Immer mehr Menschen interessieren sich für CBD und die potenziell gesundheitsseigernden Effekte des CBD Cannabinoids. Vor allem CBD Öl erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit. Doch wie wird CBD Öl eigentlich hergestellt? Und was verrät der Herstellungsprozess über die Qualität des fertigen Produkts? Genau das erfahren Sie in diesem Artikel.
Schritt 1: Der Hanfanbau
Die Herstellung von CBD Öl beginnt mit dem Anbau der Hanfpflanze. Zwar ist der Anbau von Marihuana und Hanf in Deutschland üblicherweise illegal, Hanf mit maximal 0,2% THC stellt jedoch eine Ausnahme dar – und ist in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern legal. Hanf mit einer solch geringen THC-Konzentration kann Konsumenten nämlich nicht high machen. Wenn Sie legales CBD konsumieren, gibt es keinen Rauscheffekt! Verbraucher können CBD mit dem gesetzlichen Grenzwert von 0,2% THC deshalb bedenkenlos kaufen.
Im ersten Schritt bauen CBD Hersteller also das Hanf an – bzw. beauftragen Landwirte mit dem Hanfanbau. Diese können Hanf mit einer speziellen Genehmigung auf Böden in ganz Europa anbauen. Das EU-Recht garantiert, dass dies bei zugelassenen Hanfpflanzen legal ist.
Was ist bei diesem ersten Schritt besonders wichtig? Es sollte sich um EU-zertifizierten Nutzhanf handeln. Außerdem sollte der Boden unbedingt sauber sein, denn Hanf absorbiert Giftstoffe aus dem Boden. Deshalb empfiehlt es sich als Verbraucher nicht, auf billige CBD Produkte (beispielsweise aus China) zurückzugreifen. Ihre Gesundheit sollte es Ihnen wert sein!
Weitere nützliche Infos über den Hanfanbau
- Es gibt einen EU-Sortenkatalog mit 63 landwirtschaftlichen Hanfsorten, die Landwirte mit einer Sonderlizenz anbauen dürfen. Der CBD-Gehalt dieser Sorten variiert und die daraus gewonnenen CBD Extrakte enthalten zwischen 0,5% und 4% Cannabidiol (CBD).
- Die Blüten der weiblichen Hanfpflanze sind für die Herstellung von CBD Öl besonders wichtig. Die Trichome in den weiblichen Blüten enthalten nämlich den höchsten Anteil von Cannabinoiden. Trichome sind die Pollen auf den Blüten der Hanfpflanze.
- CBD Extrakte aus EU-Nutzhanf enthalten maximal 4% CBD. Deshalb nutzen einige Hersteller eigens entwickelte Kreuzungen von Industriehanf und Marihuana, um die CBD-Konzentration zu erhöhen. Natürlich unter Einhaltung des gesetzlichen THC-Grenzwertes.
Schritt 2: Ernte & Trocknung
Im Spätsommer beginnt in Europa die Hanf-Erntezeit. Besonders wichtig nach der Ernte ist die Trocknung der Hanfblüten – für die CBD Extraktion müssen die Pflanzenteile zu 100% trocken sein. Die Trocknung geschieht meistens in einem kühlen, dunklen, trockenen und gut belüftetem Raum. Auf Hitze sollte verzichtet werden, da zu viel Hitze die wertvollen Bestandteile und Cannabinoide im Hanf zerstören kann. Für die Trocknung werden in der Regel 5 bis 7 Tage eingeplant.
“Die Qualität eines CBD Öls wird bereits im Boden gelegt: Mit zertifiziertem Nutzhanf, einer schonenden CO₂-Extraktion und unabhängigen Laboranalysen entsteht ein Produkt, dem man beim Kauf Vertrauen schenken kann.”
Schritt 3: Extraktion
Um CBD Öl zu gewinnen, muss das CBD nun aus dem Pflanzenmaterial entfernt werden. Dies wird Extraktion genannt und ist der vermutlich wichtigste Schritt bei der Herstellung von CBD Öl. Das gewählte Extraktionsverfahren entscheidet maßgeblich über die Reinheit und Qualität des Endprodukts. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier Extraktionsmethoden vor, drei davon sind nicht zu empfehlen:
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Ölextraktion
Cannabinoide können sich mit Pflanzenöl extrahieren lassen – denn Cannabinoide sind fettlöslich. Dafür bedeckt man das Pflanzenmaterial zum Beispiel mit Olivenöl, Hanfsamenöl oder Kokosöl und erhitzt alles für ein bis zwei Stunden bei etwa 100°C. Der Ertrag bei einem solchen Verfahren ist jedoch gering. Außerdem ist Pflanzenöl schnell verderblich. -
Trockeneisextraktion
Trockeneis kann die klebrigen Trichome (bzw. Harz) von den Blüten trennen. Dafür steckt man das Pflanzenmaterial zusammen mit Trockeneis in einen Behälter, um das Harz einzufrieren. Anschließend lässt sich das gefrorene Harz mit den wertvollen Cannabinoiden einfach abschütteln und vom Rest der Pflanze trennen. Der Ertrag bei der Trockeneisextraktion ist etwas höher als bei einer Ölextraktion, doch die Qualität des Endprodukts ist ebenfalls nicht optimal. -
Lösungsmittelextraktion
Ein weiteres CBD Extraktionsverfahren geschieht mit Lösungsmitteln wie Alkohol, Ethanol, Butan, Hexan oder Isopropanol. Die Lösung gibt man über das Pflanzenmaterial und erhitzt es so lange, bis nur das Extrakt übrig bleibt. Das führt jedoch zu mehreren Problemen – vor allem extrahiert die Methode auch das Chlorophyll, was für Menschen schädlich sein kann und den Geschmack bitterer macht. Außerdem sind starke Lösungsmittel grundsätzlich gesundheitsschädlich und es können Rückstände im CBD Extrakt enthalten sein.
Seriöse CBD Anbieter wählen deshalb keiner dieser drei Extraktionsmethoden. Es gibt eine Methode, die unbestreitbar die beste Extraktionsform ist – die sogenannte CO2-Extraktion.
Die CO2-Extraktion
Die CO2-Extraktion ist die teuerste und aufwändigste CBD Extraktionsmethode. Sie benötigt ein größeres Budget, technisches Fachwissen und ist den anderen Methoden deutlich überlegen. Deshalb nutzen fast alle Premium CBD Anbieter die CO2-Extraktionsmethode. Wie funktioniert das Verfahren? Das sehen wir uns im nächsten Abschnitt an:
Die CO2-Extraktion basiert auf einem sogenannten Closed-Loop-System. Man gibt das rohe Pflanzenmaterial in die Extraktionskammer einer Extraktionsmaschine, kühlt in einer anderen Kammer das Kohlendioxid (CO2) auf etwa -56°C ab und erhöht den Druck auf 5 Bar. So wird ein überkritischer Zustand des CO2s erzeugt – es befindet sich also sowohl in einem flüssigen als auch in einem gasförmigen Zustand. Deshalb wird dieses Verfahren auch überkritische CO2-Extraktion genannt.
Das überkritische CO2 wird anschließend in die Extraktionskammer geleitet. Die Kammer füllt sich also mit dem Gas und das CO2 löst die Terpene und Cannabinoide aus dem Pflanzenmaterial ohne die wertvollen Inhaltsstoffe zu beschädigen. Anschließend landen die extrahierten Stoffe in einem Sammelbehälter und das CO2 wird durch einen Kondensator in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt. Das CO2 ist also wiederverwendbar. Im letzten Schritt der CO2-Extraktion wird den CBD Extrakten ein Öl (zum Beispiel Kokosnuss- oder Hanföl) hinzugefügt.
Schritt 4: Reinigung
Manche Unternehmen sind nach der CO2-Extraktion bereits fertig. Andere wiederum gehen weitere Schritte, um die Qualität und Reinheit ihres CBD Öls zu erhöhen – zum Beispiel die sogenannte Winterisierung. Warum ist das sinnvoll? Extrakte können pflanzliche Wachse enthalten, die der Lunge schaden können. Mit einer Winterisierung kann man das CBD von den Restprodukten trennen. Das funktioniert, indem man das CBD Extrakt mit Alkohol tränkt und einfriert. So kann man auch Terpene, CBD oder andere Cannabinoide herausfiltern, was allerdings zu einem weniger potenten Öl führt. Deshalb unterlassen viele CBD Anbieter diesen Schritt der Winterisierung.
Tipp: CBD Isolat ist selten empfehlenswert. Das liegt am sogenannten „Entourageeffekt": Die verschiedenen Cannabinoide und Terpene in der Hanfpflanze wirken zusammen am besten – für eine maximale Wirkung bietet sich deshalb ein CBD Öl an, welches das gesamte Spektrum der wertvollen Cannabinoide und Terpene bietet. Ein sogenanntes Vollspektrum CBD Öl/ Tropfen.
Ein weiterer möglicher Schritt ist außerdem die Decarboxylierung durch Erhitzung. Dieses Verfahren aktiviert verschiedene Verbindungen in der Pflanze, damit diese vom menschlichen Körper besser aufgenommen werden können. Man kann sowohl das rohe Pflanzenmaterial vor der Extraktion decarboxylieren als auch das gewonnene Öl nach der Extraktion. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und Herkunft der Hanfpflanze.
Schritt 5: Testen
Jeder Anbieter von hochwertigem CBD Öl führt im letzten Schritt verschiedene Tests durch. Das gewährleistet die Qualität und Reinheit des Endprodukts – diese Tests sind jedoch nicht verpflichtend. Verbraucher sollten beim Kauf von CBD darauf achten, dass der Anbieter Testberichte von unabhängigen und seriösen Laboren bereitstellen kann.
Ein CBD Test funktioniert meistens mit Hilfe eines Chromatographen. Mit diesem Verfahren können sich Stoffgemische in seine Einzelbestandteile auftrennen lassen – das ermöglicht eine genaue Untersuchung des Cannabinoiden-Profils im jeweiligen CBD Öl. Außerdem kann man das CBD Öl so auf Dünger und Schwermetalle überprüfen. Ob Cannabinoide, Terpene oder Schadstoffe: Der Laborbericht gibt genau Auskunft darüber, was im CBD Öl in welcher Konzentration enthalten ist.
Tipp: Unabhängige Tests sind ein wichtiger Schritt in der Herstellung von CBD – sowohl für den CBD Anbieter als auch für den Konsumenten. Nur mit entsprechenden Tests gelingt die Qualitätskontrolle für den Anbieter – und nur so kann der Konsument wissen, ob das CBD Öl tatsächlich Premium Qualität bietet.
Schlusswort
Die Herstellung von hochwertigem CBD Öl ist ein langwieriger Prozess – die Grundlagen für hochwertige Endprodukte werden bereits beim Anbau der Hanfpflanzen gelegt und ziehen sich durch jeden Produktionsschritt. Wenn Sie hochwertiges CBD Öl kaufen möchten, sollten Sie als Verbraucher vor allem auf folgende drei Kriterien achten:
- EU-zertifizierte Hanfpflanzen
- CO2-Extraktionsverfahren
- Unabhängige Labortests
Nun wissen Sie, wie CBD Öl entsteht und können beim nächsten CBD Kauf eine fundierte Entscheidung treffen. Wenn Sie noch Fragen haben, sind wir jederzeit für Sie da. Oder schauen Sie sich direkt in unserem CBDNOL CBD Shop um und stöbern Sie durch unsere Produkte. Wir freuen uns auf Sie!
Der Herstellungsprozess startet mit dem Anbau von zertifiziertem EU-Nutzhanf mit maximal 0,2 % THC auf unbelastetem Boden, da Hanf Schadstoffe aus dem Boden aufnehmen kann.
Nach der Ernte folgt die Trocknung der Hanfblüten in einem kühlen, dunklen und gut belüfteten Raum über etwa fünf bis sieben Tage, Hitze sollte vermieden werden, um wertvolle Inhaltsstoffe zu erhalten.
Der entscheidende Schritt ist die Extraktion: Für hochwertige Produkte empfiehlt der Artikel das Verfahren mit überkritischem Kohlendioxid (CO₂), da es schonend ist und keine Lösungsmittelrückstände hinterlässt.
Nach der Extraktion müssen unabhängige Labortests erfolgen (z. B. via Chromatographie), damit CBD-Gehalt, Cannabinoidprofil sowie mögliche Rückstände wie Schwermetalle oder Pestizide geprüft werden können.
Qualität hängt von allen Produktionsschritten ab: Vom Anbau über die Trocknung und Extraktion bis zur Testung. Verbraucher sollten daher beim Kauf auf Kriterien wie EU-zertifizierte Pflanzen, CO₂-Extraktion und transparente Laborberichte achten.
→ QUELLEN UND STUDIEN
Überkritische CO₂-Extraktion
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Mich würde interessieren wieviel cbd-öl durch die CO2-Extraktion circa aus sagen wir einmal einem kg CBD-Hanf(Blüten und Blättern) gewonnen werden kann.
Mich würde interessieren wieviel cbd-öl durch die CO2-Extraktion circa aus sagen wir einmal einem kg CBD-Hanf(Blüten und Blättern) gewonnen werden kann.
Könnten sie mir besser erklären was beim Hanfanbau passiert
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