CBD Haut Verbessern

Kann CBD das Hautbild verbessern?

Glatte, ebenmäßige Haut steht in fast jeder Werbeanzeige für Wohlbefinden, Vitalität und ein erfülltes Leben. Hinter dem Versprechen verbirgt sich ein komplexes biologisches Geschehen, in dem oxidativer Stress, chronische Entzündungsprozesse und der nachlassende Aufbau von Kollagen und Elastin zusammenspielen. Cannabidiol gilt seit einigen Jahren als interessante Zutat für die Hautpflege. Doch was hält die Forschung wirklich davon? In diesem Beitrag schauen wir auf den biologischen Hintergrund, ordnen die wichtigsten Studien ein und erklären, wo CBD eine sinnvolle Ergänzung sein kann und wo die Grenzen liegen.

Aktualisiert: April 2026 Lesezeit: ca. 10 Min. ca. 2.000 Wörter Autor: Josef Eckmair MBA 7 wissenschaftliche Quellen
Inhaltsverzeichnis
  1. Warum unsere Haut altert
  2. Das Endocannabinoid System der Haut
  3. Wie CBD am Hautbild ansetzt
  4. Was die klinische Forschung bislang zeigt
  5. CBD Kosmetik richtig kaufen
  6. Eine alltagstaugliche Routine
  7. Häufige Fragen
  8. Quellen und Studien

Warum unsere Haut altert

Hautalterung ist nicht eine einzelne Ursache, sondern das Zusammenspiel aus zwei großen Prozessen. Den intrinsischen, biologisch programmierten Teil kann niemand wirklich aufhalten. Mit den Jahren verlangsamen sich die Zellteilungen in der Basalzellschicht, die Talgdrüsen liefern weniger Lipide, der Aufbau von Kollagen und Elastin in der Lederhaut sinkt und die Hyaluronsäure in der Haut wird langsamer nachgebildet. Das Ergebnis ist eine Haut, die dünner, trockener und weniger elastisch wird. Daneben steht die extrinsische Alterung, also alles, was die Haut von außen belastet: UV Strahlung, Luftverschmutzung, Tabakrauch, Schlafmangel, Stress, hoher Zuckerkonsum. All diese Einflüsse erzeugen reaktive Sauerstoffspezies, sogenannte freie Radikale, die Membranlipide oxidieren, Proteinstrukturen wie Kollagenfasern beschädigen und in der Folge das sichtbare Bild der Hautalterung beschleunigen.

Die Konsequenz für die Pflege ist klar. Eine sinnvolle Anti Aging Strategie braucht zwei Hebel. Sie muss erstens oxidativen Stress neutralisieren, bevor er Strukturschäden anrichtet. Und sie muss zweitens chronische, niedriggradige Entzündungen beruhigen, die Kollagen abbauende Enzyme wie MMP 1 anschalten. Genau an diesen beiden Punkten setzt Cannabidiol pharmakologisch an.

Das Endocannabinoid System der Haut

Bevor wir über CBD reden, ein kurzer Blick auf die Bühne. Die Haut ist nicht nur eine Schutzschicht, sie ist ein eigenständiges neuroendokrines Organ mit einem vollständigen Endocannabinoid System. In einer vielzitierten Übersichtsarbeit der ungarischen Universität Debrecen aus dem Jahr 2009 haben Tamás Bíró und Kollegen, gemeinsam mit Ralf Paus aus Lübeck, gezeigt, dass CB1 und CB2 Rezeptoren in nahezu allen Hautstrukturen vorkommen, in den oberflächlichen Keratinozyten ebenso wie in den Fibroblasten der Lederhaut, in Melanozyten, Talgdrüsenzellen, Haarfollikeln und Immunzellen.6 Dieses kutane ECS reguliert Zellteilung, Differenzierung, lokale Immunantwort, Talgproduktion und Barrierefunktion.

Was bedeutet das praktisch? Eine Pflanzenkomponente, die mit dem ECS interagiert, ist in der Haut keine fremde Substanz. Sie greift in ein bestehendes Regelsystem ein. Das ist der Grund, warum CBD in der Hautpflege pharmakologisch mehr ist als ein wohlriechender Pflanzenextrakt. Es spricht ein körpereigenes Signalnetz an, das jeder Mensch ohnehin mit sich trägt.

Wie CBD am Hautbild ansetzt

Aus der Grundlagenforschung lassen sich vier Wirkrichtungen ableiten, die für ein gepflegtes Hautbild relevant sind. Keine davon ist ein Wundermittel Versprechen, jede für sich aber gut belegt.

Antioxidative Schutzwirkung über mehrere Wege

In einer der historischen Grundlagenstudien zu CBD haben Hampson und Kollegen am amerikanischen National Institute of Mental Health gezeigt, dass Cannabidiol als phenolischer Radikalfänger wirkt und in Modellsystemen reaktive Sauerstoffspezies effizienter neutralisiert als Vitamin C oder Vitamin E.1 Eine breite Übersichtsarbeit von Atalay und Kollegen aus dem Jahr 2020 zeigt, dass die antioxidative Wirkung nicht nur direkt erfolgt. CBD aktiviert auch den Nrf2 Signalweg, jenen körpereigenen Master Regulator, der Schutzenzyme wie Hämoxygenase 1, Glutathionsynthase und Superoxiddismutase hochreguliert.2 Diese körpereigenen Enzyme bauen freie Radikale weit länger ab, als ein einzelnes Antioxidans aus einer Creme das je könnte.

Antientzündliche Wirkung auf Hautzellebene

2014 hat die ungarische Forschungsgruppe um Attila Oláh CBD direkt an menschlichen Talgdrüsenzellen getestet. Im Journal of Clinical Investigation berichten die Autoren, dass Cannabidiol gleichzeitig die überschüssige Talgproduktion senkt und die Ausschüttung pro entzündlicher Botenstoffe wie Interleukin 1 beta und TNF alpha hemmt, vermittelt unter anderem über TRPV4 und A2A Rezeptoren.5 Das ist relevant, weil chronische, kaum sichtbare Entzündungen, oft als Inflammaging bezeichnet, einer der Haupttreiber sichtbarer Alterung sind. Wer Entzündung dauerhaft beruhigt, bremst auch die Aktivität von Kollagen abbauenden Matrix Metalloproteinasen.

Wirkung auf Fibroblasten und zelluläre Seneszenz

Eine 2022 in der Fachzeitschrift Cells veröffentlichte Studie der University of Lethbridge in Kanada hat CBD an menschlichen Hautfibroblasten getestet, also genau jenen Zellen in der Lederhaut, die Kollagen und Elastin produzieren. Die Forschenden um Marta Gerasymchuk und Robinson induzierten zunächst künstlich Zellseneszenz, einen Zustand, in dem Hautzellen ihren Reparaturmodus einstellen und stattdessen entzündliche Faktoren ausschütten. CBD reduzierte signifikant die Marker für zelluläre Seneszenz wie die beta Galaktosidase Aktivität, erhöhte die Zellteilungsrate und beschleunigte die Wundheilung in einem Scratch Assay.3 Auf diese zellulären Effekte zielt jeder Anti Aging Wirkstoff letztlich ab. Eine alternde Hautzelle, die wieder teilbar wird, ist eine Hautzelle, die wieder am Strukturaufbau teilnimmt.

Hautbarriere, Feuchtigkeit und Aquaporin 3

Ein Mechanismus, der in den meisten deutschsprachigen CBD Anti Aging Texten fehlt, betrifft Aquaporin 3. Das ist ein Wasserkanalprotein, das in den oberflächlichen Hautschichten Wasser und Glycerin transportiert und damit zentral für die Feuchtigkeitsbalance der Hornschicht ist. Eine japanische Tierstudie der Hoshi University aus dem Jahr 2021 zeigte, dass topisch aufgetragenes CBD die mRNA und Proteinmenge von Aquaporin 3 in der Haut erhöht und so den Wassergehalt der Lederhaut messbar steigert. Diese Erkenntnis ergänzt das Bild gut. CBD wirkt nicht nur über Entzündungs und Antioxidans Hebel, es greift auch direkt in den molekularen Hydratationsmotor der Haut ein. Das ist eine Eigenschaft, die viele klassische Anti Aging Wirkstoffe nicht mitbringen.

„Was CBD in der Hautpflege so interessant macht, ist die Kombination. Wir sehen Antioxidans, Entzündungshemmer und Feuchtigkeitsfaktor in einem einzigen Molekül, das mit einem körpereigenen Regelsystem direkt kommuniziert. So einen Wirkstoff finden Sie in der klassischen Kosmetik selten."

Josef Eckmair MBA, Geschäftsführer CBDNOL und Hanf Experte

Was die klinische Forschung bislang zeigt

Mechanismen sind die eine Sache. Klinische Daten am Menschen die andere. Hier hat sich in den letzten Jahren etwas getan, auch wenn die Studienlage weiterhin überschaubar ist. Eine 2023 im Journal of Cosmetic Dermatology veröffentlichte Untersuchung von Cohen und Kollegen aus dem Dead Sea and Arava Science Center in Israel hat ein Anti Aging Gel mit CBD und Eicosapentaensäure über mehrere Wochen an Probandinnen getestet. Mit instrumentellen Hautmessungen zeigten die Autoren signifikante Verbesserungen der Hautelastizität und der Hauthydratation sowie eine Reduktion periorbitaler Falten.4 In ergänzenden in vitro Versuchen hemmte das Gel die Aktivität von MMP 1, dem zentralen Kollagen abbauenden Enzym.

Eine umfassende dermatologische Übersichtsarbeit von Baswan und Kollegen aus dem Jahr 2020 fasst den Stand der Forschung breiter zusammen. CBD zeigt nachweisbares Potenzial bei einer Reihe entzündlicher und barrieregestörter Hautzustände, darunter atopische Dermatitis, Psoriasis und sensible Haut mit Rötungsneigung.7 Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass die topische Anwendung gut verträglich ist und Hinweise auf Hautreizungen, Sensibilisierungen oder allergische Kontaktdermatitis weitgehend fehlen. Das ist ein Punkt, der bei klassischen Anti Aging Wirkstoffen wie Retinol oder Säurepeelings nicht selbstverständlich ist.

Was uns die Studienlage nicht sagt, ist mindestens so wichtig wie das, was sie sagt. Es gibt bislang keine großen, mehrarmigen Phase 3 Studien, die CBD spezifisch als Behandlung gegen Falten oder definierte Hautalterungsendpunkte etablieren. Wer also einer einzigen Werbeanzeige glaubt, CBD ersetze eine ganze Pflegelinie, irrt. Die realistische Position lautet, dass CBD ein wissenschaftlich gut begründeter Bestandteil einer modernen Anti Aging Routine sein kann, eingebettet in andere belegte Wirkstoffe.

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CBD Kosmetik richtig kaufen

Der CBD Kosmetikmarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen, und nicht jedes Produkt hält, was die Verpackung verspricht. Drei Punkte trennen wirksame von dekorativer Ware.

Cannabidiol auf der INCI Liste, nicht nur Hanfsamenöl

Ein häufiges Missverständnis betrifft die Begriffe. Hanfsamenöl, auf der INCI Liste meist als Cannabis Sativa Seed Oil ausgewiesen, ist ein wertvolles Trägeröl mit Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Es enthält aber kein CBD in nennenswerter Menge. Wer den Wirkstoff sucht, achtet auf die Bezeichnungen Cannabidiol oder Cannabis Sativa Leaf Extract in der Zutatenliste. Der Konzentrationshinweis sollte konkret sein. Eine Angabe wie 250 Milligramm CBD pro 50 Milliliter ist deutlich aussagekräftiger als die werbewirksame Formulierung enthält CBD ohne Mengenangabe.

Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat

Variante Was enthalten ist Wann sinnvoll
CBD Isolat nur reines CBD, keine weiteren Cannabinoide oder Terpene wenn ein THC freies Produkt zwingend ist und ein einzelner Wirkstoff geprüft werden soll
Breitspektrum CBD CBD plus weitere Cannabinoide wie CBG und CBC, ohne THC wenn der Entourage Effekt gewünscht ist und THC vermieden werden soll
Vollspektrum CBD komplettes Cannabinoid und Terpenprofil der Hanfpflanze, mit Spuren THC unter dem Grenzwert für maximale pharmakologische Vielfalt, in der Kosmetik üblich und unkritisch
In der Hautpflege ist Vollspektrum oft die ergiebigste Variante. Die Spuren THC sind kosmetisch nicht relevant.

Inhaltsstoffe, die nichts in moderner Pflege verloren haben

Auf einige Komponenten verzichten gut formulierte Produkte heute bewusst. Dazu gehören Mikroplastik, Mineralöle und Paraffine als okklusive Filmbildner, hochkonzentrierte synthetische Duftstoffe als häufige Auslöser von Kontaktallergien, sowie aggressive Konservierer wie Methyl und Propylparaben in höherer Dosierung. Eine kurze, klar deklarierte Inhaltsstoffliste ist meistens das bessere Zeichen als ein langer Werbetext auf der Front.

Laborberichte als objektives Qualitätsmerkmal

Seriöse Hersteller veröffentlichen unabhängige Laborberichte zu jeder Charge, die den tatsächlichen CBD Gehalt, das Cannabinoidprofil und Pestizid sowie Schwermetallrückstände dokumentieren. Wenn ein Anbieter solche Dokumente nicht zugänglich macht, ist Vorsicht angebracht. Bei CBDNOL finden Sie sie für jedes Produkt unter Laborberichte und auf der Seite zu Qualität und Produktion.

Eine alltagstaugliche Routine

Pflege wirkt nur, wenn sie regelmäßig angewendet wird. Eine sinnvolle, einfach gehaltene Anti Aging Routine mit CBD könnte so aussehen.

Morgens beginnt mit milder Reinigung, einer leichten Vitamin C Lösung und einer Pflege, die CBD enthält. Wichtig ist anschließend ein Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Sonnenschutz ist der einzige nachweislich wirksame Anti Aging Schritt überhaupt, alles andere baut darauf auf.

Abends wird die Haut gründlich gereinigt, dann folgt eine wirkstoffreichere Pflege. Hier passt CBD besonders gut zusammen mit Hyaluronsäure für die Feuchtigkeitseinlagerung in der oberen Lederhaut, mit Niacinamid für die Stärkung der Hautbarriere und gegebenenfalls mit Retinol oder Bakuchiol als Zellumsatz Treiber. CBD greift dabei nicht in die Wirkmechanismen dieser Substanzen ein, sondern dämpft typische Begleiterscheinungen, etwa die Reizung, die Retinol in den ersten Wochen verursachen kann.

Ein Pluspunkt der CBD Pflege liegt in der guten Verträglichkeit, wie auch der Sicherheitsreview von Iffland und Grotenhermen ausführlich belegt. Wer auf typische Reizfaktoren empfindlich reagiert, kann CBD als zusätzlichen, beruhigenden Bestandteil in die abendliche Routine einbauen, ohne mit Reizungen zu rechnen.

Häufige Fragen zu CBD und Hautbild

Welche CBD Konzentration eignet sich für die Hautpflege?

In der Kosmetik liegt der wirksame Bereich häufig zwischen 0,1 und 1 Prozent CBD im Endprodukt, das entspricht etwa 50 bis 500 Milligramm CBD in einem 50 Milliliter Tiegel. Cremes mit weniger als 0,1 Prozent sind eher als Marketing zu betrachten, während Konzentrationen über 1 Prozent in der Regel wirtschaftlich nur in Spezialprodukten umgesetzt werden. Wichtig ist nicht der Prozentsatz allein, sondern die absolute Menge im Produkt und die Häufigkeit der Anwendung. Ein wirkstoffreiches Serum, das jeden Abend punktuell aufgetragen wird, kommt in der Regel weiter als eine schwach dosierte Creme, die nur gelegentlich verwendet wird.

Wie schnell sieht man Effekte von CBD Pflege auf der Haut?

Beruhigende Effekte auf gerötete oder gereizte Haut zeigen sich oft schon in den ersten zwei bis drei Wochen, erkennbar an einem ruhigeren Hautbild und einem reduzierten Spannungsgefühl. Veränderungen, die strukturelle Hautparameter betreffen, also Elastizität, Faltentiefe oder Festigkeit, brauchen länger. In der Cohen Studie waren acht Wochen nötig, um instrumentell messbare Verbesserungen zu sehen. Realistisch ist also eine Erwartung von zwei bis drei Monaten Anwendung, bevor eine seriöse Bilanz möglich ist. Wer vor Beginn ein Foto bei gleichem Licht macht, kann später deutlich besser einordnen, ob sich tatsächlich etwas verändert hat.

Kann CBD Kosmetik bei UV Schäden und Pigmentflecken helfen?

Eine direkte Aufhellung bestehender Pigmentflecken ist von CBD nicht zu erwarten, dafür braucht es spezialisierte Wirkstoffe wie Vitamin C, Niacinamid, Tranexamsäure oder Azelainsäure. Was CBD jedoch leisten kann, ist die Reduktion des oxidativen Stresses, der durch UV Strahlung in der Haut entsteht. Präklinische Studien zeigen, dass CBD UV induzierte Reaktive Sauerstoffspezies abfängt und Apoptose Signale in Keratinozyten dämpft. Es ist damit ein sinnvoller Begleiter zu einem hochwertigen Sonnenschutz, ersetzt diesen aber unter keinen Umständen. Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher bleibt der wichtigste Anti Aging Schritt überhaupt.

Ist CBD Kosmetik in Schwangerschaft und Stillzeit sicher?

Für topische CBD Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor. Die systemische Aufnahme über die Haut ist zwar gering, aber nicht null. Aus Vorsichtsgründen und mangels großer kontrollierter Humanstudien empfehlen wir während Schwangerschaft und Stillzeit auf CBD haltige Pflegeprodukte zu verzichten oder die Anwendung vorher mit der betreuenden Hebamme oder dem Frauenarzt abzustimmen. Diese Vorsichtsempfehlung gilt analog für Kinder und Jugendliche, denen wir CBD Kosmetik generell nicht empfehlen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. CBD Produkte sind in Deutschland und Österreich keine zugelassenen Arzneimittel und kein Mittel zur Behandlung von Hauterkrankungen. Bei anhaltenden oder schweren Hautproblemen, etwa Akne, atopischer Dermatitis, Psoriasis, plötzlichen Pigmentveränderungen oder unklaren Hautveränderungen, sollten Sie eine dermatologische Praxis aufsuchen. In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und Jugendlichen sowie vor Operationen ist von einer eigenständigen CBD Anwendung abzusehen oder vorab eine ärztliche Rücksprache zu suchen. Cannabidiol kann den Stoffwechsel anderer Medikamente über das Cytochrom P450 System beeinflussen.
Foto von Josef Eckmair MBA, Geschäftsführer von CBDNOL

Josef Eckmair MBA

Geschäftsführer CBDNOL und Hanf Experte

Geprüft Inhaltlich geprüft von · Geschäftsführer CBDNOL und Hanf Experte · Stand: April 2026
1
Laborstudie (CBD als phenolisches Antioxidans, stärker als Vitamin C und E)
Cannabidiol and (−)Δ9-tetrahydrocannabinol are neuroprotective antioxidants
Proceedings of the National Academy of Sciences, 95(14):8268 bis 8273
PMID: 9653176 · PMCID: PMC20965 · DOI: 10.1073/pnas.95.14.8268
Grundlegende Laborstudie aus dem National Institute of Mental Health der USA, veröffentlicht in den Proceedings of the National Academy of Sciences. Cannabidiol und Tetrahydrocannabinol wurden in Zellkulturen kortikaler Neuronen getestet. Beide Cannabinoide neutralisierten reaktive Sauerstoffspezies effizienter als Ascorbinsäure (Vitamin C) und alpha Tocopherol (Vitamin E). Der Effekt war zudem unabhängig von Cannabinoidrezeptoren und damit auf die phenolische Ringstruktur der Moleküle zurückzuführen. Wissenschaftliche Grundlage für die Aussage des Artikels, dass CBD sehr starke direkte antioxidative Eigenschaften besitzt und damit als Bestandteil moderner Hautpflege ein nachvollziehbares biologisches Argument hat.
2
Übersichtsarbeit (CBD antioxidativ und antientzündlich, Nrf2 Aktivierung, Lipidperoxidation)
Antioxidative and Anti-Inflammatory Properties of Cannabidiol
Antioxidants, 9(1):21
PMID: 31881765 · PMCID: PMC7023045 · DOI: 10.3390/antiox9010021
Umfassender Review der medizinischen Universität Białystok zu allen bekannten antioxidativen und antientzündlichen Mechanismen von Cannabidiol. CBD reduziert oxidativen Stress sowohl direkt durch Neutralisierung von Superoxid und Peroxylradikalen als auch indirekt durch Aktivierung des Nrf2 Signalwegs, der körpereigene Schutzenzyme wie Hämoxygenase 1 und Glutathionsynthase hochreguliert. CBD schützt zudem Zellmembranen vor Lipidperoxidation. Im Hautkontext bedeutet das, dass CBD nicht nur akut Radikale abfängt, sondern den Eigenschutz der Hautzelle auf molekularer Ebene verstärkt. Wissenschaftliche Grundlage für die Aussage des Artikels, dass CBD über einen Doppelmechanismus aus direkter Radikalneutralisierung und Nrf2 vermittelter Enzyminduktion wirkt.
3
Zellstudie (CBD reduziert Seneszenz und beschleunigt Wundheilung in humanen Hautfibroblasten)
Phytocannabinoids Stimulate Rejuvenation and Prevent Cellular Senescence in Human Dermal Fibroblasts
Cells, 11(23):3939
PMID: 36497198 · PMCID: PMC9738082 · DOI: 10.3390/cells11233939
Zellbiologische Studie der University of Lethbridge in Kanada an humanen dermalen Fibroblasten, also den Zellen der Lederhaut, die Kollagen und Elastin produzieren. Die Forschenden induzierten zunächst künstlich Stress vermittelte Zellseneszenz, einen Zustand alternder, nicht mehr teilungsfähiger Hautzellen, und behandelten die Zellen anschließend mit CBD. CBD reduzierte signifikant Seneszenz Marker wie die beta Galaktosidase Aktivität, erhöhte die Zellteilungsrate und beschleunigte die Wundheilung in einem Scratch Assay. Außerdem veränderte CBD die Expression von Genen, die in die Produktion extrazellulärer Matrix involviert sind. Wissenschaftliche Grundlage für die Aussage des Artikels, dass CBD direkt auf der Ebene jener Hautzellen ansetzt, die für Spannkraft und Elastizität verantwortlich sind.
4
Klinische Humanstudie (CBD und EPA Anti Aging Gel, signifikante Verbesserung von Elastizität und Hydratation)
In vitro, ex vivo, and clinical evaluation of anti-aging gel containing EPA and CBD
Journal of Cosmetic Dermatology, 22(11):3047 bis 3057
PMID: 37264742 · DOI: 10.1111/jocd.15815
Klinische Humanstudie aus Israel, kombiniert mit in vitro und ex vivo Untersuchungen. Probandinnen wendeten ein Gel mit Cannabidiol und Eicosapentaensäure über mehrere Wochen an. Mit instrumentellen Hautmessungen zeigten die Autoren signifikante Verbesserungen der Hautelastizität und der Hauthydratation sowie eine sichtbare Reduktion periorbitaler Faltenbildung. In den begleitenden in vitro Versuchen hemmte das Gel die Aktivität der Matrix Metalloproteinase 1, des wichtigsten kollagenabbauenden Enzyms in der Lederhaut. Wissenschaftliche Grundlage für die Aussage des Artikels, dass CBD nicht nur auf zellbiologischer Ebene plausibel ist, sondern in einer kontrollierten Humanstudie auch instrumentell messbare Anti Aging Effekte gezeigt hat.
5
Humanstudie an Hautzellen (CBD sebostatisch und antientzündlich auf humanen Sebozyten)
Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes
Journal of Clinical Investigation, 124(9):3713 bis 3724
PMID: 25061872 · PMCID: PMC4151231 · DOI: 10.1172/JCI64628
Vielzitierte Studie der Universität Debrecen in Zusammenarbeit mit Ralf Paus aus Hamburg, veröffentlicht im Journal of Clinical Investigation. CBD wurde direkt an humanen Talgdrüsenzellen und an menschlicher Hautorgankultur getestet. Es wirkt stark sebostatisch, also talgreduzierend bei Überproduktion, und hemmt die NF kappa B Signalkaskade sowie die Ausschüttung pro entzündlicher Zytokine wie IL 1 beta und TNF alpha. Diese Mechanismen sind genau jene, die bei chronischer, niedriggradiger Hautentzündung aktiv sind, dem sogenannten Inflammaging. Eine Reduktion dieser Entzündungsachse wirkt indirekt auch dem Kollagenabbau entgegen, der bei chronischer Entzündung beschleunigt abläuft.
6
Übersichtsarbeit (kutanes Endocannabinoid System, CB1 und CB2 in Keratinozyten, Fibroblasten, Sebozyten)
The endocannabinoid system of the skin in health and disease: novel perspectives and therapeutic opportunities
Trends in Pharmacological Sciences, 30(8):411 bis 420
PMID: 19608284 · PMCID: PMC2757311 · DOI: 10.1016/j.tips.2009.05.004
Grundlegende Übersichtsarbeit der Universität Debrecen zum Endocannabinoid System der Haut, eine der meistzitierten Arbeiten dieses Forschungsfeldes. Die Autoren dokumentieren, dass das Endocannabinoid System in der Haut vollständig vorhanden ist, mit CB1 und CB2 Rezeptoren in Keratinozyten der Epidermis, Fibroblasten der Lederhaut, Melanozyten, Talgdrüsenzellen, Haarfollikeln und Hautimmunzellen. Das kutane ECS reguliert Zellteilung und Differenzierung, Talgproduktion, lokale Entzündungsantwort und Barrierefunktion. Wissenschaftliche Grundlage für die zentrale Aussage des Artikels, dass CBD in der Hautpflege nicht als isolierter Pflanzenextrakt wirkt, sondern an ein körpereigenes Regelsystem ansetzt.
7
Übersichtsarbeit (CBD bei Akne, Dermatitis, Psoriasis, Pruritus, Sicherheitsprofil topisch)
Therapeutic Potential of Cannabidiol (CBD) for Skin Health and Disorders
Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 13:927 bis 942
PMID: 33335413 · PMCID: PMC7736837 · DOI: 10.2147/CCID.S286411
Umfassender dermatologischer Review zu CBD in der Hautpflege. Die Autoren dokumentieren therapeutisches Potenzial bei einer Vielzahl entzündlicher Hautzustände, darunter atopische Dermatitis, Psoriasis, Pruritus und sensible Haut mit Rötungsneigung. CBD wirkt dabei über mehrere Achsen zugleich, einschließlich CB1 und CB2 Rezeptoren, TRPV Kanälen und PPAR gamma Rezeptoren, die alle in der Haut vorhanden sind. Der Review hebt zudem ein günstiges Sicherheitsprofil von CBD bei topischer Anwendung hervor, ohne nennenswerte Hinweise auf Hautreizungen, Sensibilisierung oder Kontaktallergien. Wissenschaftliche Grundlage für die Aussage des Artikels, dass CBD eine ungewöhnlich gut verträgliche Ergänzung in einer modernen Anti Aging Routine sein kann.
Hinweis zur Forschungslage: Die wissenschaftliche Datenlage zu CBD in der Hautpflege entwickelt sich dynamisch. Mechanistische Studien und erste klinische Untersuchungen wie die Cohen Studie aus dem Jahr 2023 sind vielversprechend, große, mehrarmige Studien zur spezifischen Anwendung gegen Hautalterung fehlen jedoch noch. CBD Kosmetik ist kein Arzneimittel und ersetzt keine dermatologische Behandlung. Bei anhaltenden Hautproblemen empfehlen wir eine dermatologische Praxis. Achten Sie beim Kauf auf Produkte mit deklarierter CBD Konzentration und unabhängigen Laborberichten.

1 Kommentar


  • Thomas Muller

    CBD kann durch seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften das Hautbild verbessern. Ergänzend dazu kann Kollagen Pulver die Hautelastizität und -festigkeit unterstützen. Beide zusammen könnten eine effektive Kombination für eine gesunde und strahlende Haut sein.


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