CBD für Ihren Hund: Das sind die größten Vorteile und Risiken

CBD für Hunde: Vorteile, Risiken

Wenn der Hund älter wird, vor dem Tierarzt zittert oder mit jedem Schritt vorsichtiger wirkt, sucht jeder Halter nach einer schonenden Lösung. CBD-Öl ist in den letzten Jahren zur ersten Antwort geworden, die viele Hundebesitzer ausprobieren. Was die Studienlage tatsächlich zeigt, wann CBD bei Hunden wirklich sinnvoll ist, wo die Grenzen liegen und wie Sie richtig dosieren, fasst dieser Beitrag praxisnah zusammen.

Von Aktualisiert: Mai 2026 9 Min. Lesezeit ca. 1.850 Wörter 8 Quellen geprüft
Inhaltsverzeichnis 7 Abschnitte

Wie CBD im Hund tatsächlich wirkt

Hunde besitzen, wie alle Säugetiere, ein Endocannabinoid-System (ECS) mit CB1- und CB2-Rezeptoren in Gehirn, Nervensystem, Verdauungstrakt und Immunzellen. Dieser körpereigene Regelkreis steuert eine ganze Reihe von Funktionen, darunter Schmerzwahrnehmung, Stimmung, Schlaf, Entzündungsreaktionen und Appetit. CBD greift indirekt in dieses System ein, ohne den CB1-Rezeptor wie THC stark zu aktivieren, weshalb es nicht psychoaktiv wirkt und keinen Rausch auslöst.4

Die Weltgesundheitsorganisation hat 2018 in ihrem Critical Review Report bestätigt, dass reines CBD weder ein Missbrauchspotenzial besitzt noch zu Abhängigkeit führt und auch in hohen Dosen gut verträglich ist.8 Diese grundlegende Einordnung gilt nach aktuellem Wissensstand für Mensch und Hund gleichermaßen, auch wenn sich die Dosierungen erheblich unterscheiden.

Wichtig zu verstehen: Hunde reagieren auf einzelne Cannabinoide deutlich empfindlicher als Menschen. Das liegt an einer höheren Dichte von CB1-Rezeptoren im Kleinhirn und Hirnstamm. Während CBD selbst gut toleriert wird, kann THC bei Hunden bereits in geringen Mengen zu einer Vergiftung führen. Genau hier liegt der entscheidende Punkt für jeden Halter, der über CBD nachdenkt: Das Produkt muss konsequent THC-arm und für Tiere geeignet sein.7

Wann CBD-Öl bei Hunden sinnvoll sein kann

Die Studienlage zu CBD bei Hunden ist noch jung, hat sich aber in den letzten sieben Jahren spürbar verdichtet. Drei Anwendungsfelder sind durch kontrollierte Untersuchungen belegt, ein viertes durch Praxisberichte gut dokumentiert.

Bei Arthrose und chronischen Schmerzen

Die wegweisende Studie von Gamble und Kollegen an der Cornell University untersuchte 2018 zwei Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht zweimal täglich bei Hunden mit Osteoarthritis. Über vier Wochen verbesserten sich Mobilität und Lebensqualität deutlich, die Schmerzscores fielen statistisch signifikant.1 Das war die erste Arbeit, die zeigte, dass CBD bei einem konkreten Krankheitsbild bei Hunden tatsächlich messbare Effekte hat. Spätere Untersuchungen haben diese Befunde im Wesentlichen bestätigt.

Bei Epilepsie und neurologischen Beschwerden

Eine randomisierte, verblindete Studie von McGrath und Kollegen aus 2019 prüfte 2,5 Milligramm CBD pro Kilogramm zweimal täglich als Zusatztherapie zu klassischen Antiepileptika bei Hunden mit therapieresistenter Epilepsie. In der CBD-Gruppe sank die Anfallshäufigkeit signifikant.2 CBD ersetzt damit keine schulmedizinische Behandlung, kann aber in Absprache mit dem Tierarzt eine sinnvolle Ergänzung sein.

Bei Angst, Stress und Geräuschphobie

Hier ist die Studienlage am dünnsten und gleichzeitig am häufigsten in der Praxis nachgefragt. Eine Befragung amerikanischer Tierärzte zeigte, dass die Top-Drei-Anliegen, mit denen Halter zur CBD-Beratung kommen, Angststörungen, Schmerzen und Entzündungen sind.6 Erste kleinere Studien deuten auf eine beruhigende Wirkung etwa bei Trennungsangst oder Silvesterstress hin, kontrollierte Daten in größerem Umfang fehlen aber noch. Wer das ausprobiert, sollte konservativ dosieren und Verhaltensänderungen über mehrere Tage beobachten.

Im Alter und bei reduziertem Appetit

Bei älteren Hunden, die schlecht fressen, schlechter laufen oder unruhiger schlafen, berichten viele Halter von einem positiven Gesamtbild unter CBD. Wissenschaftlich messbar ist hier vor allem die Schmerzwirkung, der Rest ist Erfahrungsmedizin und sollte deshalb konservativ und in Abstimmung mit der Tierarztpraxis angegangen werden. Eine Übersicht aller Tier-CBD-Varianten finden Sie in unserer Sammlung CBD für Tiere.

Arthrose

Belegt durch kontrollierte Studie an der Cornell University, beste Evidenzlage.

Epilepsie

Randomisiert geprüft als Zusatztherapie, Anfallshäufigkeit messbar reduziert.

Angst und Stress

Praxisberichte häufig positiv, kontrollierte Großstudien fehlen aber.

Senioren-Pflege

Begleitend bei Mobilität, Appetit und Schlaf, niedrig dosiert beginnen.

Sicherheit, Nebenwirkungen und THC-Risiko

CBD gilt für Hunde nach aktueller Datenlage als gut verträglich, ist aber kein Wundermittel ohne Schattenseiten. Die Sicherheitsstudie von Vaughn und Kollegen aus 2020 prüfte schrittweise steigende CBD-Dosen bis zu 62 Milligramm pro Kilogramm bei gesunden Hunden. Die meisten Tiere vertrugen die Dosis gut, in einzelnen Fällen kam es zu vorübergehendem Durchfall sowie zu erhöhten Leberenzymwerten (Alanin-Aminotransferase, ALT).5 Das ist der Grund, warum Tierärzte bei längerer CBD-Einnahme regelmäßige Blutkontrollen empfehlen.

Typische milde Nebenwirkungen, die in den verfügbaren Studien beschrieben sind:

  • Leichte Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, vor allem in den ersten Tagen
  • Vorübergehender weicher Stuhl oder Durchfall
  • Trockenes Maul mit etwas mehr Trinkbedarf
  • Gelegentlich leichter Blutdruckabfall in höheren Dosen
Wichtig: THC ist für Hunde toxisch. Das toxikologische Übersichtspapier von Brutlag und Hommerding macht das eindeutig klar: THC, ob aus Cannabis-Blüten, Edibles oder verunreinigten CBD-Produkten, kann bei Hunden bereits in geringen Mengen Symptome wie Ataxie, Erbrechen, Inkontinenz, niedrigen Blutdruck und in schweren Fällen Krampfanfälle auslösen. Greifen Sie deshalb ausschließlich zu CBD-Produkten mit nachweisbar niedrigem THC-Gehalt und mit aktuellem Laborzertifikat. Niemals dem Hund das eigene THC-haltige Cannabisprodukt oder Edibles geben, das ist ein tierärztlicher Notfall.7

Wechselwirkungen mit Medikamenten beachten

CBD wird über die Cytochrom-P450-Enzyme in der Leber abgebaut, dieselben Enzyme, die auch viele Tier-Medikamente verstoffwechseln. Das ist klinisch besonders relevant bei Antiepileptika wie Phenobarbital, bei Schmerzmitteln, bei Steroiden und bei Mitteln zur Blutverdünnung. Die Folge können erhöhte oder verringerte Wirkspiegel der eigentlichen Medikation sein. Wenn Ihr Hund regelmäßig Medikamente bekommt, gehört die Frage nach CBD zwingend in das Tierarztgespräch.

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Richtige Dosierung nach Körpergewicht

Eine pauschale Mengenangabe gibt es nicht, weil Hunde sehr unterschiedlich auf CBD reagieren und das gewählte Öl unterschiedlich konzentriert ist. Die solide Studienbasis zur Pharmakokinetik stammt von Bartner und Kollegen, die orales CBD-Öl als die zuverlässigste Verabreichungsform identifizierten.3 Die international etablierte Faustregel lautet: Niedrig anfangen, langsam steigern.

Sinnvoller Einstieg bei gesunden Hunden mit leichten Beschwerden sind 0,1 bis 0,2 Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht zweimal täglich. Bei chronischen Schmerzen oder als Zusatz bei Epilepsie wurden in den genannten Studien Dosierungen bis 2 oder 2,5 Milligramm pro Kilogramm zweimal täglich verwendet, immer in Abstimmung mit der Tierarztpraxis.

Körpergewicht Einstiegsdosis (2x täglich) Mittelfristige Dosis Studien-Höchstdosis (nach Tierarzt)
5 kg (klein) ca. 0,5 bis 1 mg CBD 2 bis 2,5 mg CBD bis 10 mg CBD
10 kg (klein-mittel) ca. 1 bis 2 mg CBD 4 bis 5 mg CBD bis 20 mg CBD
20 kg (mittel) ca. 2 bis 4 mg CBD 8 bis 10 mg CBD bis 40 mg CBD
30 kg (groß) ca. 3 bis 6 mg CBD 12 bis 15 mg CBD bis 60 mg CBD
40 kg (sehr groß) ca. 4 bis 8 mg CBD 16 bis 20 mg CBD bis 80 mg CBD

Praktischer Umrechner: Ein Tropfen aus einer 5-Prozent-Flasche enthält rund 1,7 Milligramm CBD, ein Tropfen aus einer 10-Prozent-Flasche etwa 3,3 Milligramm. Für einen 20-Kilo-Hund sind 4 Milligramm Einstiegsdosis also etwa drei Tropfen der 5-Prozent-Variante zweimal täglich. Steigern Sie die Dosis frühestens nach drei bis fünf Tagen, falls keine Wirkung sichtbar ist.

Anwendung im Alltag

Die einfachste Form der Verabreichung ist das direkte Auftropfen ins Maul. Dabei landet das Öl auf der Schleimhaut und wird zum Teil sublingual aufgenommen, was die Wirkung beschleunigt. Wenn das nicht klappt, mischen Sie die Tropfen unter eine kleine Menge Futter, idealerweise einen Esslöffel feuchtes Futter oder einen Stückchen Wurst, niemals direkt in den vollen Napf, weil dort viel Wirkstoff verloren geht.

Wirkungseintritt: Bei oraler Gabe rechnen Sie mit 30 bis 60 Minuten bis zur ersten Wirkung. Stressbedingte Anwendung etwa vor dem Tierarztbesuch, einer Autofahrt oder Silvester sollten Sie deshalb vorausschauend timen. Bei chronischen Beschwerden wie Arthrose entfaltet CBD seine volle Wirkung oft erst nach ein bis zwei Wochen, weil sich der Wirkstoff erst im Gewebe einpegelt.

Qualität ist beim Tier noch wichtiger als beim Menschen: Achten Sie auf Bio-Anbau in der EU, schonende CO2-Extraktion, eine Träger-Basis, die der Hund verträgt (oft Lachs- oder Hanfsamenöl), und ein aktuelles, unabhängiges Laborzertifikat mit ausgewiesenem THC-Wert. Verzichten Sie konsequent auf billige Online-Importe ohne nachvollziehbare Herkunft. Unsere Laborberichte sind für jede Charge öffentlich einsehbar, und in der großen Übersicht zu CBD für Tiere finden Sie weitere Hintergründe zu Wirkung und Sicherheit. Wer für sich selbst sucht, schaut am besten in der Sammlung der CBD-Öle für Menschen vorbei.

CBD kann Hunden helfen, Körper und Geist ins Gleichgewicht zu bringen. Von weniger Stress und Schmerzen bis zu mehr Wohlbefinden, solange man bedacht dosiert, ein sauberes Produkt wählt und die Risiken im Blick behält.

Christian Eckmair, Gründer CBDNOL

Fazit auf einen Blick

Das Wichtigste in fünf Punkten

  • Hunde besitzen ein voll ausgebildetes Endocannabinoid-System, weshalb CBD bei ihnen biologisch plausible Effekte zeigt.
  • Studien belegen Wirkungen vor allem bei Arthrose und als Zusatztherapie bei therapieresistenter Epilepsie. Bei Angst und Stress ist die Datenlage dünner, aber praxisnah verbreitet.
  • Die Verträglichkeit ist gut, milde Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder weicher Stuhl sind möglich, bei Dauergabe sollten Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.
  • THC ist für Hunde giftig. Wählen Sie ausschließlich Tier-CBD-Öle mit Laborzertifikat und ausgewiesenem, niedrigem THC-Gehalt.
  • Dosierung: Niedrig starten (0,1 bis 0,2 mg/kg, zweimal täglich), nach Bedarf steigern, bei Medikation immer mit der Tierarztpraxis abstimmen.

Häufige Fragen rund um CBD für Hunde

Wie schnell wirkt CBD-Öl bei meinem Hund?

Bei oraler Gabe direkt ins Maul setzt eine erste Wirkung typischerweise nach 30 bis 60 Minuten ein, bei Verabreichung über das Futter etwas später, weil die Verdauung dazwischenliegt. Bei akutem Stress, etwa vor einer Autofahrt oder einem Tierarzttermin, geben Sie das Öl deshalb mindestens eine Stunde vorher. Bei chronischen Beschwerden wie Arthrose oder Angststörungen entfaltet CBD seine volle Wirkung oft erst nach ein bis zwei Wochen kontinuierlicher Gabe. Geduld ist hier wichtiger als sofortige Steigerung der Dosis.

Welche Hunde sollten kein CBD bekommen?

Vorsicht ist geboten bei trächtigen oder säugenden Hündinnen, weil dazu kaum Daten vorliegen. Auch sehr junge Welpen unter zwölf Wochen sollten kein CBD bekommen, ihr Stoffwechsel ist noch nicht stabil. Hunde mit bekannten Lebererkrankungen oder erhöhten Leberwerten brauchen vor jeder CBD-Gabe einen Tierarztcheck, weil CBD über die Leber abgebaut wird und die Werte beeinflussen kann. Hunde unter Dauermedikation, vor allem mit Antiepileptika, Blutverdünnern oder Steroiden, gehören vor einer CBD-Anwendung in tierärztliche Beratung. Im Zweifel gilt: Erst zum Tierarzt, dann zur Flasche greifen.

Kann ich Hunden mein eigenes CBD-Öl geben oder braucht es ein spezielles Tier-Produkt?

Theoretisch lassen sich hochwertige CBD-Öle für Menschen auch bei Hunden anwenden, sofern der THC-Gehalt nachweisbar niedrig ist. In der Praxis sind speziell für Tiere entwickelte Produkte allerdings deutlich angenehmer in der Anwendung. Sie nutzen oft eine Lachsöl-Basis, die Hunde gerne aufnehmen, sind milder im Geschmack und meiden Aromen wie Pfefferminze oder ätherische Öle, die für Tiere nicht gut verträglich sind. Außerdem sind Konzentrationen und Dosiermengen auf das Tiergewicht abgestimmt, was die Berechnung erleichtert. Wer regelmäßig dosiert, fährt mit einem Tier-CBD-Öl meist sicherer und alltagstauglicher.

Wie kombiniere ich CBD mit verschriebenen Medikamenten?

Niemals einfach parallel geben, ohne den Tierarzt zu informieren. CBD wird über die Cytochrom-P450-Enzyme in der Leber abgebaut, dieselben, die auch viele Tier-Medikamente verstoffwechseln. Das kann die Wirkstoffspiegel von Antiepileptika wie Phenobarbital, von Schmerzmitteln, Kortikosteroiden oder Blutverdünnern verändern. In Studien zur kombinierten Anwendung mit Antiepileptika war eine engmaschige Kontrolle der Leberwerte und der Wirkstoffspiegel der Standard. Ihre Tierarztpraxis kann anhand der konkreten Medikation entscheiden, ob, wann und in welcher Dosis CBD ergänzend sinnvoll ist und welche Kontrollen nötig sind.

Hinweis: Dieser Beitrag fasst den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu CBD bei Hunden zusammen und dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitssymptomen, vor jeder Kombination mit verschriebenen Medikamenten sowie bei trächtigen, säugenden oder erkrankten Hunden ist eine tierärztliche Beratung Pflicht. CBDNOL gibt keine Heilversprechen, das Produkt ist als Nahrungsergänzung für Tiere konzipiert.
Christian Eckmair, Gründer CBDNOL

Christian Eckmair

Gründer CBDNOL und CBD-Autor

Geprüft Inhaltlich geprüft von · Gründer CBDNOL und CBD-Autor · Stand: Mai 2026
1
Klinische Studie
Pharmacokinetics, Safety, and Clinical Efficacy of Cannabidiol Treatment in Osteoarthritic Dogs
Frontiers in Veterinary Science, 5, 165 · Cornell University, College of Veterinary Medicine
PMID: 30083539 · PMCID: PMC6065210 · DOI: 10.3389/fvets.2018.00165
Wegweisende kontrollierte Studie zu CBD bei Hunden mit Osteoarthritis. Zwei Milligramm CBD pro Kilogramm zweimal täglich über vier Wochen führten zu einer statistisch signifikanten Verbesserung der Mobilität und einer Reduktion der Schmerzscores. CBD wurde gut vertragen, einzelne Tiere zeigten leicht erhöhte Werte der alkalischen Phosphatase. Erste belastbare Evidenz für die schmerzlindernde Wirkung von CBD bei chronischer Gelenkserkrankung beim Hund.
2
Randomisierte Studie
Randomized blinded controlled clinical trial to assess the effect of oral cannabidiol administration in addition to conventional antiepileptic treatment on seizure frequency in dogs with intractable idiopathic epilepsy
Journal of the American Veterinary Medical Association, 254(11), 1301 bis 1308 · Colorado State University
PMID: 31067185 · DOI: 10.2460/javma.254.11.1301
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 2,5 Milligramm CBD pro Kilogramm zweimal täglich über zwölf Wochen als Zusatz zur klassischen antiepileptischen Therapie. Hunde der CBD-Gruppe zeigten eine signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit gegenüber Placebo. Wichtigster Beleg für die unterstützende Rolle von CBD bei therapieresistenter idiopathischer Epilepsie beim Hund, mit Hinweis auf die Notwendigkeit der Verlaufskontrolle der Leberwerte.
3
Klinische Studie
Pharmacokinetics of cannabidiol administered by 3 delivery methods at 2 different dosages to healthy dogs
The Canadian Journal of Veterinary Research, 82(3), 178 bis 183
PMID: 30584265 · PMCID: PMC6038832
Pharmakokinetische Untersuchung an 30 gesunden Hunden, in der drei Verabreichungsformen (orales Öl, Kapsel mit Mikroverkapselung, transdermale Creme) bei 75 und 150 Milligramm CBD verglichen wurden. Orales Öl zeigte die beste Bioverfügbarkeit und die berechenbarste Plasmakonzentration. Wissenschaftliche Grundlage für die heute übliche Empfehlung, CBD beim Hund vorzugsweise als Öl direkt ins Maul oder mit etwas Futter zu verabreichen.
4
Übersichtsartikel
The Endocannabinoid System of Animals
Animals, 9(9), 686 · Open Access
PMID: 31527410 · PMCID: PMC6770351 · DOI: 10.3390/ani9090686
Wissenschaftlicher Überblick zum Endocannabinoid-System bei Säugetieren mit Fokus auf veterinärmedizinisch relevante Tierarten. Zeigt im Detail, wie CB1- und CB2-Rezeptoren bei Hunden, Katzen und anderen Spezies verteilt sind und welche physiologischen Funktionen sie steuern. Erklärt die biologische Plausibilität, warum CBD und andere Cannabinoide bei Tieren Effekte erzeugen können, und macht zugleich auf die spezielle Empfindlichkeit von Hunden gegenüber THC aufmerksam.
5
Klinische Studie
Preliminary Investigation of the Safety of Escalating Cannabinoid Doses in Healthy Dogs
Frontiers in Veterinary Science, 7, 51
PMID: 32118071 · PMCID: PMC7031197 · DOI: 10.3389/fvets.2020.00051
Sicherheitsstudie mit schrittweise eskalierten CBD-Dosen bis zu 62 Milligramm pro Kilogramm bei 20 gesunden Hunden. Höhere Dosen wurden im Allgemeinen toleriert, einzelne Tiere zeigten vorübergehende Verdauungsbeschwerden und einen Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALT). Wichtige praktische Konsequenz: Bei Dauergabe sollten Leberenzyme regelmäßig kontrolliert werden, was inzwischen Standardempfehlung in der Veterinärpraxis ist.
6
Befragung
US Veterinarians' Knowledge, Experience, and Perception Regarding the Use of Cannabidiol for Canine Medical Conditions
Frontiers in Veterinary Science, 5, 338 · Colorado State University
PMID: 30713849 · PMCID: PMC6346006 · DOI: 10.3389/fvets.2018.00338
Umfangreiche Befragung von US-Tierärztinnen und Tierärzten zu CBD-Anwendung bei Hunden. Häufigste Beweggründe von Haltern: Schmerzen, Angststörungen, Anfälle und Entzündungen. Die Studie dokumentiert auch die Wahrnehmung der Praxis, dass CBD subjektiv häufig hilft, gleichzeitig aber Aus- und Weiterbildung sowie klare regulatorische Rahmenbedingungen für eine evidenzbasierte Empfehlung fehlen.
7
Übersichtsartikel
Toxicology of Marijuana, Synthetic Cannabinoids, and Cannabidiol in Dogs and Cats
Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 48(6), 1087 bis 1102 · Pet Poison Helpline
PMID: 30342565 · DOI: 10.1016/j.cvsm.2018.07.008
Toxikologischer Übersichtsartikel zu Cannabis-Wirkstoffen bei Hunden und Katzen. Unterscheidet sehr klar zwischen der ausgeprägten Toxizität von THC, das bei Hunden bereits in geringen Mengen Symptome wie Ataxie, Erbrechen und Krampfanfälle auslösen kann, und dem deutlich günstigeren Sicherheitsprofil von reinem CBD. Standardreferenz für die Notfallmedizin und für die Begründung, warum bei Tier-CBD-Produkten ein extrem niedriger THC-Gehalt entscheidend ist.
8
WHO-Bericht
Cannabidiol (CBD) Critical Review Report
Expert Committee on Drug Dependence, Fortieth Meeting, Genf, 4. bis 7. Juni 2018
WHO/ECDD 2018 · 67 Seiten
Maßgeblicher Critical Review Report der Weltgesundheitsorganisation zu Cannabidiol. Bestätigt: CBD zeigt im Tiermodell keinen Substitutionseffekt für THC, beim Menschen kein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial, ist auch in hohen Dosen gut verträglich. Internationales Referenzdokument für die regulatorische Trennung von CBD und psychoaktiven Cannabinoiden, das auch in der Veterinärmedizin für die grundlegende Sicherheitsbewertung herangezogen wird.
Hinweis zu den Quellen: Alle hier zitierten Studien stammen aus peer-reviewten veterinärmedizinischen Fachzeitschriften, ergänzt um den maßgeblichen Critical Review Report der Weltgesundheitsorganisation. CBD-Produkte für Tiere sind Nahrungsergänzungen, keine Arzneimittel, und ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Bei Erkrankungen, Dauermedikation oder Trächtigkeit gehört die CBD-Anwendung in tierärztliche Hand. Mehr zu unseren Qualitätsstandards finden Sie unter Qualität und Produktion.

1 Kommentar


  • Pechmann

    Ist dieser Artikel geeignet für Arthroseschmerzen???


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