CBD tut nicht nur uns Menschen gut. Auch für Fellnasen und Samtpfoten kann Cannabidiol eine gute Wahl sein. Zum Beispiel bei körperlichen Schmerzen, Epilepsie oder Angstzuständen helfen. In unserem Artikel stellen wir Ihnen mögliche Wirkungen von CBD für Tiere, aktuelle Studien und Dosierungsempfehlungen vor. Viel Spaß!
CBD wirkt bei Tieren ähnlich wie im menschlichen Körper – denn jedes Lebewesen mit einer Wirbelsäule hat ein sogenanntes Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System verteilt sich über den gesamten Körper und besitzt sogenannte Cannabinoidrezeptoren – zum Beispiel in der Haut, in den Immunzellen, Fettgewebe, Knochen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Herz und in den Blutgefäßen.
Das ECS beeinflusst zahlreiche Prozesse im Körper. Es regelt zum Beispiel die Schmerzempfindung, Gedächtnis, Stimmung, Appetit, Stress, Stoffwechsel, Schlaf, Immun- und die Fortpflanzungsfunktionen. Wenn das System gestört oder geschädigt ist, löst es vielfältige Störungen und Krankheiten aus – zum Beispiel Angstzustände, Stress, Entzündungen, Übelkeit, Arthritis, Epilepsie und Krebs.
CBD hat eine Struktur, die den körpereigenen Endocannabinoiden sehr ähnlich ist. Deshalb interagiert es mit den Cannabinoidrezeptoren und kann das Endocannabinoid-System beeinflussen.
“Auch unsere vierbeinigen Begleiter verfügen über ein körpereigenes Endocannabinoid-System, dementsprechend berichten Tierhalter davon, dass CBD zur Förderung von Vitalität, Stressreduktion und Wohlbefinden beitragen kann, wenn sie es bedachtsam einsetzen.”
Josef Eckmair MBA
Der Nutzen von CBD für Tiere
Ob Mensch oder Tier: Cannabidiol kann bei unterschiedlichsten Beschwerden und Krankheiten helfen. CBD kann zum Beispiel…
Stress mindern
Vitalität steigern
Schmerzen lindern
Ausdauer erhöhen
Angstzustände lösen
Immunsystem stärken
Stoffwechsel unterstützen
Da CBD ein Naturprodukt ist, sind Nebenwirkungen äußerst selten. Lethargie und Schläfrigkeit können darauf hindeuten, dass Ihr Haustier CBD nicht verträgt oder die Dosis entweder zu hoch oder zu niedrig ist. In seltenen Fällen kann es zum Erbrechen kommen. Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, sollten Sie Ihrem Haustier eine kleinere Menge an CBD geben.
Stimmen Sie die Dosierung auf Größe und Gewicht Ihres Haustieres ab. Je schwerer Ihr Haustier, desto höher kann die verabreichte CBD Dosis sein. Unser Empfehlung: Starten Sie trotzdem mit der kleinstmöglichen Dosierung! Dann können Sie beobachten, wie Ihr Vierbeiner auf das CBD reagiert – und die Dosis bei Bedarf schrittweise erhöhen, bis die gewünschte Wirkung eintritt.
Wichtig: Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre ausgewählten CBD-Produkte für Tiere weniger als 0,2% THC enthalten. Tiere können THC im Körper nicht abbauen und selbst ein geringer Anteil über 0,2% THC kann zu langfristigen Problemen führen.
Aktuelle Studien
Obwohl die Forschung bezüglich CBD noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es bereits einige Studien zum Thema „CBD für Tiere“. So ergaben einige Studien zum Beispiel, dass CBD für Tiere bei Stresssituationen helfen kann. Andere Studien fanden heraus, dass CBD epileptische Anfälle bei Hunden um bis zu 75% reduzieren kann. Auch bei chronischen Schmerzen zeigten Studien, dass CBD für Tieren nützlich sein kann. Vor allem für ältere Tiere kann CBD demnach sinnvoll sein, wenn diese sich aufgrund ihres Alters nicht mehr schmerzfrei bewegen können.
Schlusswort
CBD kann das Wohlbefinden von Haustieren erhöhen. Besonders wertvoll kann CBD sein, wenn Ihr Liebling an chronischen Schmerzen, Angst, Stress, Epilepsie oder chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis leidet. Denken Sie jedoch daran, dass es – wie fast immer – auf die Qualität der Produkte ankommt. Für Ihre Fellnase oder Samtpfote sollten Sie nur hochwertige CBD-Produkte wählen!
Tiere haben wie Menschen, ein sogenanntes Endocannabinoid-System, das viele Körperprozesse regelt.
Der Artikel erläutert, dass bei Tieren mit diversen Beschwerden z. B. Stress, Schmerzen, Angstzuständen. CBD Anwendung findet und von Besitzern als hilfreich berichtet wird.
Eine gezielte Dosierung wird empfohlen: Man sollte mit einer möglichst niedrigen Menge starten, das Gewicht des Tieres beachten und die Produkte müssen weniger als 0,2 % THC enthalten.
Die Forschung zu CBD bei Tieren ist noch in einem frühen Stadium, erste Studien zeigen Hinweise auf Effekte bei Stress-Situationen oder Anfällen, jedoch sind die Befunde nicht umfassend gesichert.
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Hinweis: Die hier aufgeführten Studien dienen ausschließlich zu Informationszwecken. CBD-Produkte für Tiere sind keine zugelassenen Arzneimittel. Konsultieren Sie vor der Anwendung immer einen Tierarzt. Achten Sie bei CBD-Produkten für Tiere auf einen THC-Gehalt unter 0,2%, da THC für Tiere toxisch sein kann.
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