterner.

In der Praxis ergänzen sich beide Quellen. Erfahrungen geben einen ersten Hinweis, ob ein Thema überhaupt überprüfenswert ist. Studien klären, ob hinter dem Hinweis eine reproduzierbare Wirkung steht oder nicht. Genau diese Logik liegt unserer Einordnung in den nächsten Abschnitten zugrunde.

CBD-Öl Erfahrungen im Überblick

Entzündungen

Ob Akne, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Borreliose: Viele Anwender berichten, dass CBD ihnen geholfen hat, entzündungsbedingte Beschwerden zu lindern. Die Forschungsgrundlage dafür ist solide. Eine ausführliche Übersicht beschreibt, dass CBD die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe wie TNF-α und IL-6 hemmen, oxidativen Stress reduzieren und über NF-κB-Signalwege antientzündlich wirken kann7. Anders als bei rezeptfreien Schmerzmitteln wie Ibuprofen besteht bei CBD kein klassisches Abhängigkeitsrisiko, was es als Begleiter im Alltag interessant macht.

Schmerzen und Migräne

Kopfschmerzen, Migräneanfälle, muskuloskelettale Beschwerden: Bei diesen Themen kommen viele Erfahrungsberichte zusammen. Manche Anwender beschreiben, dass sie ihre Schmerzmittel reduzieren konnten, andere spüren keinen Unterschied.

Die wissenschaftliche Erklärung führt zu einem Konzept, das Ethan Russo geprägt hat: dem klinischen Endocannabinoid-Defizit. Demnach könnten Migräne, Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom mit einer Unterversorgung des körpereigenen Cannabinoid-Systems zusammenhängen. CBD greift unter anderem über 5-HT1A-Serotonin-Rezeptoren in dieses System ein, was die im Alltag berichtete Wirkung auf Kopfschmerzen, Migräne und Stimmung mechanistisch nachvollziehbar macht5. Klinische Studien zur Schmerztherapie speziell mit reinem CBD sind allerdings begrenzt, weshalb gut belegte Aussagen über exakte Wirkstärken noch fehlen.

Angstzustände

Angstgefühle, Panikattacken, soziale Phobien: Hier ist die Studienlage am differenziertesten. Eine umfassende Übersichtsarbeit der NYU School of Medicine fasst zusammen, dass präklinische und kontrollierte Humanstudien CBD eine angstlösende Wirkung bei generalisierter Angststörung, Panikstörung, sozialer Angststörung, Zwangsstörungen und posttraumatischer Belastungsstörung zuschreiben, jeweils bei akuter Anwendung2. CBD entfaltet diesen Effekt vor allem über 5-HT1A-Rezeptoren und den TRPV1-Kanal, ohne sedierend zu wirken. Trotzdem gilt: Wer regelmäßig unter Angst leidet, sollte zuerst ärztlich abklären lassen, was dahintersteht. CBD ersetzt keine Therapie.

Epilepsie

Bei diesem Thema verlässt der Artikel den Bereich der Erfahrungsberichte und betritt den der medizinischen Evidenz. Dass CBD bei bestimmten therapieresistenten Epilepsieformen wirkt, ist klinisch belegt: In einer randomisierten, doppelblinden Studie mit 120 Kindern und Jugendlichen mit Dravet-Syndrom sank die mittlere Anfallsfrequenz unter CBD um 38,9 Prozent gegenüber 13,3 Prozent unter Placebo1. Auf dieser Studie basiert die EU-Zulassung des verschreibungspflichtigen Medikaments Epidyolex.

Für Betroffene heißt das: Bei Epilepsie ist CBD eine arzneimittelregulierte Therapie und keine Frage von Erfahrungsberichten aus dem Internet. Die Behandlung gehört in die Hände eines Neurologen, der Dosis, Wechselwirkungen und Begleitmedikation kontrolliert. Mehr Hintergrund finden Sie in unserem Beitrag Wie CBD bei Epilepsie helfen kann.

Schlafprobleme

Schlecht einschlafen, häufiges nächtliches Aufwachen, am Morgen müde: Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Anlässen, aus denen Menschen CBD ausprobieren. Eine prospektive Fallserie an einem psychiatrischen Behandlungszentrum dokumentierte, dass sich die Schlafqualität bei rund 67 Prozent der 72 ausgewerteten Patienten innerhalb des ersten Monats verbesserte3. Die Werte schwankten über die Folgemonate, was die Autoren selbst transparent machen.

Eine Fallserie ist keine kontrollierte Studie, deshalb sollten die Zahlen nicht überinterpretiert werden. Sie zeigt aber, warum so viele Anwender den Versuch wert finden. Praktische Hinweise zur Einnahme am Abend gibt unser Artikel CBD und Schlaf.

Übelkeit

CBD wird in einzelnen Erfahrungsberichten gegen Übelkeit eingesetzt, vor allem im Kontext von Reisekrankheit oder belastenden medizinischen Behandlungen. Die Forschung zeigt einen plausiblen Mechanismus: Ein Übersichtsartikel der University of Guelph beschreibt, dass CBD in niedrigen Dosen über indirekten Agonismus an 5-HT1A-Autorezeptoren im dorsalen Raphe-Kern Übelkeit unterdrücken kann, ohne die typischen Nebenwirkungen klassischer Antiemetika6. Wichtig ist die Einschränkung: Die Mehrzahl dieser Studien wurde im Tiermodell durchgeführt. Kontrollierte Humanstudien speziell zu Übelkeit mit reinem CBD stehen noch aus.

Stress

Auf den Bewertungsplattformen wie Trustpilot finden sich regelmäßig Kommentare von Anwendern, die CBD zur Entspannung nach langen Arbeitstagen einsetzen. Es geht hier nicht um eine medizinische Indikation, sondern um Wohlbefinden und das Bedürfnis nach einem ruhigen Abend. Die in den Abschnitten zu Angst und Schlaf zitierten Mechanismen (5-HT1A-Modulation, indirekte Beeinflussung des Endocannabinoid-Systems) bieten dafür eine pharmakologische Grundlage, ohne dass „Stress" als solcher klinisch reproduzierbar gemessen worden wäre.

Hautprobleme

Bei Akne, Ekzemen und entzündlichen Hautirritationen werden CBD-Pflegeprodukte zunehmend eingesetzt. Mechanistisch ist das gut untersucht: Eine Humanzellstudie aus dem Journal of Clinical Investigation hat an menschlichen Talgdrüsenzellen gezeigt, dass CBD dosisabhängig die übermäßige Talgproduktion hemmt und entzündliche Prozesse über TRPV4-Kanäle und NF-κB-Signalwege unterdrückt4. Bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis ersetzt das aber keinen Dermatologen. CBD-Kosmetik kann begleitend genutzt werden, eine Diagnose und ein Therapieplan gehören in fachärztliche Hände. Vertiefend: CBD Öl bei Akne.

Studienlage im Überblick

Die folgende Übersicht ordnet die acht Erfahrungsbereiche nach der Qualität und dem Umfang der vorhandenen Forschung. So sehen Sie auf einen Blick, wo eine Aussage gut belegt ist und wo es bisher nur Hinweise gibt.

Bereich Studientyp & Belegtheit Wichtigste Referenz
Epilepsie (Dravet-Syndrom) Pivotale RCT EU-Zulassung Epidyolex Devinsky et al. 20171
Angst & Panik Systematisches Review klinisch + präklinisch Blessing et al. 20152
Schlaf & allgemeine Anspannung Fallserie n = 72 Shannon et al. 20193
Hautprobleme & Akne In vitro menschliche Hautzellen Oláh et al. 20144
Migräne & Schmerzen Theoriereview ECS-Defizit Russo 20165
Übelkeit Tiermodelle Mechanismus belegt Parker et al. 20116
Entzündungen allgemein Mechanistisches Review Atalay et al. 20197

Die Berichte zeigen, dass CBD-Öl für viele Menschen ein bewusster Baustein im Alltag sein kann. Sie eröffnen Möglichkeiten, Ruhe, Schlaf und Wohlbefinden neu zu überdenken, ohne verteufelnde Versprechungen.

Christian Eckmair
Christian Eckmair Gründer CBDNOL
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Was Sie selbst beachten sollten

Wenn Sie CBD ausprobieren, lohnt es sich, das eigene Vorgehen so zu strukturieren, dass am Ende eine ehrliche Antwort steht: Hat es etwas verändert oder nicht? Vier Punkte machen den Unterschied.

Qualität vor Stärke. Ein hochwertiges 5-Prozent-Öl mit transparenter Laboranalyse hilft mehr als ein günstiges 20-Prozent-Öl unbekannter Herkunft. Achten Sie auf veröffentlichte Cannabinoid-Profile und Analysen auf Pestizide und Schwermetalle, wie Sie sie auf unserer Seite zu Qualität und Laborberichten finden.

Geduld statt Schnelldosierung. Beobachten Sie sich über mindestens zwei bis vier Wochen bei einer konstanten Dosis, bevor Sie ein Urteil fällen. Wer ständig die Dosis verändert, kann nicht mehr unterscheiden, was wirkt und was Zufall war. Eine ausführliche Anleitung zur Dosis bietet unser Beitrag CBD Öl Dosierung und Einnahme.

Wechselwirkungen prüfen. CBD wird in der Leber über Cytochrom-P450-Enzyme verstoffwechselt, dieselben Enzyme, die viele Medikamente abbauen. Wer Blutverdünner, Antiepileptika, Antidepressiva oder andere regelmäßig eingenommene Präparate verwendet, sollte vor der ersten Einnahme mit dem behandelnden Arzt sprechen.

Tagebuch führen. Notieren Sie kurz und schmerzlos: Datum, Dosis, beobachtete Veränderungen. Nach drei bis vier Wochen wird sichtbar, ob ein Muster entsteht oder nicht. Häufige Anwendungsfehler haben wir im Beitrag 5 Fehler bei der CBD-Öl-Einnahme zusammengefasst.

Häufig gestellte Fragen

Sind Erfahrungsberichte ein verlässlicher Wegweiser bei CBD?

Sie sind ein erster Hinweis, kein Beweis. Ein Erfahrungsbericht zeigt, dass jemand etwas Bestimmtes erlebt hat. Er sagt aber nichts darüber aus, ob die Wirkung auf CBD zurückgeht, ob ein Placeboeffekt mitgespielt hat oder ob individuelle Faktoren wie Stresslevel, Schlaf oder Ernährung den Unterschied gemacht haben. Verlässlich werden Aussagen erst durch Studien mit Kontrollgruppen. In den Bereichen Epilepsie und akute Angst ist diese Stufe erreicht, in vielen anderen Themen noch nicht.

Wie lange sollte ich CBD nehmen, bevor ich meine eigenen Erfahrungen bewerten kann?

Geben Sie sich mindestens zwei bis vier Wochen bei einer konstanten Dosis und Einnahmezeit. CBD entfaltet seine Wirkung über das Endocannabinoid-System, und dieses System reagiert in der Regel nicht von einem Tag auf den anderen. Wenn Sie ständig die Tropfenzahl ändern oder zwischen verschiedenen Produkten wechseln, lässt sich am Ende nicht mehr sagen, was gewirkt hat. Ein kurzes Tagebuch mit Datum, Dosis und beobachteten Veränderungen erleichtert die Selbstbeobachtung.

Wie unterscheiden sich Erfahrungen mit Vollspektrum-CBD und reinem CBD-Isolat?

Vollspektrum-Öle enthalten neben CBD auch Spurencannabinoide wie CBG, CBN, CBC sowie Terpene und Flavonoide. Viele Anwender berichten, dass sie mit Vollspektrum-Produkten ein subjektiv weicheres und vollständigeres Gefühl beschreiben. Wissenschaftlich wird das mit dem sogenannten Entourage-Effekt erklärt, dem Zusammenspiel der Pflanzenstoffe. CBD-Isolate sind reines Cannabidiol ohne Begleitstoffe, geeignet etwa für Menschen, die jegliche THC-Spuren vermeiden müssen. Die Studienlage zum Entourage-Effekt ist noch im Aufbau, persönliche Vorlieben spielen daher eine größere Rolle als bei vielen anderen Produktentscheidungen.

Bei welchen Beschwerden sollte ich nicht allein auf Erfahrungsberichte vertrauen?

Bei allem, was eine medizinische Diagnose und Behandlung verlangt: anhaltende oder starke Schmerzen unklarer Ursache, Krampfanfälle, schwere Hauterkrankungen wie ausgedehnte Psoriasis oder Neurodermitis, Schlafstörungen über mehrere Monate, anhaltende Angstzustände oder Depressionen sowie Beschwerden während Schwangerschaft und Stillzeit. In diesen Fällen ersetzt CBD keine ärztliche Abklärung. Auch bei der Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente sollten mögliche Wechselwirkungen über die Cytochrom-P450-Enzyme zuerst mit dem Arzt besprochen werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die geschilderten Erfahrungen sind Einzelfälle und keine Garantie für die individuelle Wirkung. CBD-Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel beziehungsweise Kosmetika und keine Arzneimittel. Sie sind nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Erkrankungen bestimmt. Eine Ausnahme bildet die spezifisch zugelassene Behandlung bestimmter Epilepsieformen mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Epidyolex unter ärztlicher Aufsicht. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten konsultieren Sie bitte einen Arzt oder Apotheker.
Christian Eckmair

Christian Eckmair

Gründer CBDNOL & Autor

Gründer von CBDNOL und seit über einem Jahrzehnt mit der Hanfpflanze und ihren Anwendungen vertraut. Verantwortlich für Produktauswahl, Qualitätskontrolle und redaktionelle Inhalte rund um CBD-Öle, Blüten und Kosmetik.

Geprüft Inhaltlich geprüft von · Gründer CBDNOL · Stand: April 2026
Epilepsie & Angst
1
Pivotale RCT (Epidyolex)
Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome
New England Journal of Medicine, 376(21), 2011–2020
PMID: 28538134 · DOI: 10.1056/NEJMoa1611618
Randomisierte, doppelblinde Studie mit 120 Kindern und Jugendlichen mit Dravet-Syndrom. Die mittlere Anfallsfrequenz sank unter CBD um 38,9 Prozent gegenüber 13,3 Prozent unter Placebo, ein statistisch hochsignifikanter Unterschied. Diese Studie bildete die wissenschaftliche Grundlage für die EU-Zulassung des CBD-Medikaments Epidyolex und ist die einzige CBD-Indikation mit pivotaler Beweislage. Publiziert im weltweit ranghöchsten medizinischen Fachjournal.
2
Systematisches Review
Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders
Neurotherapeutics, 12(4), 825–836
PMID: 26341731 · PMCID: PMC4604171 · DOI: 10.1007/s13311-015-0387-1
Umfassende Übersichtsarbeit der NYU School of Medicine zu CBD und Angsterkrankungen. CBD entfaltet anxiolytische Effekte über den 5-HT1A-Serotoninrezeptor, den TRPV1-Kanal und durch indirekte Modulation des Endocannabinoid-Systems. Diese Mechanismen sind bei generalisierter Angststörung, Panikstörung, sozialer Angststörung, Zwangsstörung und PTBS sowohl präklinisch als auch klinisch belegt, jeweils bei akuter Anwendung. Wissenschaftliche Grundlage für die im Artikel beschriebene beruhigende Wirkung von CBD im zentralen Nervensystem.
Schlaf, Schmerzen & Migräne
3
Klinische Fallserie (n = 72)
Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series
The Permanente Journal, 23, 18–041
PMID: 30624194 · PMCID: PMC6326553 · DOI: 10.7812/TPP/18-041
Prospektive Auswertung an 72 erwachsenen psychiatrischen Patienten. Innerhalb des ersten Monats verbesserten sich die Angstsymptome bei 79 Prozent der Teilnehmer und die Schlafqualität bei 67 Prozent. Die Werte schwankten über die Folgemonate, was die Autoren transparent darlegen. CBD wurde gut vertragen, schwerwiegende Nebenwirkungen waren selten. Wissenschaftliche Grundlage für den im Artikel beschriebenen Erfahrungsbereich Schlafprobleme und für den Stress-Abschnitt.
5
Theoriereview (ECS-Defizit)
Clinical Endocannabinoid Deficiency Reconsidered: Current Research Supports the Theory in Migraine, Fibromyalgia, Irritable Bowel, and Other Treatment-Resistant Syndromes
Cannabis and Cannabinoid Research, 1(1), 154–165
PMID: 28861491 · PMCID: PMC5576607 · DOI: 10.1089/can.2016.0009
Theoriewerk des Cannabinoid-Pharmakologen Ethan Russo zum klinischen Endocannabinoid-Defizit. Migräne, Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom zeigen erniedrigte Endocannabinoid-Spiegel, was ihre Behandlungsresistenz erklärt. CBD wirkt dieser Dysregulation entgegen über 5-HT1A-Rezeptoren, TRP-Kanäle und Hemmung der Endocannabinoid-Degradierung. Wissenschaftliche Grundlage für den Schmerzen- und Migräne-Abschnitt des Artikels.
Haut, Übelkeit & Entzündung
4
In-vitro-Studie · JCI
Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes
Journal of Clinical Investigation, 124(9), 3713–3724
PMID: 24897520 · PMCID: PMC4151231 · DOI: 10.1172/JCI64628
Wegweisende Humanzellstudie zu CBD und Akne. An menschlichen Talgdrüsenzellen wirkte CBD sebostatisch (talg-regulierend) und entzündungshemmend. Der Mechanismus läuft über TRPV4-Aktivierung und Hemmung des NF-κB-Signalwegs. Die Autoren bezeichnen CBD als vielversprechenden, nebenwirkungsarmen Wirkstoff für die Behandlung von Akne und entzündlichen Hauterkrankungen.
6
Übersichtsarbeit (Tiermodelle)
Regulation of nausea and vomiting by cannabinoids
British Journal of Pharmacology, 163(7), 1411–1422
PMID: 21175589 · PMCID: PMC3165951 · DOI: 10.1111/j.1476-5381.2010.01176.x
Übersichtsarbeit der Arbeitsgruppe Parker und Rock von der University of Guelph, führende Forschungsgruppe zu Cannabinoiden und Übelkeit. CBD wirkt antiemetisch (übelkeitshemmend) über indirekten Agonismus an 5-HT1A-Autorezeptoren im dorsalen Raphe-Kern, einem zentralen Schaltzentrum für Übelkeitssignale. In niedrigen Dosen hemmt CBD sowohl akute als auch konditionierte Übelkeit ohne Toleranzentwicklung. Wissenschaftliche Grundlage für den Übelkeit-Abschnitt mit dem Hinweis, dass kontrollierte Humanstudien noch fehlen.
7
Mechanistisches Review
Antioxidative and Anti-Inflammatory Properties of Cannabidiol
Antioxidants, 9(1), 21
PMID: 31881765 · PMCID: PMC7023045 · DOI: 10.3390/antiox9010021
Detailliertes Review der Universität Białystok zu den molekularen Grundlagen der CBD-Antientzündungswirkung. CBD hemmt NF-κB (Transkriptionsfaktor für proinflammatorische Zytokine), senkt reaktive Sauerstoffspezies durch Hochregulation antioxidativer Enzyme (Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase) und unterdrückt die COX-2-Überexpression. Diese Wirkprofile sind für ein breites Spektrum entzündlicher Erkrankungen relevant. Wissenschaftliche Grundlage für den Entzündungs-Abschnitt des Artikels.
Hinweis zur Einordnung: Die Quellen decken die im Artikel genannten Erfahrungsbereiche jeweils mit der stärksten verfügbaren Evidenz ab. Höchste Evidenz liegt für Epilepsie vor (Quelle 1, pivotale RCT, Grundlage der EU-Zulassung von Epidyolex). Klinisch gut belegt sind Angst und Schlaf (Quellen 2 und 3). Präklinisch belegt, klinische Studien noch begrenzt sind Akne (Quelle 4, Humanzellstudie), Migräne und Schmerz (Quelle 5, Theoriereview), Übelkeit (Quelle 6, Tiermodelle) und Entzündungen allgemein (Quelle 7, Molekularmechanismen). CBD-Forschung ist je nach Anwendungsfeld unterschiedlich weit. Die Quellen liefern die wissenschaftliche Einordnung zu den Erfahrungsberichten und sind keine Heilversprechen. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsstandards.

2 Kommentare


  • Helga

    Für mich sind die CBDNOL Tropfen wie Medizin, ich habe sie auch für unterwegs mit.
    Habe Anfang Mai eine Schulter OP gehabt, ohne die Tropfen wäre ich aufgeschmissen gewesen.Die guten Medikamente sind heuer vom Ausland aufgelassen worden. Auch im Krankenhaus. Die Krebs Patieten tun mir sehr leid, Operationen und Krebs, das ist heftig. Anscheinend hat man auf uns Patienten, mit den Schmerzen vergessen.Ich brauchte in der Zeit viele Tropfen, ich richte mich nach den Schmerzen. Fibromyalgie im Alter auch noch.
    Ich kann es Jedem Patieten empfehlen die Tropfen,es sind die guten Inhaltsstoffe die sie haben. Bei denen man auch einen gleichbleibenden Schmerzpegel braucht, regelmäßig nehmen oder öfters. Schon bei der Einahme merke ich wie sie mir gut tun, als würde man auf einen Knopf drücken.
    Auch die Kosmetik, Schmerzcremen, ist wunderbar dass ich sie habe.
    Habe im Krankenhaus noch die Gummi Drops gehabt, und Schmerzcreme.Ich habe 4 Jahre viel ausprobiert, aber nur Hanf Produkte vertrage ich. Habe auch eine Hanf Handtasche. Gesunde Ernährung mit Hanf und Produkte die einem helfen,das gehört dazu.Bewegung ist ganz wichtig, mit den Tropfen kann ich meine Physiotherapie machen. Tut was Gutes für Euren Körper !


  • Frau Uli B.

    Liebes Team, gut geschriebener und informativer Artikel. Danke sehr.
    Ich bin 70 Jahre und nehme die Tropfen morgens und abends ein. Ich bleibe dadurch ruhiger und kann besser durchschlafen. Die Regelmäßigkeit und längere Einnahme sind wichtig, um wirklich eine Wirkung feststellen zu können.Auch sind meine entzündlichen Schwellungen an den Fingergelenken zurückgegangen. Ob das nun bei jedem wirkt, kann ich nicht beurteilen. Für mich ist es eine Alternative zu den üblichen Medikamenten. Jeder Mensch ist für seine Gesundheit verantwortlich. CBD-ÖL ist für mich eine alternative Unterstützung zur gesunden Lebensmitteln und Bewegung um lange fit zu bleiben. Liebe Grüße aus NRW


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