Wer wissen möchte, ob ein CBD Öl seinen Preis wert ist, schaut nicht auf die Verpackung, sondern auf den Weg, den die Pflanze von der Aussaat bis in die braune Tropfflasche zurückgelegt hat. Jeder Schritt entscheidet darüber, was am Ende auf der Zunge landet, und jeder einzelne kann ein gutes Öl ruinieren oder ein gutes Öl ausmachen. In diesem Beitrag begleiten wir die Reise von der Hanfpflanze bis zur fertigen Flasche, mit Blick auf die Stellen, an denen die meisten Hersteller sparen, und auf die wenigen Stellen, an denen niemand sparen sollte. Wer am Ende des Texts ein Etikett vor sich hat, kann darauf zeigen und sagen, warum dieses Öl seinen Preis wert ist oder warum nicht.
Inhaltsverzeichnis
- Schritt 1, Der Hanfanbau und der saubere Boden
- Schritt 2, Ernte und schonende Trocknung
- Schritt 3, Extraktion, vier Verfahren im Vergleich
- Die überkritische CO2-Extraktion im Detail
- Schritt 4, Reinigung, Winterisierung und Decarboxylierung
- Schritt 5, Unabhängige Labortests und das COA
- Drei Qualitätskriterien für Ihren Kauf
- Häufige Fragen
- Quellen und Studien
Schritt 1, Der Hanfanbau und der saubere Boden
Die Herstellung von CBD Öl beginnt nicht in der Extraktionsmaschine, sondern auf dem Acker. Im Mittelpunkt steht eine besondere Form von Cannabis sativa, der sogenannte Nutzhanf. Er enthält in der Pflanzenmasse weniger als 0,2 Prozent THC und ist nach EU-Recht legal anbaubar, sofern Landwirte eine zugelassene Sorte aus dem EU-Sortenkatalog verwenden und über die nötigen Genehmigungen verfügen. Schluttenhofer und Yuan dokumentieren in ihrem Fachreview in Trends in Plant Science die agrarrechtlichen und botanischen Rahmenbedingungen für Hanf als multifunktionale Nutzpflanze, einschließlich der Bedeutung der weiblichen, unbefruchteten Blüten, in denen die cannabinoidreichen Trichome gebildet werden.2
Eine Eigenschaft von Hanf wird beim Anbau allerdings oft unterschätzt, sie ist jedoch die wichtigste Frage für die Qualität jedes späteren CBD Öls, der Boden. Hanf gehört zu den effektivsten Hyperakkumulator-Pflanzen, die wir kennen. Das ist ökologisch ein Geschenk, weil die Pflanze für die Sanierung kontaminierter Böden eingesetzt werden kann, in der Lebensmittel- und Phytopharmazie ist es jedoch ein Risiko. Placido und Lee zeigen in ihrer Übersichtsarbeit zur Phytoremediation, dass Hanf Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Nickel und Arsen ebenso wie organische Schadstoffe und Pestizidrückstände aktiv aus dem Boden zieht und in den lipophilen Trichomharzen anreichert, also genau dort, wo die wertvollen Cannabinoide sitzen.1
Daraus folgt eine sehr praktische Konsequenz für den Endkunden. Wer ein CBD Öl in der Hand hält, dessen Hanf auf belastetem Boden wuchs, hält ein Öl in der Hand, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erhöhte Mengen an Schwermetallen enthält. Die Aussage, billige CBD Produkte aus Quellen ohne Bodenzertifizierung seien das gesparte Geld nicht wert, ist nicht Marketing, sondern eine Folge dieser pflanzenphysiologischen Realität. Seriöse Hersteller arbeiten mit zertifiziertem Bio-Hanf aus kontrolliertem Anbau in Österreich, Deutschland, der Schweiz oder anderen EU-Ländern mit dokumentiert sauberen Anbauflächen.
Welche Sorten kommen für CBD Öl in Frage
Der EU-Sortenkatalog umfasst aktuell über siebzig zugelassene Hanfsorten. Innerhalb dieses Rahmens gibt es Unterschiede, die für CBD Öl relevant sind. Industrielle Faserhanfsorten haben oft nur 0,5 bis 2 Prozent CBD in den Blüten, spezielle CBD-betonte Kreuzungen erreichen unter Einhaltung des THC-Grenzwerts auch 3 bis 4 Prozent. Wer als Endkunde ein konzentriertes Vollspektrum-Öl bevorzugt, profitiert von Hanf aus solchen optimierten Sorten. Wichtig dabei, alles bleibt im legalen Rahmen, nur die CBD-Konzentration in der Ausgangspflanze wird durch Sortenwahl, Anbaubedingungen und Erntezeitpunkt erhöht.
Warum die weiblichen Blüten den Unterschied machen
Auf der Pflanze sind die Trichome winzig, die Auswirkungen sind groß. Trichome sind Drüsenhaare auf den Blütenkelchen weiblicher, unbefruchteter Hanfpflanzen. Sie sehen unter dem Mikroskop aus wie kleine Kugeln auf einem Stiel. In genau diesen Köpfen, in den Drüsenzellen des Trichoms, findet die gesamte Biosynthese der Cannabinoide statt. Livingston und Kollegen haben am University of British Columbia die innere Anatomie und das Transkriptom dieser Drüsen erstmals umfassend charakterisiert und gezeigt, dass sich der Cannabinoidgehalt während der Blütenreife dynamisch verändert.3 Das ist mehr als botanisches Detailwissen, denn es bestimmt mit, wann ein Hanffeld geerntet werden muss.
Schritt 2, Ernte und schonende Trocknung
In Mitteleuropa beginnt die Hanfernte typischerweise zwischen Ende August und Anfang Oktober, abhängig von Sorte, Höhenlage und Wetter. Der Erntezeitpunkt wird über mehrere Tage hinweg täglich überprüft, weil die Cannabinoidkonzentration in den Trichomen kurz vor und während der Vollblüte ihr Maximum erreicht.3 Wer zu früh erntet, hat weniger Wirkstoff. Wer zu spät erntet, hat oxidative Verluste und einen ungewollten Anstieg von CBN, dem Abbauprodukt.
Direkt nach der Ernte ist das Pflanzenmaterial feuchtigkeitsreich, in der Regel bestehen frische Blüten zu sechzig bis achtzig Prozent aus Wasser. Für die spätere Extraktion muss diese Feuchtigkeit entfernt werden. Die Trocknung folgt drei einfachen Regeln, die jedoch oft schlecht umgesetzt sind, dunkel, kühl und gut belüftet. Direkte Sonneneinstrahlung baut die Cannabinoide ab, zu hohe Temperaturen verflüchtigen die ätherischen Terpene, mangelnde Luftzirkulation begünstigt Schimmelbildung. Lazarjani und Kollegen zeigen in ihrem methodischen Review, dass schonende Lufttrocknung über fünf bis sieben Tage bei Temperaturen unter dreißig Grad das Cannabinoid- und Terpenprofil deutlich besser erhält als beschleunigte industrielle Trocknung mit Heißluft.5
Eine zweite Stabilitätsfrage betrifft die Lagerung der getrockneten Blüten bis zur Extraktion. Auch hier gilt, je mehr Licht und je höher die Temperatur, desto schneller schreitet die Decarboxylierung von CBDA zu CBD und in der Folge die Oxidation zu CBN voran. Taschwer und Schmid an der Universität Graz haben diesen Effekt für österreichische Cannabisproben quantifiziert, bereits bei Raumtemperatur verschiebt sich das Verhältnis von THCA zu THC innerhalb weniger Wochen messbar.7 Das gleiche Prinzip gilt für CBDA und CBD, weshalb gut produzierende Hersteller die getrockneten Blüten kühl, dunkel und in luftdichten Behältern lagern, bis sie in die Extraktionsanlage gehen.
„Die Qualität eines CBD Öls wird bereits im Boden gelegt. Mit zertifiziertem Nutzhanf, einer schonenden überkritischen CO2-Extraktion und unabhängigen Laboranalysen entsteht ein Produkt, dem man beim Kauf vertrauen kann."
Schritt 3, Extraktion, vier Verfahren im Vergleich
Die Extraktion ist der Punkt, an dem ein Öl gemacht oder ruiniert wird. Aus dem getrockneten Pflanzenmaterial müssen Cannabinoide und Terpene heraus, ohne dass schädliche Begleitstoffe mit hineingelangen. In der Praxis sind vier Verfahren etabliert, drei davon haben handfeste Nachteile, eines hat sich als Goldstandard durchgesetzt.
| Verfahren | Funktionsweise | Stärken | Risiken |
|---|---|---|---|
| Ölextraktion | Pflanzenmaterial in Trägeröl unter Wärme | einfach, kein Lösungsmittel | geringe Ausbeute, kurze Haltbarkeit, Chlorophyll im Endprodukt |
| Trockeneis-Methode | Harz wird mit CO2-Eis von der Blüte getrennt | schonend für Terpene | nur Harz, keine vollständige Extraktion, Wachs und Pflanzenreste enthalten |
| Lösungsmittelextraktion | Ethanol, Butan, Hexan oder Isopropanol | hohe Ausbeute, billig in der Anlage | Lösungsmittelrückstände, Co-Extraktion von Chlorophyll, gesundheitsbedenklich |
| Überkritische CO2-Extraktion | überkritisches CO2 als Lösungsmittel | keine Rückstände, Cannabinoid- und Terpenprofil bleibt erhalten | höhere Anlageninvestition, technisch anspruchsvoll |
Warum die drei alternativen Verfahren in der Premiumproduktion keine Rolle mehr spielen, beleuchtet eine peer-reviewte toxikologische Untersuchung von Raber und Kollegen exemplarisch. Sie analysierten 57 Cannabis-Konzentrate aus Lösungsmittelextraktion auf Restlösungsmittel und Pestizide. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Beträchtliche Mengen an Restlösungsmitteln und Pestizidkontamination wurden in den geprüften Konzentraten gefunden. Aliphatische Kohlenwasserstoffe aus Butangasextraktion und Restpestizide aus dem Pflanzenmaterial waren häufige Befunde.4 Diese Verunreinigungen lassen sich auch durch nachträgliches Abdampfen nicht zuverlässig entfernen, weshalb Premium-Hersteller auf Lösungsmittelverfahren verzichten und stattdessen auf CO2 setzen.
Die überkritische CO2-Extraktion im Detail
Die überkritische CO2-Extraktion klingt komplizierter, als sie im Prinzip ist. Kohlendioxid wird unter hohem Druck und tiefer Temperatur in einen Zustand gebracht, in dem es weder klassisch flüssig noch klassisch gasförmig ist, sondern beides zugleich. Genau dieser überkritische Zustand verleiht CO2 die Lösungseigenschaften eines Lösungsmittels und die Beweglichkeit eines Gases. Lazarjani und Kollegen erläutern in ihrem methodischen Review, dass überkritisches CO2 lipophile Cannabinoide und Terpene mit hoher Selektivität aus dem Pflanzenmaterial löst, ohne thermische Degradation und ohne Co-Extraktion von Chlorophyll oder Wachsen, die in alkoholbasierten Verfahren typischerweise mit herausgespült werden.5
Im praktischen Ablauf läuft die überkritische CO2-Extraktion in einem geschlossenen Kreislauf. Das vorgekühlte CO2 wird auf etwa 73 Bar und über 31 Grad gebracht, der überkritische Punkt, anschließend strömt es durch die Extraktionskammer mit dem getrockneten Pflanzenmaterial. Dabei nimmt es Cannabinoide und Terpene auf. In einer zweiten Kammer wird der Druck wieder reduziert, das CO2 verdampft und hinterlässt das fertige Extrakt im Auffangbehälter. Das CO2 wird kondensiert und zurück in den Kreislauf geführt, weshalb dieses Verfahren auch Closed-Loop-System genannt wird. Im letzten Schritt wird das Extrakt mit einem Trägeröl, meist Hanfsamenöl, MCT-Öl aus Kokos oder Olivenöl, auf die gewünschte Konzentration eingestellt.
Was an diesem Verfahren entscheidend ist, lässt sich an einem Detail festmachen. Durch Variation von Druck und Temperatur kann der Extrakteur gezielt steuern, welche Inhaltsstoffe primär extrahiert werden. Bei niedrigerem Druck werden bevorzugt Terpene gelöst, bei höherem Druck zusätzlich die Cannabinoide. So lassen sich Terpenfraktion und Cannabinoidfraktion getrennt gewinnen und am Ende wieder zusammenführen, was eine sehr feine Steuerung des Endprofils ermöglicht.5
Schritt 4, Reinigung, Winterisierung und Decarboxylierung
Nach der CO2-Extraktion liegt ein konzentriertes, harzartiges Rohextrakt vor. Manche Hersteller stellen damit das Endprodukt her und verdünnen es nur noch im Trägeröl. Andere führen optionale Reinigungsschritte durch, die je nach Zielprofil sinnvoll sind oder das Öl auch verschlechtern können.
Winterisierung, ja oder nein
Beim Verfahren Winterisierung wird das Rohextrakt in hochprozentigem Alkohol gelöst und für mehrere Stunden bei Temperaturen unter minus zwanzig Grad eingefroren. Pflanzliche Wachse, Lipide und ein Teil der schweren Begleitstoffe fallen dabei aus und können abfiltriert werden. Das Verfahren erhöht die optische Klarheit des Öls und kann sinnvoll sein, wenn das Extrakt für E-Liquids oder Vape-Produkte gedacht ist, weil pflanzliche Wachse beim Verdampfen Lungenirritationen begünstigen können.
Für reine Tropfflaschen-Öle hat die Winterisierung Vor- und Nachteile. Pluspunkt, ein klareres, optisch ansprechenderes Öl. Minuspunkt, ein Teil der Terpene und Wachse, die zum Entourage-Effekt beitragen, geht verloren. Premium-Hersteller verzichten daher bei Vollspektrum-Tropfen oft bewusst auf Winterisierung, was zu einem leicht trüberen, dafür aber profilstärkeren Öl führt. Die Empfehlung lautet, dem Hersteller zu vertrauen, der diesen Prozessentscheid offen kommuniziert, statt vermeintliche Reinheit als Verkaufsargument zu nutzen.
Decarboxylierung, der Umschalter von CBDA zu CBD
In der frischen Hanfpflanze liegen die Cannabinoide nicht in der Form vor, die im Endprodukt wirken soll. Was die Pflanze produziert, sind die sauren Vorstufen, also CBDA für CBD, THCA für THC, CBGA für CBG. Erst durch Erhitzung wird die Carboxylgruppe abgespalten, ein chemischer Prozess namens Decarboxylierung, der die neutrale, biologisch besser bioverfügbare Form freisetzt.
Wang und Kollegen am Center for Natural Products Research der University of Mississippi haben die Decarboxylierungskinetik präzise vermessen. Ihre Daten zeigen einen klaren optimalen Bereich, etwa 110 bis 130 Grad Celsius über dreißig bis vierzig Minuten ergeben weitgehend vollständige Umwandlung von CBDA zu CBD, ohne dass das entstehende CBD nennenswert zu CBN abbaut.6 Bei Temperaturen über 145 Grad oder bei zu langer Erhitzung degradiert das CBD irreversibel, weshalb präzise Temperatur- und Zeitsteuerung für ein hochwertiges Endprodukt unerlässlich ist.
| Temperatur | Zeit | Ergebnis |
|---|---|---|
| 80 Grad | 60 Minuten | unvollständige Umwandlung, viel CBDA bleibt erhalten |
| 110 Grad | 30 bis 40 Minuten | nahezu vollständige Umwandlung, kaum Degradation |
| 130 Grad | 20 bis 30 Minuten | vollständige Umwandlung, beginnender Terpenverlust |
| 145 Grad und mehr | länger als 30 Minuten | CBD-Degradation zu CBN, Terpenverlust deutlich |
Die Decarboxylierung kann an zwei Stellen im Prozess stattfinden, am rohen Pflanzenmaterial vor der Extraktion oder nachträglich am isolierten Extrakt. Hersteller mit ausgereifter Anlagentechnik integrieren diesen Schritt direkt in die Produktion, sodass das fertige Öl bereits decarboxyliert auf den Markt kommt. Wer ein bewusst rohes CBDA-Öl möchte, sollte das auf der Packung erkennen können, ungeschminkt deklariert.
Vollspektrum, Breitband oder Isolat
Drei Begriffe begegnen Anwenderinnen und Anwendern beim CBD Öl Kauf. Vollspektrum-Öl enthält alle Cannabinoide der Pflanze, einschließlich Spuren von THC unter dem gesetzlichen Grenzwert. Breitband-Öl wurde nachträglich von THC befreit, behält aber die übrigen Cannabinoide und Terpene. Isolat besteht aus reinem, kristallinem CBD, ohne weitere Pflanzeninhaltsstoffe. Für die meisten Anwender ist Vollspektrum die sinnvollste Wahl, weil die verschiedenen Cannabinoide und Terpene im sogenannten Entourage-Effekt synergistisch zusammenwirken. Wer aus beruflichen oder rechtlichen Gründen eine garantierte THC-Freiheit braucht, etwa bei zufälligen Drogenscreenings, wählt Breitband-Öl. Isolat ist sinnvoll, wenn ein extrem definiertes Wirkstoffprofil ohne andere Cannabinoide gewünscht ist, etwa für Forschungszwecke.
Schritt 5, Unabhängige Labortests und das COA
Der letzte und für den Endkunden wichtigste Schritt ist die unabhängige Laborprüfung. Sie ist in den meisten EU-Ländern für CBD Produkte nicht gesetzlich vorgeschrieben, sie ist jedoch das einzige objektive Qualitätsmerkmal, das ein Hersteller bieten kann. Was im Etikett steht, muss nicht zwingend im Öl sein. Was im unabhängigen Laborbericht steht, ist im Öl, weil ein zugelassenes akkreditiertes Labor seine Reputation auf das Ergebnis setzt.
Im Zentrum der Analytik steht die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, kurz HPLC, oft kombiniert mit UV- oder Massenspektrometrie. Taschwer und Schmid an der Universität Graz haben für österreichische Cannabisproben gezeigt, wie diese Methode CBD, THC, CBN und ihre sauren Vorstufen quantitativ und reproduzierbar trennen kann.7 In der Praxis ergänzen seriöse Labore HPLC durch zwei weitere Verfahren, ICP-MS für Schwermetallanalyse und GC-MS für Pestizid- und Lösungsmittelrückstände. Erst die Kombination dieser drei Analysen ergibt ein vollständiges Sicherheitsbild.
Was im Certificate of Analysis stehen sollte
Das Certificate of Analysis, kurz COA, ist der Laborbericht, der für jede Produktcharge ausgestellt wird. Was Sie als Endkunde darin lesen können sollten, lässt sich in fünf Punkten zusammenfassen.
- Cannabinoid-Profil. Mindestens CBD, CBDA, THC, THCA und idealerweise auch CBG, CBN und CBC. Die Werte sollten in Milligramm pro Milliliter oder in Gewichtsprozent angegeben sein, jeweils mit der gemessenen Genauigkeit.
- THC-Gehalt. Einzeln ausgewiesen und unter dem in Ihrem Land gesetzlichen Grenzwert. In Deutschland und Österreich gelten unterschiedliche Schwellen für unterschiedliche Produktkategorien.
- Schwermetalle. Mindestens Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber. Werte sollten unter den Grenzen der EU-Verordnung für Lebensmittelkontaktstoffe liegen.
- Pestizide. Ein Multipestizidscreening auf mindestens zwanzig häufige Wirkstoffe. Bei Bio-Hanf sollten alle Werte unter der Bestimmungsgrenze liegen.
- Lösungsmittelrückstände. Bei reinen CO2-Extrakten ist dieser Punkt formal kein Thema, ein dokumentierter Negativbefund untermauert jedoch die Verfahrensqualität.
Ein vertrauenswürdiger Hersteller verlinkt das COA direkt von der Produktseite. Ein Hersteller, der das COA nicht öffentlich bereitstellt, ist ein Hersteller, dem Sie kein blindes Vertrauen schenken sollten. Bei CBDNOL finden Sie die aktuellen Laborberichte zu jedem Produkt unter Laborberichte und Zertifizierung.
Drei Qualitätskriterien für Ihren Kauf
Wer am Ende dieses Beitrags mit einer braunen Tropfflasche vor sich steht und sich fragen will, ob das Öl seinen Preis wert ist, kann die Antwort auf drei Punkte herunterbrechen. Sie sind das praktische Konzentrat aller fünf Produktionsschritte und decken sich mit dem, was die wissenschaftliche Literatur als Qualitätsmarker etabliert hat.
Wenn diese drei Punkte für ein Produkt belegt sind und Sie das Zertifikat in der Hand halten oder online abrufen können, haben Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Alles andere ist Marketing.
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Häufige Fragen zur Herstellung von CBD Öl
Warum ist die CO2-Extraktion teurer und gilt trotzdem als beste Methode?
Die überkritische CO2-Extraktion erfordert spezielle Hochdruckanlagen, in der Anschaffung typischerweise mittlere sechsstellige Beträge, sowie qualifiziertes Personal für Druck-, Temperatur- und Massenflusssteuerung. Lösungsmittelextraktion mit Ethanol oder Butan kommt mit einem Bruchteil dieser Investition aus, weshalb viele Massenmarkthersteller sie wählen. Drei Gründe machen CO2 trotz dieses Kostennachteils zur besseren Wahl. Erstens hinterlässt CO2 keine Rückstände im fertigen Extrakt, weil es nach der Druckentlastung als Gas vollständig verschwindet, während Lösungsmittelextraktion in unabhängigen Studien immer wieder Restmengen von Butan, Hexan und ähnlichen Stoffen im Endprodukt zeigt. Zweitens ist überkritisches CO2 chemisch hochselektiv und löst die lipophilen Cannabinoide und Terpene, ohne Chlorophyll, Wachse und bittere Gerbstoffe in nennenswerter Menge mitzunehmen. Das ergibt ein klareres, aromatischeres Öl ohne grasige Nebennoten. Drittens lässt sich die Extraktion durch Druck und Temperatur sehr fein steuern, sodass Cannabinoid- und Terpenfraktionen getrennt gewonnen und am Ende kontrolliert wieder zusammengeführt werden können. Diese Steuerbarkeit gibt es bei alternativen Verfahren nicht.
Welche Rolle spielt das Trägeröl im fertigen CBD Öl?
Das Trägeröl ist mehr als nur ein Streckmittel. Cannabidiol ist fettlöslich und wird vom Körper über das Trägeröl aufgenommen. Die Wahl des Trägeröls beeinflusst sowohl die Bioverfügbarkeit als auch das Geschmacksprofil und die Haltbarkeit. Drei Optionen sind in Premium-Ölen üblich. Hanfsamenöl bringt einen leicht nussigen Eigengeschmack mit, ist reich an ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 und passt geschmacklich gut zum Vollspektrum-Charakter eines CBD Öls. MCT-Öl aus Kokosnuss ist nahezu geschmacksneutral, sehr stabil gegenüber Oxidation und wird im Körper sehr schnell aufgenommen, was die Bioverfügbarkeit von CBD im Vergleich zu langkettigen Pflanzenölen leicht erhöhen kann. Olivenöl ist eine traditionelle Variante mit kräftigem Geschmack und guter Stabilität, in Premiumölen seltener als die anderen beiden Optionen. Bei der Lagerung gilt für alle Trägeröle, kühl, dunkel und gut verschlossen, um Oxidation zu vermeiden. Geöffnete Flaschen sollten innerhalb von etwa drei bis sechs Monaten aufgebraucht werden.
Wie erkenne ich ein wirklich unabhängig getestetes CBD Öl?
Die ehrliche Kurzantwort, am Certificate of Analysis, das auf dem Briefkopf eines akkreditierten externen Labors steht. Ein paar konkrete Prüfpunkte helfen, zu unterscheiden, ob das COA tatsächlich aussagekräftig ist oder nur dekorativ. Erstens, der Laborname und die Adresse müssen erkennbar sein und das Labor sollte für die Prüfmethoden akkreditiert sein, idealerweise nach ISO/IEC 17025. Zweitens, die Probennummer und das Probendatum müssen mit Ihrer Charge auf der Flasche übereinstimmen, sonst beweist das COA nichts über das Öl, das Sie tatsächlich kaufen. Drittens, der Bericht enthält neben dem Cannabinoid-Profil auch Werte für Schwermetalle und Pestizide, nicht nur die positiven Marketing-Daten. Viertens, der Hersteller stellt den Bericht öffentlich auf der Produktseite oder im Chargenverzeichnis bereit, ohne dass Sie ihn extra anfordern müssen. Wer das COA aktiv versteckt oder nur auf Anfrage herausgibt, hat in der Regel etwas zu verbergen. Bei CBDNOL finden Sie die Berichte zu jeder Charge unter Laborberichte und Zertifizierung, frei zugänglich.
Was ist Decarboxylierung und warum ist sie für die Wirkung wichtig?
In der frischen Hanfpflanze liegt CBD nicht als CBD vor, sondern als seine saure Vorstufe CBDA. Das Gleiche gilt für THC, CBG und alle weiteren Cannabinoide. Decarboxylierung beschreibt die chemische Reaktion, bei der durch Wärme die Carboxylgruppe, also ein CO2-Molekül, abgespalten wird, sodass aus CBDA das aktive CBD entsteht. Ohne diesen Schritt würde ein CBD Öl überwiegend CBDA enthalten, das pharmakologisch andere Eigenschaften hat als CBD und vom Körper schlechter über Cannabinoid-Rezeptoren genutzt wird. In der Produktion erfolgt die Decarboxylierung kontrolliert in einem Vakuumofen oder direkt während der Extraktion, mit präzise gesteuerter Temperatur. Die Forschung zeigt einen schmalen optimalen Bereich, etwa 110 bis 130 Grad über 30 bis 40 Minuten ergeben weitgehend vollständige Umwandlung ohne nennenswerten Abbau. Bei Heimanwendern, die Hanfblüten in Speisen verarbeiten, übernimmt diese Aufgabe das Backen oder Erhitzen, weshalb Cannabis-Tee aus rohen Blüten ohne vorherige Decarboxylierung weit weniger CBD-Wirkung entfaltet als ein decarboxyliertes Produkt.
Mich würde interessieren wieviel cbd-öl durch die CO2-Extraktion circa aus sagen wir einmal einem kg CBD-Hanf(Blüten und Blättern) gewonnen werden kann.
Mich würde interessieren wieviel cbd-öl durch die CO2-Extraktion circa aus sagen wir einmal einem kg CBD-Hanf(Blüten und Blättern) gewonnen werden kann.
Könnten sie mir besser erklären was beim Hanfanbau passiert
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