Wer mit CBD Öl beginnt, fragt zuerst nach der richtigen Dosis. Wie viele Tropfen, wie oft, vor oder nach dem Essen, und wie lange dauert es, bis sich überhaupt etwas tut. Auf diese Fragen gibt es keine pauschale Antwort, weil Körpergewicht, Stoffwechsel, das individuelle Endocannabinoid System und das gewünschte Ziel sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. In diesem Beitrag schauen wir nüchtern auf die Pharmakokinetik, übersetzen die wichtigsten Studien in praktische Empfehlungen und liefern eine konkrete Anleitung, wie Sie Ihre persönliche Dosis sauber finden, das Öl optimal einnehmen und über Wochen so verwenden, dass Sie tatsächlich beurteilen können, ob es Ihnen hilft.
Inhaltsverzeichnis
- Die richtige Dosierung Schritt für Schritt finden
- Tropfen, Milligramm und Konzentration verstehen
- Sublinguale Einnahme, das wichtigste Detail
- Bioverfügbarkeit, Trägeröl und der Food Effect
- Vollspektrum, Isolat oder Breitbandspektrum
- Haltbarkeit, Lagerung und Qualitätsprüfung
- Häufige Fragen
- Quellen und Studien
Die richtige Dosierung Schritt für Schritt finden
Eine universelle CBD Dosis gibt es nicht. Der klinische Leitfaden der Mayo Clinic von 2019 empfiehlt für die orale CBD Anwendung das Low and Slow Prinzip, also mit einer kleinen Tagesdosis zu starten und alle drei bis fünf Tage moderat zu erhöhen, bis sich eine spürbare und stabile Wirkung einstellt.1 Die folgenden Faktoren beeinflussen die individuell passende Menge.
- Körpergewicht und Körperfettanteil, weil CBD lipophil ist und sich im Fettgewebe verteilt.
- Aktueller Gesundheitszustand und Lebersituation, weil CBD über Cytochrom P450 abgebaut wird.
- Anwendungsziel, also Schlaf, Stress, Schmerz oder allgemeines Wohlbefinden.
- Empfindlichkeit des eigenen Endocannabinoid Systems, die genetisch und durch Lebensstil mitbestimmt wird.
- Begleitende Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
- Ernährung, Bewegung, Schlafrhythmus und Stresslevel.
Eine alltagstaugliche Einstiegsstrategie
Für die meisten Erwachsenen ohne spezifische Indikation ist ein Einstieg mit zehn bis fünfzehn Milligramm Cannabidiol pro Tag, aufgeteilt auf zwei kleine Einzeldosen morgens und abends, ein vernünftiger Startpunkt. Nach drei bis fünf Tagen prüfen Sie, ob sich Schlafqualität, Stresslevel oder Beschwerden verbessern. Wenn nicht, erhöhen Sie um etwa fünf Milligramm pro Einzeldosis und beobachten erneut. Der Sicherheitsreview von Iffland und Grotenhermen aus dem Jahr 2017 zeigt, dass selbst Tagesdosen von bis zu 1.500 Milligramm in klinischen Studien gut vertragen wurden, weshalb der Spielraum nach oben fast immer ausreicht.4
Eine grobe Orientierung nach Körpergewicht. Bei 0,2 bis 0,5 Milligramm Cannabidiol pro Kilogramm Körpergewicht und Tag liegen Sie für die meisten Anwendungsfälle im sinnvollen Bereich. Eine Person mit 70 Kilogramm landet damit zwischen 14 und 35 Milligramm pro Tag. Höhere Dosen ab etwa 70 bis 100 Milligramm täglich gehören in die Hand einer Ärztin oder eines Arztes, weil dort die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten klinisch relevant werden und die Leberenzymwerte beobachtet werden sollten.
Wann zum Arzt
Eine ärztliche Abstimmung ist sinnvoll, wenn Sie regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente nehmen, vor allem Blutverdünner, Antiepileptika, bestimmte Antidepressiva oder Immunsuppressiva. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Lebererkrankungen, bei laufender Chemotherapie oder bei sehr niedrigem Blutdruck gehört CBD nicht in den Eigenversuch. Für Kinder und Jugendliche gilt die fachärztliche Begleitung als Standard.
Tropfen, Milligramm und Konzentration verstehen
Die meisten Anwender denken in Tropfen, der Körper aber in Milligramm. Eine 10 Milliliter Flasche enthält je nach Hersteller etwa 200 bis 250 Tropfen. Daraus ergibt sich eine simple Faustregel.
| Konzentration | CBD pro Flasche (10 ml) | CBD pro Tropfen | Tropfen für 20 mg | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| 3 Prozent | 300 mg | ca. 1,5 mg | etwa 13 Tropfen | sehr sanfter Einstieg, sensible Anwender |
| 5 Prozent | 500 mg | ca. 2,5 mg | etwa 8 Tropfen | Alltag, leichte bis moderate Anliegen |
| 10 Prozent | 1.000 mg | ca. 5 mg | etwa 4 Tropfen | regelmäßige Anwendung mit höherem Ziel |
| 15 Prozent | 1.500 mg | ca. 7,5 mg | etwa 3 Tropfen | erfahrene Anwender, höherer Bedarf |
| 20 Prozent | 2.000 mg | ca. 10 mg | 2 Tropfen | fortgeschritten, fein dosierbar |
Praktische Konsequenz. Eine Tagesdosis von 20 Milligramm lässt sich mit acht Tropfen eines 5 Prozent Öls oder mit vier Tropfen eines 10 Prozent Öls erreichen. Wer fein dosieren möchte, profitiert von einem niedriger konzentrierten Öl. Wer eine festgelegte hohe Dosis bequem nehmen will, ist mit einer höheren Konzentration besser bedient. Der Wirkstoffgehalt ist pro Milligramm identisch.
Sublinguale Einnahme, das wichtigste Detail
Die häufigste Fehlerquelle bei der CBD Einnahme ist nicht die Dosis, sondern die Einnahmetechnik. Der pharmakokinetische Übersichtsartikel von Millar und Kollegen aus dem Jahr 2018 fasst zusammen, wie unterschiedlich Bioverfügbarkeit und Wirkungseintritt je nach Aufnahmeweg ausfallen.2
| Aufnahmeweg | Bioverfügbarkeit | Wirkungseintritt | Wirkdauer |
|---|---|---|---|
| Geschluckt (Kapsel oder im Essen) | etwa 6 bis 13 Prozent | 1 bis 2 Stunden | 6 bis 8 Stunden |
| Sublingual unter der Zunge | etwa 13 bis 19 Prozent | 15 bis 45 Minuten | 4 bis 6 Stunden |
| Inhaliert (Vape, Liquid) | etwa 31 Prozent | wenige Minuten | 2 bis 3 Stunden |
Die sublinguale Methode ist für CBD Öl der Sweet Spot. Sie ist schneller und ergiebiger als das einfache Schlucken, weil die unter der Zunge gelegenen Schleimhautgefäße den Wirkstoff direkt ins Blut aufnehmen und der First Pass Effekt der Leber teilweise umgangen wird. Gleichzeitig ist sie schonender und länger wirksam als das Inhalieren.
So nehmen Sie CBD Öl korrekt sublingual ein
- Die Flasche kurz schwenken, damit sich Trägeröl und Cannabidiol gleichmäßig verteilen.
- Die abgemessene Menge mit der Pipette unter die Zunge tropfen, dabei die Tropfen nicht auf die Mitte oder die Wangen platzieren, sondern auf die gut durchbluteten Schleimhautareale links und rechts unter der Zunge.
- Mindestens 60 Sekunden, besser 90 Sekunden bis zwei Minuten unter der Zunge halten, ohne zu sprechen oder zu schlucken.
- Erst danach schlucken. Den Rest des Tages normal essen und trinken.
Wer die Tropfen sofort herunterschluckt, verschenkt den Großteil des sublingualen Vorteils. Aus pharmakokinetischer Sicht entspricht das ungefähr einer Halbierung der effektiv aufgenommenen Wirkstoffmenge. Eine Erinnerung am Smartphone oder ein kurzer Timer helfen in den ersten Wochen, bis die Routine sitzt.
Bioverfügbarkeit, Trägeröl und der Food Effect
Cannabidiol ist fettlöslich. Aus diesem Grund liegt das CBD in einem Trägeröl vor, in der Regel MCT Öl aus Kokos oder Hanfsamenöl. Das Trägeröl ist nicht nur Transportmittel, sondern bestimmt mit, wie gut der Körper das CBD aufnehmen kann. Hochwertige Hersteller setzen auf MCT, weil mittelkettige Triglyceride im Dünndarm besonders gut über das Lymphsystem aufgenommen werden, oder auf Hanfsamenöl, weil es zusätzlich ein günstiges Verhältnis aus Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren mitliefert.
Eine Studie von Zgair und Kollegen aus dem Jahr 2016 hat einen Effekt gemessen, der für die Praxis sehr relevant ist. Wenn CBD zusammen mit fettreicher Nahrung eingenommen wird, kann die maximale Plasmakonzentration auf das Vier bis Fünffache steigen, im Vergleich zur Einnahme auf nüchternen Magen.3 Eine spätere Humanstudie an Epilepsiepatienten bestätigte denselben Effekt.
Was das praktisch bedeutet
Wer CBD zur Mahlzeit oder kurz danach einnimmt, bekommt mehr Wirkstoff ins Blut als bei nüchterner Einnahme, gleiche Tropfenzahl vorausgesetzt. Wer die Wirkung gleichmäßig über den Tag halten möchte, kann gezielt mit einer fetthaltigen Mahlzeit kombinieren. Wer nüchtern bleibt, wirkt unterdosiert obwohl die Tropfen identisch sind. Diese Information taucht in vielen Ratgebern nicht auf, gehört aber zur sauberen CBD Routine dazu.
Wie lange dauert es bis zur Wirkung
Die akute sublinguale Wirkung ist nach 15 bis 45 Minuten spürbar. Der biologische Steady State, also ein gleichmäßig hoher Wirkspiegel, baut sich erst nach zehn bis 25 Tagen konstanter Einnahme auf, weil die Eliminationshalbwertszeit von CBD bei chronischer oraler Anwendung zwei bis fünf Tage beträgt.2 Geben Sie der Anwendung deshalb mindestens drei bis vier Wochen Zeit, bevor Sie eine ernsthafte Bilanz ziehen oder die Dosis hochsetzen.
„Die meisten Menschen, die mit CBD Öl unzufrieden sind, haben kein Wirkstoffproblem, sondern ein Methodenproblem. Zu wenig Geduld, zu kurz unter der Zunge, nüchterne Einnahme, billiges Trägeröl. Wer die Methode sauber macht und der Wirkung drei bis vier Wochen Zeit gibt, weiß am Ende verlässlich, ob CBD ihm hilft."
Wer höhere Dosen sucht oder fein abstufen möchte, findet stärkere Konzentrationen in unserer CBD Öl Übersicht.
Vollspektrum, Isolat oder Breitbandspektrum
Im Regal finden sich drei Produktarten, die sich in ihrer Wirksamkeit pro Milligramm unterscheiden, obwohl sie alle dasselbe Cannabidiol enthalten.
| Variante | Was drin ist | THC Gehalt | Stärke pro Milligramm |
|---|---|---|---|
| Vollspektrum | CBD plus alle Begleitcannabinoide (CBG, CBC, CBN, CBDV) und Terpene | unter 0,2 Prozent (gesetzlicher Höchstwert) | am höchsten, profitiert vom Entourage Effekt |
| Breitbandspektrum | CBD plus Begleitcannabinoide und Terpene, THC entfernt | nicht nachweisbar | fast wie Vollspektrum, leichte Synergie geht verloren |
| Isolat | nur reines Cannabidiol, keine weiteren Pflanzenstoffe | nicht enthalten | am geringsten pro Milligramm |
Eine Beobachtungs Metaanalyse von Pamplona, da Silva und Coan aus dem Jahr 2018, ausgewertet an 670 Patienten mit therapieresistenter Epilepsie, hat eine bemerkenswerte Differenz dokumentiert. Patienten, die einen CBD reichen Vollspektrum Extrakt erhielten, sprachen häufiger an als Patienten unter reinem CBD Isolat, und das bei einer mittleren Dosis, die deutlich niedriger lag als unter Isolat.5 Die theoretische Begründung liefert Ethan Russo in seinem 2011 erschienenen Übersichtsartikel zu phytocannabinoid terpenoid Synergien, der den sogenannten Entourage Effekt populär gemacht hat.6 Cannabinoide und Terpene wirken zusammen an überlappenden Rezeptorsystemen und ergänzen sich, weshalb die Gesamtwirkung eines pflanzlichen Stoffgemischs in vielen Fällen die Summe der Einzelteile übertrifft.
Praktische Konsequenz für die Dosierung. Wer ein Vollspektrum oder Breitbandspektrum Öl verwendet, braucht in vielen Fällen weniger Milligramm CBD, um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen, als mit einem Isolat. Der direkte Milligramm Vergleich zwischen Vollspektrum und Isolat ist deshalb irreführend. Für Schwangere, Stillende, Berufsgruppen mit Drogentests oder Personen, die strikt THC frei bleiben müssen, ist Breitbandspektrum die bessere Wahl, weil es den Großteil der Synergie behält und THC sicher unter der Nachweisgrenze bleibt.
Haltbarkeit, Lagerung und Qualitätsprüfung
Cannabidiol ist photosensitiv. Der Critical Review Report der WHO Expert Committee on Drug Dependence aus dem Jahr 2018 dokumentiert detailliert, dass UV Licht und Wärme den oxidativen Abbau des Moleküls beschleunigen.7 Eine geschlossene Flasche ist meist 18 bis 24 Monate haltbar, sofern das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten wurde. Eine angebrochene Flasche sollten Sie binnen drei bis sechs Monaten aufbrauchen, weil sich mit jedem Öffnen Sauerstoff in der Flasche anreichert und die Oxidation antreibt.
Optimale Lagerbedingungen
- Kühl und dunkel, idealerweise unter 20 Grad Celsius. Der Kühlschrank ist erlaubt, dort kann das Öl allerdings leicht zähflüssiger werden, was sich nach kurzem Anwärmen wieder gibt.
- Lichtgeschützt in einer dunklen Glasflasche, weshalb seriöse Hersteller braune oder violette Flaschen verwenden.
- Aufrecht stehend, fest verschlossen und außerhalb der Reichweite von Kindern.
- Nicht im Badezimmer, weil Temperaturschwankungen und Luftfeuchte die Stabilität beeinträchtigen.
Auf welche Hinweise Sie beim Kauf achten sollten. Ein deklariertes Mindesthaltbarkeitsdatum, eine deklarierte Cannabidiol Konzentration in Milligramm und Prozent, ein THC Gehalt unter 0,2 Prozent, ein unabhängig erstelltes Analysezertifikat sowie Angaben zur Extraktionsmethode. Schonende CO2 Extraktion gilt als Standard. Geöffnete Flaschen prüfen Sie regelmäßig durch einen kurzen Blick und Geruchstest. Ein leicht herber, nussiger Geruch ist normal, ein ranziger oder muffiger Geruch nicht.
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Häufige Fragen zur CBD Öl Dosierung und Einnahme
Wie viele Tropfen entsprechen 20 Milligramm CBD je nach Konzentration?
Die einfache Faustregel. Eine 10 Milliliter Flasche enthält je nach Pipette etwa 200 bis 250 Tropfen, was die folgende Umrechnung ermöglicht. Bei einem 3 Prozent Öl liefert ein Tropfen rund 1,5 Milligramm Cannabidiol, das macht für 20 Milligramm Tagesdosis etwa 13 Tropfen. Bei 5 Prozent sind es rund 2,5 Milligramm pro Tropfen, also etwa acht Tropfen für 20 Milligramm. Bei 10 Prozent kommen Sie mit vier Tropfen ans Ziel, bei 15 Prozent mit drei Tropfen und bei 20 Prozent mit zwei Tropfen. Achten Sie immer auf die Pipettenangaben des jeweiligen Herstellers, weil die Tropfengröße nicht standardisiert ist und je nach Glasdurchmesser leicht variiert. Maßgeblich für die Wirkung ist nicht die Tropfenzahl, sondern die tatsächlich aufgenommene Milligramm Menge.
Sollte ich CBD Öl vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen?
Die Antwort hat zwei Schichten. Für die akute sublinguale Aufnahme reichen 60 bis 90 Sekunden unter der Zunge bei jeder Tageszeit, idealerweise mit gereinigten Schleimhäuten, also nach dem Zähneputzen oder einem Schluck Wasser. Für die systemische Wirkstoffmenge im Blut macht es jedoch einen messbaren Unterschied, ob Sie nüchtern sind oder fetthaltig gegessen haben. Eine kontrollierte Studie an Epilepsiepatienten zeigte, dass die maximale Plasmakonzentration nach einer fettreichen Mahlzeit auf das Vier bis Fünffache anstieg, im Vergleich zur Einnahme auf nüchternen Magen, bei identischer Dosis. Das ist gewollt, weil Cannabidiol fettlöslich ist und über das Lymphsystem effizienter aufgenommen wird, wenn Triglyceride aus der Mahlzeit als Transporter zur Verfügung stehen. Praktisch heißt das, nehmen Sie CBD am besten direkt nach einer Mahlzeit mit etwas Fett ein, also nach dem Frühstück mit Avocado, nach dem Mittag mit Olivenöl im Salat oder nach dem Abendessen. Wer komplett nüchtern dosiert, ist tendenziell unterdosiert, ohne dass die Tropfenzahl das Problem wäre.
Wie schnell wirkt CBD Öl, und wann darf ich erste Ergebnisse erwarten?
Hier lohnt sich die Unterscheidung zwischen akuter Spürbarkeit und stabiler Wirkung. Die akute sublinguale Wirkung beginnt typischerweise nach 15 bis 45 Minuten, je nach Magenfüllung, Stresslevel und individueller Resorption. Die spürbare Wirkdauer einer Einzeldosis liegt bei vier bis sechs Stunden. Der biologische Steady State, also ein konstanter Wirkspiegel, baut sich aber erst über mehrere Tage bis Wochen auf, weil die Eliminationshalbwertszeit von Cannabidiol bei regelmäßiger oraler Einnahme zwei bis fünf Tage beträgt. Rechnen Sie deshalb mit zehn bis 25 Tagen, bis sich der Wirkspiegel stabil eingependelt hat. Geben Sie einer neuen Dosis mindestens drei bis vier Wochen Zeit, bevor Sie eine seriöse Bilanz ziehen oder die Menge erhöhen. Wer nach zwei oder drei Tagen aufgibt, weil noch nichts passiert ist, hat schlicht den Steady State nicht erreicht und urteilt zu früh.
Was passiert bei einer zu hohen CBD Dosis, und kann ich überdosieren?
Eine klassische Überdosierung mit lebensbedrohlichen Folgen, wie sie bei Opioiden oder bestimmten Schlafmitteln vorkommt, ist bei Cannabidiol nicht beschrieben. Der umfangreiche Sicherheitsreview von Iffland und Grotenhermen aus dem Jahr 2017 fasst die verfügbaren klinischen Daten zusammen. Selbst Tagesdosen von bis zu 1.500 Milligramm wurden ohne lebensbedrohliche Ereignisse vertragen. Was jedoch durchaus auftritt, sind dosisabhängige unerwünschte Wirkungen. Müdigkeit, Mundtrockenheit, leichte Magen Darm Beschwerden, gelegentlich auch Durchfall und ein leichter Appetitabfall. Bei sehr hohen Dosen wurden in Studien mit dem zugelassenen Epilepsie Medikament Epidyolex erhöhte Leberenzymwerte beobachtet. Was tun, wenn Sie zu viel genommen haben. Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig reversibel. Reduzieren Sie die nächste Dosis um die Hälfte, beobachten Sie 48 Stunden, und tasten Sie sich wieder langsam nach oben. Bei anhaltenden, ungewöhnlichen oder starken Beschwerden gilt die übliche Regel, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Wer regelmäßig andere Medikamente einnimmt, sollte hohe CBD Dosen ohnehin nicht im Eigenversuch fahren, weil über das Cytochrom P450 System Wechselwirkungen möglich sind.
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